Nissan hat in Cambridge das Forschungsprojekt „ADventure“ gestartet, das autonome Mobilität unter realen Bedingungen untersucht. Neben der Fahrzeugtechnologie geht es darum, wie ein autonomer Mobilitätsdienst funktionieren kann. Gemeinsam mit lokalen Behörden, Pendlern sowie Anwohnern soll untersucht werden, wie solche Technologien gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, Mobilität und Zugänglichkeit verbessern und zu Lösungen für lokale Verkehrsprobleme beitragen können.
Geleitet wird ADventure vom Ingenieursteam des Nissan Technical Centre Europe in Cranfield. Cambridge diene als reales Testfeld für einen Mobilitätsdienst, der sich auf ganz Großbritannien skalieren ließe, erklärt der japanische Autobauer. David Moss, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung der Region Nissan AMIEO, bezeichnet das Vorhaben als „einen wichtigen Schritt für die autonome Mobilität in Großbritannien“.
Das Gemeinschaftsprojekt wird durch das CAM-Pathfinder-Programm der britischen Regierung gefördert. Umgesetzt wird das Programm vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel in Zusammenarbeit mit Zenzic und Innovate UK. Gemeinsam mit WMG und PAVE UK konzentriert sich ADventure auf die Entwicklung von Mobilitätsdiensten für Städte und Gemeinden, den Vertrauensaufbau bei Fahrgästen sowie die Erprobung autonomer Fahrsysteme im öffentlichen Straßenverkehr.
Für die Forschung kommt ein bereits vorhandenes Testfahrzeug auf Basis des Nissan-Elektroautos Leaf des Modelljahres 2022 zum Einsatz, das schon in früheren britischen Forschungsprojekten genutzt wurde. Das Fahrzeug ist mit von Nissan entwickelter Technologie für autonomes Fahren ausgestattet und soll zur Bewertung potenzieller Mobilitätsbedürfnisse sowie zum Sammeln praktischer Erkenntnisse dienen. Lokale Gemeinden sollen während der Projektdauer Erkenntnisse dazu liefern, wie autonome Fahrdienste die Verkehrsanbindung und den Zugang zu neuen Möglichkeiten verbessern können.
Nissan greift außerdem auf Erfahrungen aus den früheren Projekten HumanDrive, ServCity und evolvAD zurück, die Wissen über autonomes Fahren in verschiedenen Fahrsituationen geliefert haben. ADventure soll zudem zeigen, wie fortschrittliche Fahrzeugtechnologie in reale Mobilitätsdienste übertragen werden kann, denen Menschen vertrauen und die sie täglich nutzen können. Zum Abschluss ist in Cambridge eine Demonstrationsfahrt auf öffentlichen Straßen vorgesehen, die zeigen soll, wie autonome Mobilitätsdienste eines Tages zu einem besser vernetzten und barrierefreien Verkehrssystem beitragen können.

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