Hyundai muss beim Elektro-Kleinwagen Inster einen weltweiten Rückruf durchführen. Insgesamt rund 40.045 Fahrzeuge sind laut Auto Motor und Sport von dem Mangel betroffen, wovon 14.610 in Deutschland gemeldet sind. Ursache für die Maßnahme ist eine mögliche Beschädigung im Inneren eines 3-Wege-Ventils des Thermomanagementsystems.
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KPA) kann dieser Defekt dazu führen, dass Kühlmittel austritt. Wenn die Flüssigkeit auf elektrische Bauteile gelangt, besteht das Risiko eines Kurzschlusses, der ein Feuer auslösen könnte. Die Rückrufaktion betrifft Fahrzeuge, die im Zeitraum vom 14. Februar 2024 bis zum 14. April 2026 produziert wurden.
Als Korrekturmaßnahme ist der Austausch des defekten Ventils gegen ein optimiertes Bauteil vorgesehen. Die Reparatur erfolgt in einer Hyundai-Vertragswerkstatt. Bisher sind dem Kraftfahrt-Bundesamt keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt, die mit diesem Mangel zusammenhängen. Fahrzeughalter werden von Hyundai direkt angeschrieben, sobald die entsprechenden Halterdaten vom KBA vorliegen. Nach Erhalt der Benachrichtigung sollten Betroffene umgehend einen Werkstatttermin vereinbaren.
Hyundai positioniert den Inster als „Preis-Reichweiten-Champion bei den elektrischen Kleinwagen“. Es gibt ihn mit 71 kW/97 PS Leistung und 42-kWh-Batterie für 327 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm regulär ab 24.650 Euro. Die Version mit 49-kWh-Batterie für mindestens 26.650 Euro bietet 85 kW/115 PS und ermöglicht offiziell 370 Kilometer pro Ladung.
An einer Schnellladesäule lässt sich der Inster serienmäßig mit bis zu 85 kW Ladeleistung in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Für das Laden an Wallboxen und Wechselstrom-Stationen ist das südkoreanische Elektroauto serienmäßig mit einem Bordladegerät mit 11 kW (3-phasig) ausgestattet. Ein Batterieheizsystem sowie eine Wärmepumpe optimieren Ladezeiten und Reichweite, sie sind für die Einstiegsversion optional verfügbar und gehören in der höchsten Ausstattungslinie zum Serienumfang.

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