Nissan hat ein neues Modell namens Kicks für den europäischen Markt angekündigt und investiert dafür 170 Millionen Pfund in sein Werk im britischen Sunderland. Der kompakte Crossover im B-Segment wird dort künftig neben Qashqai, Juke und Leaf gefertigt. Der Kicks ist mit Nissans e-Power-Hybridtechnologie ausgestattet.
Die zweite Generation des Kicks wird derzeit in Japan, Mexiko und Brasilien produziert und weltweit verkauft. Mehr als 1,8 Millionen Einheiten wurden in über 70 Märkten abgesetzt, berichtet der Hersteller. Mit der neuen Ankündigung steht nun das Europadebüt des Modells bevor und die Modellpalette erhält ein weiteres Fahrzeug mit e-Power-Antrieb.
Der Kicks wird das zehnte Modell sein, das im englischen Nissan-Werk Sunderland gefertigt wird. Für Kunden in Großbritannien, Europa und der Türkei soll der Kicks in Sunderland mit dem e-Power-System der dritten Generation produziert werden. Die aktuelle Generation des teilelektrischen Systems kam 2025 auf den Markt und wurde nach Angaben von Nissan umfassend überarbeitet.
Bei e-Power werden die Räder ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben. Ein kleiner Benzinmotor erzeugt Strom und lädt die Bordbatterie, sodass kein externes Aufladen erforderlich ist. Das Fahrzeug wird stattdessen an einer Tankstelle mit Benzin betankt. Technische Details zum e-Power-Setup des nach Europa kommenden Kicks wurden noch nicht veröffentlicht.
„Wir freuen uns sehr darüber, den neuen Nissan Kicks hier in Sunderland bauen zu dürfen“, sagt Adam Pennick, Vice President Manufacturing bei Nissan Sunderland. Im kommenden Jahr soll am Standort außerdem die neue Generation des Nissan Juke starten, die erstmals als rein elektrisches Modell auf den Markt kommt. Die Kicks-Ankündigung folgt unmittelbar auf die des neuen elektrischen Nissan Pixo im Kleinwagen-Segment, der demnächst offiziell enthüllt werden soll.

Futureman meint
Als ehemaliger Leaf-Fahrer kann man nur mit dem Kopf schütteln. Den letzten Hybrid „ohne externes Laden“ bin ich vor 20 Jahren (Prius) gefahren. Der Hersteller ist allerdings auch in der Zeit stehen geblieben. Japan erinnert mit den Zukunftsstrategien an manche östlichen Bundesländer, mag an der selben Altersstruktur liegen.
Zum Glück gibt es inzwischen viele Alternativen ohne einen nötigen Weg zur Zapfsäule,
Besser-BEV-Wisser meint
Interessant wäre was der denn pro 100KM verbraucht. Lässt sich mit der Technologie tatsächlich ein Verbrauchswunder bauchen? 3 Liter oder weniger?
Oder doch nur Marketing und Augenwischerei…?
M. meint
Also, die größeren Modelle sparen ggü. dem reinen Verbrenner 5 – 10%. Aber das schaffen übliche Hybride auch.
DiemFrage ist, ob man dafür heute nochnGeld ausgeben will. Benzin wird nur noch mit Tankrabatt etwas weniger teuer werden. Den wird es aber nicht immer geben.
M. meint
Die e-Power-Hybridtechnologie ist die Billigversion eines REX: man spart bei der Batterie, so dass der Verbrenner fast immer läuft. Konsequenterweise kann man das Auto auch nicht extern laden. Es ist also nicht so, dass „externes Auladen nicht erforderlich“ ist – es geht nicht und würde mangels Batterie auch nichts bringen. Deswegen verbrennt der auf jedem Meter Benzin
Mir schleierhaft, wie man sich dafür 2026 noch begeistern kann.
Schleierhaft allerdings auch, warum die Darstellung des Herstellers verändert übernommen wurde. Etwas Einordnung dieser Technologie würde auch dem Profil eines Experten für Elektromobilität gut tun.
South meint
Dass Nissan mal vorne dabei war, davon ist nun gar nicht mehr übrig. Das eAutofahren ohne Laden … kann man nur noch als technischen Tiefpunkt bezeichnen…
Mike meint
Ein Vollhybrid war vor 10-20 Jahren ein Novum. Heute lockt der niemanden mehr hinter dem Ofen vor, der er immer noch Sprit verbrennt.