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Verkehrsminister Bilger hält an E-Auto-Förderung fest und will Verbrenner-Aus kippen

13.10.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

VW-ID-Cross

Bild: VW (Symbolbild)

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat im Interview mit der Welt die Fortführung der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos bis zum Jahr 2029 bekräftigt. Er begründet dies mit der Notwendigkeit von Verlässlichkeit, da kurzfristige Streichungen von Förderungen das Vertrauen zerstören würden. Die Prämie sei für einige Käufer ein entscheidendes Argument.

Nach dem Auslaufen der Förderung sind seiner Ansicht nach aber keine weiteren Zuschüsse des Bundes nötig, da Elektroautos marktfähig seien. Der Hochlauf der Elektromobilität sei unabhängig von der Prämie oder den Benzinpreisen, wenngleich beide Faktoren den Prozess aktuell verstärkten. Für Besitzer von Photovoltaikanlagen könne das Fahren mit dem E-Auto bereits heute oft günstiger sein.

Bezüglich des EU-Verbots für neue Verbrenner-Autos ab 2035 vertritt Bilger die Meinung, dass dieses ein Fehler war. Die Bundesregierung plane, gemeinsam mit Brüssel für eine Rücknahme des Verbots einzutreten. Unterstützt werde dies auch von Gewerkschaften und Betriebsräten. Ziel sei es, als Autoland weiterhin Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben für den Weltmarkt zu produzieren.

Der Vorschlag der EU-Kommission, den CO2-Ausstoß neuer Autos statt um 100 Prozent nur um 90 Prozent zu senken, reicht dem Minister nicht aus. Er kritisiert eine zu schwerfällige Kommission und fordert eine konsequente Abschaffung des Verbots für Pkw sowie Lkw. Eine deutsch-französische Initiative arbeite daran, verlässliche Rahmenbedingungen sowie Planungs- und Investitionssicherheit für die Automobilindustrie zu schaffen.

Bilger betont die Notwendigkeit eines Kompromisses, da die Bedingungen in den EU-Ländern aufgrund unterschiedlicher Produktionsstrukturen variierten. Hinsichtlich der Mobilitätsgestaltung betont der Minister das Ziel, die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Dies solle durch E-Mobilität und Schieneninvestitionen geschehen. Die Entscheidung über die Nutzung von Verkehrsmitteln müsse jedoch bei den Bürgern liegen.

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Via: Welt
Tags: EU, Förderung, Verbrenner-VerbotAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. BEV meint

    13.10.2026 um 13:54

    es braucht kein „Verbot“, es setzt sich auch so durch
    trotzdem ist es keine besonders gute Signalwirkung
    besser nicht noch länger drüber diskutieren, sondern nach vorne schauen und handeln

    Antworten
  2. banquo meint

    13.10.2026 um 12:16

    „Die Bundesregierung plane, gemeinsam mit Brüssel für eine Rücknahme des Verbots einzutreten. Unterstützt werde dies auch von Gewerkschaften und Betriebsräten.“
    Und eben deshalb bin ich aus dieser speziellen Gewerkschaft die offiziell immer auf Klimaschutz macht nach langer Mitgliedschaft ausgetreten.

    Antworten
  3. cbzac meint

    13.10.2026 um 12:08

    „ Für Besitzer von Photovoltaikanlagen könne das Fahren mit dem E-Auto bereits heute oft günstiger sein.“

    #####BREAKING#####
    E-Auto-Fahren auch für nicht-Besitzer einer PV-Anlage oft günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner!

    Welche Qualifikation braucht man eigentlich um Verkehrsminister zu werden?

    Antworten
  4. CaptainPicard meint

    13.10.2026 um 11:20

    Viele glauben 90% statt 100% heißt eben „nur“ 90% Elektroautos und das wäre ja gar nicht so schlimm. Dabei geht es um die CO2-Reduktion und da Verbrenner wie PHEV am Papier so niedrig gerechnet sind könnte eine CO2-Reduktion um 90% statt 100% dafür sorgen dass Hersteller bis zu 50% Verbrenner nach 2035 zulassen können. Und selbst das ist ihnen nicht genug.

    Antworten
  5. Justin Case meint

    13.10.2026 um 10:59

    Sie erleben: Neusprech.

    Antworten
  6. Peet meint

    13.10.2026 um 10:46

    „Ziel sei es, als Autoland weiterhin Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben für den Weltmarkt zu produzieren“.

    Das geht doch auch mit Verbrenner Verbot. Meines Wissens gilt das doch nur für in der EU zugelassene Fahrzeuge. Oder gilt das für alle Weltweit zugelassenen Fahrzeuge?

    Antworten
    • Mäx meint

      13.10.2026 um 11:19

      Eurozentrisches Weltbild regelt ;)

      Antworten
    • Gernot meint

      13.10.2026 um 11:59

      Auch in der EU gab und gibt es kein Verbrennerverbot ab 2035. Das ist ja das Perfide: Man hält uns als Möhre immer vor die Nase, dass Verbrenner mit E-Fuels ja auch klimaneutral fahren. Aber Verbrenner, die mit E-Fuels fahren, können auch nach geltender Regelung ab 2035 weiter neu zugelassen werden. Da gab und gibt es kein Verbot. Also man begründet die Aufhebung des sogenannten Verbrennerverbots damit, dass Verbrenner ja (bezogen auf die Fahrenergie) auch klimaneutral sind, um regulativ sicherzustellen, dass Verbrenner eben nicht mit E-Fuels sondern weiter mit fossiler Energie fahren.

      Davon abgesehen: Die Technologie zur Herstellung von E-Fuels ist seit langem da. Aber E-Fuels fallen nicht vom Himmel und von den E-Fuel-Propagandisten investiert niemand in Kapazitäten zur Herstellung von E-Fuels. Und damit steht dann gesichert fest, dass auch in 5 Jahren keine E-Fuels in Massen verfügbar sein werden.

      Antworten
    • brainDotExe meint

      13.10.2026 um 12:55

      Es wäre doch naiv anzunehmen, dass diese Autos noch hier gebaut werden, wenn sie hier nicht mehr verkauft bzw. zugelassen werden können.

      Abseits davon, was soll so eine zwei Klassen Gesellschaft denn bringen?

      Antworten
    • Jörg2 meint

      13.10.2026 um 13:00

      Wenn also weltweit weiter Verbrenner zugelassen werden, bringt das Eu-Weite Verbot dann überhaupt etwas, oder ist das nur fürs gute gewissen?

      Antworten

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