Die US-Marke Ford plant die Produktion eines neuen SUV für Europa in Valencia, Spanien. Das Fahrzeug wird auf der elektrifizierten GEA-Plattform der chinesischen Geely Auto Group basieren, berichtet Automotive News. Diese Kooperation ist Teil eines Joint Ventures zwischen beiden Unternehmen.
Die Global Intelligent Electric Architecture (GEA) ermöglicht sowohl elektrische als auch Plug-in-Hybrid-Antriebsstränge. Die Plattform dient als Grundlage für neue Modelle der Marke Geely, darunter das vollelektrische SUV EX5 sowie das Plug-in-Hybrid-SUV Starray, die bereits in Europa erhältlich sind.
Bereits im Juli gab Ford bekannt, an einem kompakten Crossover mit verschiedenen Antriebsmöglichkeiten zu arbeiten. Der Marktstart ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Das neue Modell soll sich durch ein Design und eine Fahrdynamik von Geely-Modellen unterscheiden, die an das Rennsport-Erbe der Marke wie den Escort oder Sierra Cosworth erinnern.
An Conghui, der neue Vorsitzende der Geely Auto Group, bestätigte laut dem Bericht die Nutzung der GEA-Plattform während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen im August. Das spanische Werk in Valencia soll zudem Modelle für Geely produzieren. Ziel des Unternehmens ist es, den Anteil der Verkäufe außerhalb Chinas von derzeit etwa einem Drittel auf zwei Drittel zu steigern.
„Wir müssen die Lokalisierungsstrategie weiter vertiefen“, erklärte An Conghui. Geely plant ab 2028 die Produktion zweier eigener Modelle in Valencia, beginnend mit dem elektrischen Mittelklasse-SUV EX5.
Ein weiteres Projekt von Ford in Valencia ist nach Informationen von Automotive News ein SUV unter der Marke Bronco, dessen Produktion ebenfalls für 2028 geplant ist. Dieses soll jedoch nicht auf Geely-Architektur basieren, sondern auf einer eigenen Grundlage, die potenziell der des aktuellen Kuga entspricht.
Geely strebt zudem eine stärkere Lokalisierung der Lieferkette in Europa an. Damit soll auf EU-Vorgaben reagiert werden, die den Bau von Elektrofahrzeugen innerhalb der Europäischen Union fördern sollen. Eine lokale Produktion könnte Geely helfen, höhere EU-Zölle auf in China gefertigte rein batterieelektrische Autos zu vermeiden.


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