Im Vorfeld der IAA Transportation in Hannover hat ZF-Chef Mathias Miedreich politische Unterstützung für Hybrid- und Plug-in-Lkw gefordert. Er betonte laut der Automobilwoche, dass batterieelektrische Trucks allein die Dekarbonisierung des Fernverkehrs nicht schnell genug vorantreiben könnten. Plug-in-Hybride müssten daher regulatorisch fair bewertet und finanziell flankiert werden.
Miedreich nannte drei konkrete Ansätze zur Förderung von Plug-in-Hybriden: eine realitätsnahe CO2-Bewertung über das Vecto-Verfahren, spürbare Mautvorteile sowie Förderprogramme für europäische Hybridtechnologien. Laut Berechnungen von ZF können Plug-in-Hybrid-Lkw im Fernverkehr je nach Einsatzprofil bis zu rund 47 Prozent CO2 gegenüber konventionellen Fahrzeugen einsparen.
Zudem seien diese Fahrzeuge mit Verbrenner-Elektroantrieb und größerer E-Reichweite sowie Stecker zum Aufladen weniger abhängig von einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Für Spediteure könnten sich Plug-in-Hybride durch geringere Betriebskosten und mögliche Mautvorteile schneller rentieren. Die Technologie wird bei ZF als wirtschaftlich nutzbare Brückentechnologie betrachtet, die keine Abkehr vom Elektroantrieb darstellt.
Der Vorstoß ist der Automobilwoche zufolge Teil einer strategischen Neuausrichtung, bei der Nutzfahrzeuge eine wichtigere Rolle in den Wachstumsplänen des Zulieferers einnehmen sollen. Der Zulieferer strebt eine größere Unabhängigkeit vom Pkw-Geschäft an und sieht die Division Commercial Vehicle Solutions (CVS) als zentralen Baustein für Profitabilität und Wachstum. CVS trägt aktuell rund 20 Prozent zum Konzernumsatz bei, was einer Größenordnung von etwa acht Milliarden Euro entspricht.

Futureman meint
Nichts, bei dem schädliche Abgase rauskommen können, sollte gefördert werden.
Besser-BEV-Wisser meint
Eine faire PHEV-Förderung könnte sein die tatsächlich elektrisch gefahrenen Kilometer mit Mautrabatt zu versehen (z.B. 50%).
Pauschale Förderungen wie im PKW Bereich sind eigentlich Betrug an der Umwelt und dem Steuerzahler.
Mit Belohnung des tatsächlichen elektrischen Fahrens, wird es auch genutzt. Und dann macht das auch Sinn solange Infrastruktur noch im Aufbau ist. Es würde auch helfen die Speditionen an das Thema „Laden“ heranzuführen.
Matthias meint
Wenn überhaupt noch Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle, dann nur als Reichweitenverlängerer für einen konsequenten Batterieantrieb, ohne jegliche mechanische Kraftübertragung mit Getriebeteilen die die Zahnradfabrik herstellt. Der Mann ist 20 Jahre zu spät dran!
Jensen meint
Die staatliche Unterstützung sollte darin bestehen, auf keinen Fall hybride Antriebe mit und ohne Stecker zu subventionieren.
Powerwall Thorsten meint
100% Zustimmung
Bei den PKWs hat man den Kunden ja auch mal was machen wollen, dass diese nur 2,9 l Benzin auf 100 km brauchen und deshalb Förderfähig sind – was für eine manipulative Betrüger Bande
Peet meint
HYBDRID LKW zu entwickeln macht Null Komma Null Prozent Sinn. Außer man heißt ZF.
eBikerin meint
Sieht DHL anders – aber gut was wissen die schon:
https://ecomento.de/2026/06/05/bmw-logistik-und-dhl-testen-elektro-lkw-mit-range-extender-im-realbetrieb/
M. meint
„bis zu 47%“ kann auch einen einsamen Extremwert darstellen, der weit von einem Durchschnitt entfernt ist.
Der Ruf nach Förderung zeigt, dass die praktisch erreichbaren Einsparungen die Mehrkosten nicht rechtfertigen.
Die nächste Krücke. Kann man das vielleicht irgendwie mit Wasserstoff kombinieren?
Mäx meint
Hybrid-Wasserstoffverbrennungsmotorantrieb
Dann hast du wirklich alles dabei xD
M. meint
Ich wusste, es gibt einen Weg. 😃
Hoffetlich liest das niemand bei Daimler…
South meint
Es gibt faire Studien zu Hybride, zumindest im PKW Bereich, und die zeigen ganz klar, die Hybride bringen nix. Anstatt also das Geld für Hybride zu verschwenden, sollte ganz klar lieber der reine eLKW gefördert werden…
eBikerin meint
Und es gibt reale Tests:
https://ecomento.de/2026/06/05/bmw-logistik-und-dhl-testen-elektro-lkw-mit-range-extender-im-realbetrieb/
M. meint
Naja. Es ist EIN Test. Da funktioniert das gut, und der Benefit für den Betreiber ergibt sich – scheinbar ganz ohne Förderung – durch die niedrigeren Betriebskosten.
Aber das ist ein REX, kein PHEV. Die Auslegung ist grundsätzlich batterieelektrisch. Ein PlugIn käme wohl mit max. 100 kWh Batterie und kleiner E-Maschine, die Ersparnis aus der Unterstützung/Reku, 47% als Spitzenwert – so steht es da. Real… das kennt man.
Und im Gegensatz zum Testbeispiel läuft das ohne fremdes Geld nicht.
Jörg2 meint
Ich kann ja sehr verstehen, dass man das teuer entwickelte Zeug auch gern in hohen Stückzahlen loswerden möchte.
Aber ist der gute Mann tatsächlich offenen Auges über die Messe gelaufen? Ich vermute: nein.