Nach der Zustimmung zum Rettungsplan für den Volkswagen-Konzern fordert Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies im Gespräch mit Auto Motor und Sport von der Bundesregierung deutlich bessere Standortbedingungen in Deutschland. Dabei nennt der SPD-Politiker vor allem die Energiepreise, das Lieferkettengesetz, Einfuhrzölle für Hybridfahrzeuge aus China und eine Senkung der CO2-Strafzahlungen.
„Ein großer Teil der deutschen Industrie steht im internationalen Wettbewerb. Energiepreise sind hier von fundamentaler Bedeutung. Da müssen wir wieder wettbewerbsfähig werden“, so Lies. Das Lieferkettengesetz hält er inzwischen für überzogen. Die zugrunde liegende Idee bezeichnet er als guten, einer „rechtschaffenen Idee“ folgenden Ansatz – es sei aber die falsche Zeit dafür. Die Sicherung von Beschäftigung müsse höchste Priorität haben.
Die hohen CO2-Strafzahlungen für die deutsche Autoindustrie hält Niedersachsens Ministerpräsident – und damit auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat – nicht mehr für tragbar. „Das funktioniert so nicht, wir beschädigen unsere eigene Industrie damit.“
Bei der Transformation der Autoindustrie verweist Lies darauf, dass es gerade am Anfang schwieriger sei, mit neuen Elektroautos Geld zu verdienen als mit bereits am Markt befindlichen Verbrennern. Unternehmen müsse ermöglicht werden, die Transformation zu finanzieren. Klimaziele sollten nach seiner Forderung nicht dadurch erreicht werden, dass die Industrie aus Deutschland herausgedrängt werde.
Bei Hybridfahrzeugen aus China fordert Lies dieselben Regeln wie bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen. Er plädiert dafür, teilelektrische Fahrzeuge nicht länger von den Extra-Zöllen auszunehmen, die für in der Volksrepublik gebaute Vollstromer gelten. Ohne gleiche Regeln für importierte Hybrid- und rein batterieelektrische Fahrzeuge gibt es nach seiner Aussage keinen fairen Wettbewerb.


CaptainPicard meint
dass es gerade am Anfang schwieriger sei, mit neuen Elektroautos Geld zu verdienen
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Guter Hinweis!
…für das Jahr 2015. Oder will er ernsthaft behaupten dass 2026 gerade erst der Anfang der Elektromobiltät sei?
David meint
Das hat er ja auch nicht gesagt. Das hast du nur böswillig in diese Richtung manipuliert. Das ist halt deine Art mit Fakten, die du nicht magst, umzugehen.
EdgarW meint
Strafzahlungen würden wenn dann jetzt (für dieses Jahr und folgende) anfallen, es geht also um die Gegenwart, nicht 2015. Die CO2-Werte gelten auch nur für innerhalb der EU neu zugelassenen Autos und in extrem vielen Märkten innerhalb der EU gehen die E-Zulassenung dieses Jahr durch die Decke, das dicke Ende der seit Irankrieg und Förderung bestellten Autos rollt ja jetzt erst nach und nach in den Zulassungen an. Wozu also diese unnötige Forderung?
P.S.: Dass sie auch Verbrenner für den Massenmarkt in großen Mengen absetzen können, demonstrieren die Chinesen grad ebenfalls, mit sehr günstigen Plug-in-Hybriden, ein Rückweg zum Verbrenner wäre also ebenfalls kein Schutz.
David meint
Der Olaf, als Tiger abgesprungen und als Bettvorleger gelandet. Jetzt backt er brav kleinste Brötchen und singt das VW Lied. Er könnte auch für die Currywurst in der Betriebskantine mit so einem süßen weißen Hütchen aus der Hygieneverordnung auf, Werbung machen. Mal abwarten, ob die Gewerkschaftstante auch noch in die Öffentlichkeit geht. Bestimmt, aber man feilt noch an dem Text, um die Ohrfeigen als Gesichtsmassage verkaufen zu können.
Future meint
Die Situation von Volkswagen muss schon dramatisch sein, wenn sogar der Aufsichtsrat mit Gewerkschaft und Politik einverstanden ist mit der Schließung von 4 Werken im Land. Es wird bei VW nie wieder so sein wie vorher. Aber es wurde wohl auch Zeit für die »Ohrfeigen«.
David meint
Genau genommen wurde gar nichts dieser Art beschlossen. Und das weißt du auch. Und es scheint dich gewaltig zu ärgern. Zumal ich es vorhergesagt hab.