Volkswagen plant die Entwicklung einer neuen Generation des elektrischen Minibus-Modells ID. Buzz. Wie CEO Thomas Schäfer gegenüber der Auto Express mitteilte, wird an einem Nachfolger gearbeitet, der auf der neuen Scalable Systems Platform (SSP) Architektur basieren soll.
Das aktuelle Modell, das seit vier Jahren im Einsatz ist, soll zunächst durch Updates ergänzt werden. Die kommende zweite Generation wird die technologische Basis der SSP-Plattform nutzen. Diese neue Architektur verspricht gegenüber der bisherigen MEB-Plattform Vorteile bei der Reichweite, der Ladegeschwindigkeit sowie der Software und auch bei den Kosten.
Obwohl der ID. Buzz als ikonisches Fahrzeug gilt und beliebt ist, blieb der Verkaufserfolg hinter den Erwartungen zurück. Schäfer nannte die Kostenstruktur als Hindernis für den Markterfolg im Volumenbereich. Er räumte ein, dass das Elektroauto derzeit auf der falschen Kostenbasis operiere.
Die Nutzung von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) könnte eine Rolle dabei spielen, die Preise künftig zu senken. Da die SSP-Plattform als vereinheitlichte Grundlage für zahlreiche Modelle des Volkswagen-Konzerns dienen soll, könnten zudem Entwicklungs- und Produktionskosten reduziert werden.
In Bezug auf das Design betonte der Designchef Andreas Mindt, dass man nicht ständig dieselben Retro-Elemente wiederholen wolle. Er verwies dabei auf die Erfahrungen mit dem neuen Beetle. Dennoch versprach er, dass die zukünftige Entwicklung des ID. Buzz „interessant“ gestaltet werde.
Ein konkreter Zeitpunkt für die Markteinführung der nächsten Generation des ID. Buzz wurde von CEO Thomas Schäfer bisher nicht genannt.

Tommi meint
„Er räumte ein, dass das Elektroauto derzeit auf der falschen Kostenbasis operiere“. Das ist eine interessante Formulierung. Zu deutsch: er ist zu teuer. Ist das so schwer, es so zu formulieren, dass es jeder versteht?
Der1210er meint
„Kostenstruktur“ war/ist ein Hindernis. Das Wort muss ich mir merken.
Wir standen Anfang des Jahres vor der Situation eines Autokaufs. Van sollte es werden. Mit Option zum temporären Camperumbau.
Es ist ein Kia PV5 geworden. Warum? „Kostenstruktur“. Unser PV5 hat volle Hütte mit Anhängerkupplung dazu. Nur die zweifarbigen Sitze fehlen. Da landet man bei einem Listenpreis. Und diesen Preis hat man beim Buzz bereits ohne auch nur ein Häkchen gesetzt zu haben. Was u.a. mit kleinerer Batterie einhergeht. Buzz hat optional zwar eine größere als der PV5. Aber das treibt den Preis weiter hoch.
Und ein Genickbrecher: Schukosteckdose.
Bei Kia nur in der kleinsten Variante nicht Serie. Ansonsten ist die drin. Bei VW musste man die, soweit ich mich erinnere, stehts kostenpflichtig on top reinkonfigurieren.
Bei Kia kann ich volle 3600 Watt da rausziehen. Darüber betreibe ich den Staubsauger zwecks Innenreinigung oder jüngst einen Haarfön um die grüne Plakette abzuföhnen.
Bei VW? 300 Watt Dauerleistung, 450 Watt Peak. Mehr gibts nicht für Geld oder liebe Worte. Für uns komplett unbrauchbar.
Sieht man die Buzz und PV5 nebeneinander… ja, der Buzz gefällt mir optisch wegen Retro besser.
Aber das Armaturenbrett ist beim Buzz um einiges tiefer. Der PV5 ist vorne kürzer. Da beginnt der „Nutzraum“ früher.
Unterm Strich war der Buzz daher nie eine reale Option für uns.
Da halfen auch Lokalpatriotismus und Willen zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft (oder bezahlen der Manager-Boni?) nichts.
Gebraucht konnte man in die Preisregion eines neuen PV5 vorstoßen. Aber dann ist der Wagen schon etwa 2 Jahre alt und mehr als einmal um den Globus gefahren.
CJuser meint
Etwas weniger Retro/Kitsch, dann sollte der auch besser laufen. Nur bitte kein großes Wachstum bei den Abmessungen! Schlussendlich will der Wagen wohl einen Kundenkreis abdecken, der sonst einen Touran oder Sharan geholt hätte. Oder aktuell den Caddy. Teilweise haben sich die Kunden eines Sharan ja vermutlich schon auf den Multivan umorientiert, auch wenn der Preisaufschlag nicht zu leugnen ist.
istdaswirklichso meint
Dachte 2032 kommt ein neuer VW-Bus unter dem Projektnamen Space bzw. intern T8 auf dem Markt welcher den IDBuzz bzw. auch den T7 ersetzen soll. VW will wohl zurück zum eigenen Bulli auf Nutzfahrzeugplattform welcher dann wieder wie früher für Handwerker (Tansporter), Familien (Multivan) und Camper (California) gebaut werden soll. Gebaut werden soll er in Polen..
Fred Feuerstein meint
„Obwohl der ID. Buzz als ikonisches Fahrzeug gilt und beliebt ist, blieb der Verkaufserfolg hinter den Erwartungen zurück. Schäfer nannte die Kostenstruktur als Hindernis für den Markterfolg im Volumenbereich. Er räumte ein, dass das Elektroauto derzeit auf der falschen Kostenbasis operiere.“
Das ist ein ehrliches Eingeständnis. Der Buzz hatte ambitionierte Ziele ist aber erfolglos. Durch niedrigste Leasingraten wird er dennoch in den Markt gedrückt. Die Kosten für das gebotene wären sonst auch viel zu hoch.
Besser-BEV-Wisser meint
Vor allem die Wertigkeit und die Flexibilität (Sitze) sind im ID Buzz deutlich schlechter als im Multivan. Bei gleichem oder höherem Preis. Mehr PS und besseres Fahrgefühl allein konnten das nicht ausgleichen.
Die Reichweite ist auch ein Thema für manche potentiellen Käufer.
Mäx meint
Ich würde auch sagen, dass ist eine sehr treffende Einordnung.
Die Erwartungen waren fast 100% mehr.
40.000 Einheiten finde ich an sich aber recht ordentlich.
Denn am Ende ist der Preis recht hoch, der Nutzwert vor dem EWB eher klein mit einer 3er Sitzreihe ohne Schienen usw.
Mit dem EWB gibts zumindest jetzt zumindest mal die Anzahl an Sitzen die man erwartet, aber die Variabilität ist trotzdem nicht da.
Der Cargo hat da tatsächlich einen höheren Nutzwert und wird auch recht günstig in den Markt gedrückt, mit Leasing oder 30% Rabatt.
hu.ms meint
Zuerst mal muss sich VW entscheiden, ob es ein sharan/touran/7-sitzer nachfolger werden soll oder ein wirklicher van mit 5 m wie ein bus, der auch als camper geeignet ist.