Eine Befragung des Umfrageinstituts Omniquest im Auftrag des Fuhrparkdienstleisters MHC Mobility zeigt eine hohe Offenheit für chinesische Automarken in deutschen Firmenflotten. 58 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen können sich in den kommenden drei Jahren Fahrzeuge chinesischer Hersteller als Firmenwagen vorstellen. 25 Prozent schließen dies aus, 17 Prozent sind unentschieden.
Besonders hoch ist die Zustimmung unter den Befragten, die an der Fahrzeugbeschaffung beteiligt sind und gut die Hälfte der Stichprobe ausmachen. In dieser Gruppe können sich 79 Prozent chinesische Fahrzeuge vorstellen, ein Viertel plant deren Aufnahme bereits konkret. Bei Befragten ohne Entscheidungsbeteiligung liegt die Zustimmung bei 34 Prozent. Ebenfalls 34 Prozent antworten mit „weiß nicht“.
Zwischen den Altersgruppen zeigen sich Unterschiede: Bei den 30- bis 39-Jährigen können sich 77 Prozent chinesische Fahrzeuge in der Flotte vorstellen, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es 42 Prozent. Als wichtigsten Grund für einen chinesischen Hersteller nennen 29 Prozent Preis und Gesamtbetriebskosten, 27 Prozent Technologie und Ausstattung sowie 19 Prozent die Elektro-Kompetenz. Unter den Entscheidern stehen Technologie und Ausstattung mit 32 Prozent an erster Stelle.
Bei den Vorbehalten werden das Service- und Werkstattnetz mit 26 Prozent, politische Unsicherheit wie Zölle mit 22 Prozent sowie Datenschutz und IT-Sicherheit mit 20 Prozent am häufigsten genannt. Dahinter folgen Ersatzteilversorgung mit 13 Prozent und Restwertrisiko mit 10 Prozent; das Markenimage erreicht 9 Prozent.
Bei einem BYD oder MG anstelle eines Audi oder BMW als Dienstwagen sehen 43 Prozent kein Problem, solange das Auto gut ist, weitere 22 Prozent fänden einen solchen Wechsel spannend. 22 Prozent würden ihn als Abstieg empfinden, 13 Prozent wäre er gegenüber Kunden und Kollegen unangenehm. Beim Preis würden 32 Prozent zu einem chinesischen Modell wechseln, wenn es 10 bis 20 Prozent günstiger wäre. 26 Prozent verlangen mehr als 20 Prozent Preisvorteil, 19 Prozent reichen 5 bis 10 Prozent und 4 Prozent der gleiche Preis.
Dem geäußerten Interesse stehen bislang deutlich kleinere Marktanteile gegenüber. BYD erreichte in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 einen Marktanteil von 1,8 Prozent, MG kam auf 1,1 Prozent. Im Flottengeschäft lag der Anteil chinesischer Anbieter laut Dataforce Anfang 2026 bei rund 1,4 Prozent.

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