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Geely will traditionellen Autobauern zu „China-Speed“ verhelfen

03.09.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

Bild: Geely (Symbolbild)

Geely bietet traditionellen Autoherstellern einen Weg an, „China Speed“ zu nutzen. Das Angebot umfasst modulare Plattformen, Künstliche-Intelligenz-gestützte Elektro-Architekturen sowie effiziente Fertigungssysteme. 800 Ingenieure des chinesischen Fahrzeugkonzerns stehen dafür zur Verfügung. Das Angebot soll es anderen Automarken ermöglichen, Entwicklungszyklen verkürzen und Kosten zu senken.

Eine neu gegründete Abteilung bei Geely widmet sich laut Automotive News der Zusammenarbeit mit Partnern durch maßgeschneiderte End-to-End-Dienstleistungen. Dabei werden die in der Volksrepublik ansässigen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten genutzt. Das Ziel ist es dem 1986 gegründeten Konzern zufolge, anderen zu zeigen, wie die Automobilproduktion auf chinesische Weise erfolgen kann.

Das im Jahr 2021 ins Leben gerufene „External Collaboration Research Institute“ (ECRI) von Geely betreut derzeit dem Bericht zufolge über 100 Projekte mit etwa einem Dutzend Kunden, darunter Renault und Waymo. Im Juli wurde zudem eine Kooperation mit Ford vereinbart.

„Wir agieren in einem der wettbewerbsintensivsten Automobilmärkte der Welt. Dieser Wettbewerb hat unsere Geschwindigkeit, Effizienz und Kostendisziplin gestärkt“, so ECRI-Chefin Aileen Wang in einem Interview mit Automotive News. Neben der Anzahl der Ingenieure seien auch die Qualität der Technik sowie Effizienz entscheidende Stärken von Geely.

Die Ressourcen stammen von der Zhejiang Geely Holding Group Co., einem der großen Automobilhersteller. Das Unternehmen umfasst Marken wie Volvo, Polestar, Lotus, Proton, Geely, Lynk & Co und Zeekr. Im Jahr 2025 verkaufte die Gruppe 4,1 Millionen Fahrzeuge und übertraf damit Hersteller wie Honda und Nissan.

Hinsichtlich der Zusammenarbeit mit anderen Autobauern hob Wang die Bedeutung kultureller Verständigung hervor. Um eine erfolgreiche Kooperation zu gewährleisten, müssten die Anforderungen beider Seiten klar bekannt sein. Dies mache Geely zudem offener, globaler und inklusiver.

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Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: ChinaUnternehmen: Geely
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Future meint

    03.09.2026 um 16:03

    Renault und Waymo lernen also schon von Geely, wie das geht mit moderner erfolgreicher Technologie. Vielleicht kommt VW ja auch noch dazu, falls man sich mit Rivian zu sehr verzettelt.

    Antworten
    • M. meint

      03.09.2026 um 19:55

      Erfolgreiche Marken:
      Zeekr (ja,irgendwo vielleicht, hier nicht)
      Smart (ja,irgendwo vielleicht, hier nicht)
      Lotus (aha… spannend)
      Polestar (noch nie Gewinn gemacht)

      Volvo…
      Ok, die konnten das aber vorher schon. Sogar besser, wenn man mal genau schaut…:
      https://www.eurams.de/nachrichten/aktien/software-probleme-volvo-ruft-mehr-als-70000-fahrzeuge-zurueck-20359213.html
      https://www.vdi-nachrichten.com/technik/automobil/volvo-ex30-besitzer-geben-auto-wegen-softwareprobleme-zurueck/
      https://www.autohaus.de/automarken/rueckrufe/software-probleme-volvo-ruft-ueber-100-000-autos-zurueck-3314891
      https://www.inside-digital.de/news/blamage-fuer-luxus-suv-hier-jagt-ein-fehler-den-naechsten
      https://www.ex90-forum.de/forum/thread/76-ex90-qualit%C3%A4tsprobleme/

      Ob man sich bei VW / Rivian daran wirklich ein Beispiel nehmen sollte?
      Ich würde ja sagen, das lässt man besser.

      Antworten
      • Future meint

        04.09.2026 um 09:24

        Da ist halt die Frage, wie man sich so eine »erfolgreiche Marke« im Konzern definiert. Am Anfang steht ja immer der Aufbau von Bekanntheit in allen wichtigen Märkten. Da sind wir auch schon bei der verlässlichen Finanzierung der Marke, die dabei über einen langen Zeitraum so wichtig ist. Mein Eindruck ist, dass Geely hier wohl ziemlich gut aufgestellt ist und sein Wissen an andere weitergeben will. Aber vielleicht irre ich mich und du kennst die viel bessere Markenstrategie. Man weiß es ja immer erst hinterher.

        Antworten
        • M. meint

          04.09.2026 um 15:24

          „Am Anfang steht ja immer der Aufbau von Bekanntheit in allen wichtigen Märkten.“
          Na, worauf warten die denn?
          Volvo kennt jeder, aber die meistens wegen Modellen, die mit Geely nicht so viel zu tun haben.
          Der Rest… aber das hatten wir ja schon.

        • Fred Feuerstein meint

          05.09.2026 um 10:48

          Deine selektive Linkauswahl ist ja ganz nett, jetzt mach das doch bitte einmal mit Volkswagen, viel Freude dabei. Du sammelst ja gerne Links.

    • SB meint

      04.09.2026 um 09:23

      Lieber nicht – Geely hat gerade andere Probleme als Software:

      https://www.focus.de/auto/news/china-aufsicht-findet-viele-fehler-byd-und-geely-scheitern-bei-qualitaetskontrollen_4be5a9af-bff1-481a-9661-9e6e72faf168.html

      Antworten
      • Future meint

        04.09.2026 um 12:23

        Oh, doch nicht so gut aufgestellt. Dann besser gleich zu einem VW greifen.

        Antworten
        • Future meint

          04.09.2026 um 13:00

          Nein, das geht so nicht. »Handgreiflich« war früher, als du noch jünger warst als jetzt. Heute bestellt man sich alles online und es wird im Rivian EDV ausgeliefert.

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