Der chinesische Automobilhersteller Geely prüft die Produktion seines Flaggschiff-SUV in Spanien, berichtet Automotive News. Das geplante Modell basiert demnach auf einer Leiterrahmen-Konstruktion und nutzt einen Plug-in-Hybridantrieb. Ziel der Überlegungen soll es sein, drohende hohe Zölle auf in China gefertigte Fahrzeuge der EU zu umgehen.
Das Fahrzeug mit dem Codenamen KO11 wurde im Sommer in der Volksrepublik unter dem Namen Galaxy Cruiser 7 vorgestellt. Der Verkaufsstart soll dort Ende dieses Jahres stattfinden, während der europäische Markt voraussichtlich erst 2028 bedient wird. Ein offizieller Name für den Verkauf außerhalb der Volksrepublik wurde von Geely noch nicht bekannt gegeben.
Die Produktion in Spanien würde die erste Fertigung eines Leiterrahmen-Fahrzeugs durch Geely in Europa bedeuten. Hersteller planen verstärkt mit lokaler Produktion, um die Ende 2024 von der EU auf in China gebaute Elektroautos eingeführten Zölle zu umgehen. Bereits im Juli wurde bekannt, dass Ford und Geely die Produktion im Werk Valencia als Gemeinschaftsunternehmen ab dem Jahr 2028 gemeinsam führen wollen.
Geely plant in Valencia die Herstellung kleiner und kompakter SUVs auf der elektrifizierten GEA-Plattform. Ford wird dort ebenfalls ein neues SUV auf dieser Basis fertigen. Ob konkret ein Modell auf Grundlage des KO11 produziert wird, wollte Ford of Europe gegenüber Automotive News nicht kommentieren.
Geely beschreibt den KO11 als sein erstes künstliche-Intelligenz-gestütztes Allrad-SUV mit Technologien wie Steer-by-Wire und Hinterachslenkung. Das SUV soll sich durch ein robustes Design auszeichnen, das von klassischen Geländewagen inspiriert ist. Für die chinesische Version wird eine Leistung von bis zu 819 kW/1113 PS genannt, generiert durch einen 2,0-Liter-Turbobenziner und drei Elektromotoren. Die reine E-Reichweite beträgt um die 350 Kilometer, allerdings nach der unrealistischen China-Norm CLTC.
Der KO11 basiert auf der Leiterrahmen-Plattform GTA (Geely Terrain Architecture) für elektrifizierte Antriebe und Geländeeinsätze. Die technischen Daten des Modells umfassen eine Länge von 5085 Millimetern, eine Breite von 1999 Millimetern sowie einen Radstand von 2900 Millimetern. Für den Offroadeinsatz stehen eine Bodenfreiheit von 233 Millimetern und eine Wattiefe von 800 Millimetern zur Verfügung.

M. meint
Na, geht doch. Wie immer aber nur mit Druck.
Nur besser gleich die BEV mitdenken, die PHEV könnten irgendwann noch in Ungnade fallen.
Und… 1113 PS als Zahl ist natürlich beeindruckend. Aber inzwischen langweilt es auch so langsam. Niemand will sich hier mit einem SUV und Mach 2 an die Wand hämmern. Schlanke 400 PS reichen komplett. Echt jetzt.