Mercedes-Benz hat im Werk Rastatt die Serienproduktion des neuen GLA gestartet. Die vollelektrischen Modelle werden bereits gefertigt, die „Hightech-Hybridmodelle“ mit 48-Volt-Technologie und Verbrennungsmotor sollen noch in diesem Jahr folgen. Der GLA ist ein weiteres Modell der neuen Fahrzeuggeneration, das am Standort gebaut wird.
Der GLA elektrisch auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) ist der Nachfolger des auf einer Mischplattform fahrenden EQA. Das neue, mit 4,57 Meter über zehn Zentimeter längere Modell hat eine niedrigere Silhouette, einen längeren Radstand sowie eine breitere hintere Spur. Muskulöse Schultern und außenbündig positionierte Räder sollen seinen dynamischen Auftritt betonen. Beim elektrischen GLA kommt zudem entsprechend der aktuellen Mercedes-Designsprache ein beleuchteter „ikonischer Grill“ zum Einsatz.
Das Werk Rastatt produziert seit 1992 und beschäftigt rund 7000 Menschen. Hybride, vollelektrische Fahrzeuge und Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb können dort auf derselben Linie gefertigt werden. Mercedes-Benz bezeichnet den Standort als Kompetenzzentrum für die Produktion von Fahrzeugen des Kompaktsegments. Nun rollt dort auch die jüngste Generation des GLA vom Band.
Aktuell entsteht der neue GLA in der Montagehalle 4.0. Mercedes-Benz investiert eigenen Angaben nach einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in den Umbau der benachbarten Halle 4.1, in der das Modell ab nächstem Jahr gefertigt werden soll. Dabei kommt ein digitaler Zwilling zum Einsatz, mit dessen Hilfe die neue Produktionslinie durch digitale Simulationen konfiguriert und optimiert werden kann.
Auch das Mercedes-Benz Operating System MB.OS wird bei der Produktion des neuen GLA eingesetzt. Über die Chip-to-Cloud-Architektur wird die Fahrzeug-Software über einen zentralen Server der Mercedes-Benz Intelligent Cloud übertragen und nicht über verschiedene Hardware-Module. Mercedes-Produktionschef Michael Schiebe: „Mit dem Produktionsstart des neuen GLA und den Investitionen in Rastatt stärken wir die Rolle des Standorts im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz. Die Fertigung zeigt, wie wir digitale Technologien konsequent nutzen: MB.OS, künstliche Intelligenz und unser Produktions-Ökosystem MO360 sind eng verbunden und ermöglichen eine noch flexiblere und effizientere Produktion.“
Mehrere Mercedes-Standorte liefern Komponenten für den GLA nach Rastatt. Die elektrischen Antriebseinheiten und Achsen kommen aus Untertürkheim und seinen Werkteilen Mettingen und Hedelfingen, während die Hochvoltbatterien von der Tochtergesellschaft Accumotive in Kamenz stammen. Der rund zehn Kilometer entfernte Werkteil Kuppenheim liefert Rohbau-Komponenten sowie Struktur- und Karosserieteile und gehört seit Anfang 2026 organisatorisch zum Mercedes-Werk Rastatt.














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