Das Solar Team Eindhoven der TU Eindhoven hat in Kenia erste Praxistests mit dem als weltweit erste Solarambulanz bezeichneten Elektrofahrzeug Stella Juva abgeschlossen. Das Gefährt erzeugte laut den Entwicklern während des medizinischen Einsatzes mehr Solarenergie, als es verbrauchte. Damit konnte Stella Juva ohne Abhängigkeit von Stromnetz oder Kraftstoff betrieben werden. Für die Tests fuhr das Studententeam mehrere abgelegene Einsatzorte in Kenia an.
Die Solarambulanz wurde von 23 Studierenden entwickelt und soll medizinische Versorgung in abgelegene Gebiete bringen, in denen zuverlässige Infrastruktur, Strom und Kraftstoff fehlen. Bei der Entwicklung arbeitete Solar Team Eindhoven mit der internationalen Gesundheitsorganisation Amref Health Africa zusammen. Solarmodule auf dem Dach sowie ausfahrbare Module an den Fahrzeugseiten erzeugen die Energie für die Fahrt und den Betrieb medizinischer Geräte.
Getestet wurde Stella Juva an verschiedenen Orten rund um die kenianische Region Narok auf befestigten und unbefestigten Straßen. Für einen abgelegenen Einsatzort in Mosiro war das Team sechs Stunden auf schwierigen Straßen unterwegs und legte insgesamt mehr als 800 Kilometer zurück. Abgesehen von einer gebrochenen Lenkstange, die innerhalb einer halben Stunde ersetzt wurde, seien auf der anspruchsvollen Strecke kaum Probleme aufgetreten, berichten die Studenten.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Röntgengerät, Ultraschall, ein automatisierter externer Defibrillator und Kühltechnik für Impfstoffe. Bei einem zweitägigen Test mit Amref Health Africa zeigte sich, dass die Solarambulanz rund 200 Menschen hätte medizinisch versorgen können. Im Stand erzeugte Stella Juva mehr Solarenergie, als beim gleichzeitigen Betrieb sämtlicher medizinischer Geräte verbraucht wurde.
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„Es ist wirklich großartig für das Team, das Potenzial von Stella Juva in der Praxis zu sehen“, so Teammanager Mathijs van Gerven. „Nicht nur, um nachhaltig zu fahren, sondern auch, um eine völlig unabhängige Versorgung zu gewährleisten. Gerade in abgelegenen Gebieten, in denen Energie oft knapp ist, kann das den entscheidenden Unterschied ausmachen.“
Während des Feldtests erprobten Gesundheitskräfte aus Einrichtungen, mit denen Amref Health Africa zusammenarbeitet, die medizinische Ausstattung. „Jetzt, da wir gesehen haben, was Stella Juva in der Praxis leisten kann, sehen wir enormes Potenzial für abgelegene Gemeinden“, erklärt Geoffrey Sadera von Amref. Nach seinen Angaben könnten bei einem einzelnen Einsatz beispielsweise 30 bis 40 Schwangere in ihrer eigenen Gemeinde eine Ultraschalluntersuchung erhalten. Ein Drittel der kenianischen Counties stehe vor ähnlichen Herausforderungen und hohen Raten bei der Mütter- und Kindersterblichkeit.
Das Solar Team Eindhoven bezeichnet den erfolgreichen Test als ersten wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung. Man hofft, mit den Ergebnissen Unternehmen, soziale Organisationen und Regierungen zu innovativen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anzuregen. Zugleich sind die Studenten offen für Partner, die prüfen wollen, wie Stella Juva weiterentwickelt und in größerem Maßstab eingesetzt werden könnte.











ID.alist meint
Für einen abgelegenen Einsatzort in Mosiro war das Team sechs Stunden auf schwierigen Straßen unterwegs und legte insgesamt mehr als 800 Kilometer zurück.
Ich glaube bei eure Übersetzung könnte man interpretieren, dass das Auto mehr als 800km in sechs Stunden gefahren ist, was nicht im Originaltext steht.