Die Produktion des Nissan Leaf der dritten Generation für den europäischen Markt läuft im englischen Werk in Sunderland wieder vollständig. Zuvor kam es bei der Einführung des wichtigen E-Modells zu Verzögerungen durch technische Probleme, berichtet Automotive News.
Laut den Marktanalysten von Dataforce beliefen sich die Neuzulassungen des Leaf in Europa bis August auf lediglich 1937 Einheiten. Dies gilt, obwohl die Produktion in Sunderland bereits im Dezember des vergangenen Jahres begann. Der japanische Hersteller hat bisher keine Details zu den genauen Ursachen der Verzögerung veröffentlicht.
Jordi Vila, Markenchef von Nissan Europe, bezeichnete die Gründe für die Verspätung gegenüber Medien am 18. September als „sehr technisch“, schreibt Automotive News. „Der Großteil der Produktion läuft jetzt an“, sagte der Manager.
Das Werk in Sunderland soll eine jährliche Kapazität von 100.000 Fahrzeugen für den Leaf erreichen und so zur Erneuerung des Standorts beitragen. Mit dem Ende der Produktion der Vorgängergeneration im Jahr 2024 fehlte Nissan vorübergehend ein Elektroauto im europäischen Kompaktsegment.
Neben dem Leaf werden in Sunderland auch das Kompakt-SUV Qashqai und der kleine SUV-Crossover Juke gefertigt. Ab nächstem Jahr soll das kompakte SUV Kicks hinzukommen, wenn die Produktion des Juke mit Verbrennungsmotor endet. Zudem ist geplant, ab 2027 eine erste rein batterieelektrische Version des Juke am Standort zu bauen.
2025 produzierte der Standort Sunderland laut Automotive News lediglich 273.174 Autos und blieb damit deutlich unter der jährlichen Kapazität von über 500.000 Fahrzeugen. Nissan hat im Mai angekündigt, eine der zwei Produktionslinien zur Kostensenkung zu schließen. Zudem besteht eine unverbindliche Absichtserklärung mit Chery für die Auftragsfertigung von Modellen des chinesischen Herstellers in Sunderland.

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