Peugeot zeigt mit dem RCZ Vision eine vollelektrische Sportcoupé-Studie. Das Konzeptfahrzeug greift den Namen des zwischen 2009 und 2015 gebauten RCZ auf und kombiniert ihn mit einer neuen elektrischen Fahrzeugarchitektur. Die Studie verfügt über 368 kW (500 PS) Leistung, eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern und eine Festkörperbatterie.
Die technische Grundlage bildet eine Architektur auf Basis der modularen Plattform STLA One des Mutterkonzerns Stellantis. Peugeot kombiniert diese mit einer gemeinsam mit Factorial Energy entwickelten Festkörperbatterie und einem 1000-Volt-Bordnetz.
Das Akkupack ist den Angaben nach lediglich 110 Millimeter hoch und soll durch seine kompakte Bauweise die flache Fahrzeugarchitektur ermöglichen. Festkörperbatterien verwenden feste Elektrolytmaterialien und bieten grundsätzlich Potenzial für eine höhere Energiedichte als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien mit flüssigem Elektrolyten. Sie gelten zudem als sicherer.
Für den RCZ Vision nennt Peugeot eine Ladezeit von weniger als zehn Minuten, um den Ladezustand von zehn auf 80 Prozent zu erhöhen. Der kombinierte Energieverbrauch soll bei 11,5 kWh pro 100 Kilometer liegen, während die Reichweite mit bis zu 600 Kilometern nach WLTP-Norm angegeben wird.
Beim Design orientiert sich der RCZ Vision an der neuen Peugeot-Formensprache „Feline Future“, übernimmt aber einzelne Merkmale seines Vorgängers. Dazu zählen das charakteristische Doppelkuppel-Dach, die seitlichen Dachbögen und ein aktiver Heckspoiler. Die flache Karosserie verfügt über schmale LED-Leuchten mit horizontal angeordneten Drei-Krallen-Elementen sowie 21 Zoll große Vorderräder und 22-Zoll-Hinterräder. Die Studie ist dabei als Viersitzer mit umklappbaren Rücksitzlehnen konzipiert.
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Im Innenraum setzt Peugeot auf eine Weiterentwicklung des i-Cockpit mit transparenten Micro-LED-Displays und dem rechteckigen Hypersquare-Lenksystem. Die Studie integriert eine Steer-by-Wire-Lenkung, bei der die Lenkbefehle elektronisch statt über eine dauerhafte mechanische Verbindung übertragen werden. Das zentrale Display lässt sich vollständig ausschalten, während die wichtigsten Fahrinformationen oberhalb der Lenkeinheit angezeigt werden.
Außerdem beschreibt Peugeot eine automatisierte Fahrfunktion der Stufe 2++, die unter bestimmten Bedingungen freihändiges Fahren ermöglichen soll, wobei die Verantwortung weiterhin beim Fahrer liegt.
Der RCZ Vision dient Peugeot vor allem als Technologieträger für künftige E-Fahrzeuge. Die neue Innenraumgestaltung, das Hypersquare-Bedienkonzept und die Steer-by-Wire-Technologie gehören zu den Entwicklungen, die man perspektivisch in Serienfahrzeugen einsetzen will.
Die Feststoffbatterie und die 1000-Volt-Architektur werden dagegen zunächst im Rahmen der Studie präsentiert, ein konkreter Serieneinsatz in einem Peugeot-Modell ist nicht bestätigt.
„Mit dem Peugeot RCZ Vision präsentieren wir unsere Vision für ein Fahrzeug, das konsequent auf die Zukunft ausgerichtet ist und sich ganz dem Fahrvergnügen verschrieben hat“, so CEO Alain Favey. „Das Fahrzeug, bei dem Emotionen im Mittelpunkt stehen, verkörpert den Mut von Peugeot und zeigt, dass Design und Technologie nahtlos zusammenwirken können, um ein Erlebnis zu schaffen, das instinktiv, raffiniert und äußerst attraktiv ist.“








brainDotExe meint
Technisch interessant, den jetzt als Serienfahrzeug in der Opel Variante, Monza, Manta oder doch GT, das hätte was.
EVrules meint
110mm sind nicht besonders flach – die MéganE wurde initial mit 110mm beworben, bei NMC Zellen.
Für Festkörperzellen sollte eine flachere Bauform, möglich sein und gleichzeitig einer höhere Energiedichte.
Schließlich sprechen wir volumentrisch in der Regel um 50-70% mehr Kapazität.