Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) präsentiert den ID. California Cruise als ersten Vertreter einer neuen vollelektrischen California-Familie. Das Modell basiert auf dem Batterie-Kleinbus ID. Buzz und ist der erste nur mit Strom betriebene California. Der Startpreis liegt bei 60.761 Euro, die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2027 vorgesehen.
Der California steht seit seiner Premiere 1988 für kompakte Reisemobilität, Alltagstauglichkeit und Freiheit im Bulli-Format. VW Nutzfahrzeuge entwickelte das Konzept über mehrere Generationen vom klassischen Camper mit Aufstelldach bis zu flexiblen Beach-Varianten weiter.
Der ID. California Cruise erhält eine speziell entwickelte Campingausstattung für Ausflüge, Wochenendtouren und längere Roadtrips. Die Schlaflösung für zwei Personen bietet eine Liegefläche von 2,03 Metern Länge und 1,20 Metern Breite sowie eine neun Zentimeter starke Komfort-Klappmatratze. Hinzu kommen Lüftungsgitter für die vorderen Seitenfenster, Verdunklungselemente, zwei Campingstühle und ein Campingtisch.
Für das Campen wurde ein eigener California-Modus entwickelt: Ein zusätzliches Steuergerät ermöglicht die Anpassung von Licht- und Komfortfunktionen, versorgt USB-Anschlüsse dauerhaft mit Energie und optimiert den Innenraum für die Nacht. Die Klimatisierung kann den Innenraum abhängig von Ladestand und Temperaturdifferenz bis zu 48 Stunden am Stück heizen oder kühlen.
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Die California-App wird um Funktionen für elektrische Reisen erweitert. Bei der Reiseplanung zeigt sie passende Ladestationen entlang der Route an, sodass notwendige Ladehalte vorab eingeplant werden können. Über die VW-App unterstützt der ID. California Cruise Plug & Charge, wodurch der Ladevorgang an kompatiblen Säulen nach dem Einstecken des Kabels ohne separate Authentifizierung startet.
Mit Vehicle-to-Load (V2L) kann der ID. California Cruise elektrische Geräte über die Hochvolt-Batterie versorgen. Die Funktion stellt bis zu 2000 Watt Dauerleistung und 3,6 kW Peak-Leistung bereit und kann unter anderem Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Kochfelder, Kühlboxen sowie Ladegeräte für E-Bikes und E-Scooter betreiben.
Als Basis für den ID. California Cruise dient der ID. Buzz Pro mit kurzem oder langem Radstand. Neben V2L gehören zur erweiterten Serienausstattung das „Interieur Style Paket“, das „Komfortpaket“ und der „PowerSocket“-Entladeadapter. Zu den Erkennungsmerkmalen gehören Sitzbezüge im Design „Miwo“ mit California-Schriftzug, ein California-Schriftzug am Heck und eine spezielle „Cruise“-Beklebung an den Fahrzeugseiten.
Technische Daten zum ID. California Cruise nennt der Hersteller noch nicht. Das zugrunde liegende Modell ID. Buzz Pro bietet 210 kW (286 PS) Leistung und eine Batteriekapazität von 79 oder 86 kWh für 458 bis 496 WLTP-Kilometer pro Ladung. Der ID. California Cruise soll für VW Nutzfahrzeuge der Beginn einer neuen vollelektrischen California-Familie sein. Diese möchte man schrittweise ausbauen und bis 2028 um weitere vollelektrische California-Modelle ergänzen.















Die Wahrheit meint
Jetzt versucht VW den ID.Buzz irgendwie noch an den Mann zu bringen.
Die Verkaufszahlen blieben ja weit hinter den Erwartungen. In den USA wurde der Verkauf sogar ganz eingestellt. Warum? Zu teuer, zu unpraktisch, keine Kundennachfrage und viel zu hoher Verbrauch bei kleiner Batterie.
Mit der dürftigen Campingausstattung und immer noch zu hohen Preisen wird der IB.Buzz nur ein Nischenprodukt bleiben.
Jörg2 meint
DAS ist kein Campingbus.
David meint
Das zeigt nur die immer weiter steigende Popularität des ID.Buzz. Ein Fahrzeug, dass die Tesla Gemeinde triggert, weil sich dort der Umsatz immer weiter einfeinert, indem 85 % der Kunden den kleinen Akku bestellen. Wenn sie überhaupt noch bestellen. Bei VW dagegen nimmt man für dieselbe Plattform hier einfach mal das Doppelte und die Kunden schlagen trotzdem zu. Besonders übrigens in Nordeuropa. Weil das Auto einfach perfekt ausschaut und seine Rezeption bei Dritten ist durchgehend positiv. Zudem hat es Platz ohne Ende, und wie man sieht, gelingt eine Übernachtung mühelos.
Was man hier abbildet, ist im Wesentlichen das Gute-Nacht-Paket, das bereits bestellbar ist. Ich denke, da wird man später noch tiefer einsteigen, bis es das Auto auf dem Markt gibt. Eine kleine Küche wird man sicher ergänzen. Ebenso vermutlich ein Aufstelldach.
Angst, dass durch solche Umbauten das Fahrzeug zu teuer wird, muss VW nicht haben. Das sind gute Kunden und VW kennt diese Kunden. In einem Podcast sprach ein früherer VW Entwickler über die Camping-Varianten beim T3. Der Wagen war damals schon sehr teuer, und mit den Campingausstattungen wurde er noch viel teurer. Es stellte sie sich aber schnell heraus, dass der Preis überhaupt kein Thema war und man erweiterte die Sondermodelle schnell und wertete sie immer mehr auf.
hu.ms meint
Zu wenig grundfläche hinter den vordersitzen und vor allem keine (klappbare) stehhöhe, was bei schlechtwetter sehr wichtig ist.
Steffen meint
Ich bin per Rad mit Zelt unterwegs im Urlaub, da gibt es auch keine Stehhöhe. Nächstes Jahr geht’s trotzdem wieder los. 😉
Michael meint
Keine PV-Module, kein Induktionskochfeld, kein Warmwasser. Und den „California Modus“ haben viele andere schon serienmäßig. VW hat noch nichts gelernt.
Rob meint
Ne Klappmatratze und Campingstühle? Ziemlich dürftig und wirkt auf mich eher wie mit der heissen Nadel gestrickt, vor allem im Vergleich zum „echten“ California.
Da dürften die meisten sich dann doch weiter bei Drittanbietern umschauen, vor allem da man sich so auch einfach einen ID.Buzz nach Wahl kaufen kann und auf kein spezielles „Sondermodell“ von VW angewiesen ist.