Suzuki will nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei ab 2027 einen batterieelektrischen Kleinstwagen aus Japan nach Europa exportieren. Demnach soll ein elektrisches „Kei-Car“ für europäische Vorschriften angepasst und unter anderem zunächst in Großbritannien sowie Italien angeboten werden. Eine offizielle Bestätigung Suzukis für den Europa-Start 2027 liegt bislang jedoch nicht vor.
Als technische Grundlage kommt der Vision e-Sky (Artikelbild) in Betracht, den Suzuki auf der Japan Mobility Show 2025 als Konzept eines batterieelektrischen Kei-Cars vorgestellt hat. Der Hersteller nennt für das Fahrzeug 3395 Millimeter Länge, 1475 Millimeter Breite und 1625 Millimeter Höhe sowie eine Reichweite von mehr als 270 Kilometern. Für Japan strebt man eine Kommerzialisierung innerhalb des aktuellen Geschäftsjahres an. Batteriegröße, Ladeleistung, Antriebsleistung und technische Daten einer möglichen europäischen Version wurden bislang nicht veröffentlicht.
Der Nikkei-Bericht sieht einen Produktionsbeginn im Suzuki-Werk Kosai in der japanischen Präfektur Shizuoka im Geschäftsjahr 2026 vor. Für Europa wäre eine Anpassung an die dortigen Zulassungs- und Sicherheitsvorschriften erforderlich, weil die japanische Kei-Car-Klasse auf nationalen Vorgaben für besonders kleine Fahrzeuge basiert. Welche Änderungen Suzuki dafür konkret vornehmen würde, ist bislang nicht bekannt. Auch Modellname, europäische Homologationsdaten und ein Verkaufsstart für Deutschland bleiben abzuwarten.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nennt Nikkei für Großbritannien einen erwarteten Preis von weniger als 20.000 Pfund, umgerechnet rund 23.400 Euro. Ein entsprechend positioniertes Modell würde das Portfolio unterhalb des 4275 Millimeter langen Batterie-SUV e-Vitara ergänzen, mit dem Suzuki 2025 sein erstes rein elektrisches Serienfahrzeug eingeführt hat. Die veröffentlichte Technologieplanung setzt ausdrücklich auf kompakte Elektroantriebe sowie kleine und leichte Batterien, ohne daraus konkrete Spezifikationen für eine europäische e-Sky-Version abzuleiten.
Für Suzuki hätte ein zusätzliches E-Auto in Europa auch regulatorische Relevanz. Die EU verschärft die CO₂-Flottenziele für neue Pkw weiter. Für 2030 ist gegenüber dem Referenzniveau von 2021 eine Reduktion um 55 Prozent vorgesehen. Batterieelektrische Fahrzeuge werden dabei mit null Gramm CO₂ am Auspuff berücksichtigt. Eine geplante neue Kategorie für besonders kompakte und erschwingliche Modelle soll die Verbreitung der E-Mobilität weiter fördern. In dieses Segment könnte das neue kleine E-Mobil von Suzuki passen.

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