Der chinesische Automobilhersteller Chery präsentiert zwei Neuheiten seiner Marke Omoda. Neben dem neuen Kompakt-Crossover Omoda 4 feiert der überarbeitete Omoda 5 seine Europapremiere. Beide Fahrzeuge werden zunächst als Vollhybrid gezeigt, sollen ab nächstem Jahr aber auch mit rein elektrischem Antrieb auf europäischen Märkten angeboten werden.
Der neue Omoda 4 misst 4,42 Meter in der Länge und besitzt einen Radstand von 2,70 Metern. Das auf der Mehrenergieplattform T1X basierende Modell erhält eine kantige Karosseriegestaltung mit schmalen Leuchteinheiten und markanten Konturen. Im Innenraum befinden sich ein digitales 8,8-Zoll-Instrumentendisplay und ein vertikal angeordneter 13,2-Zoll-Touchscreen. Zur angekündigten Ausstattung gehören zudem Sprachsteuerung, Fahrerassistenzsysteme und Funktionen zum automatisierten Einparken.
Für den Omoda 4 ist ein Vollhybridantrieb mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner und einem Elektromotor vorgesehen. Der Verbrennungsmotor leistet 105 kW (143 PS), während die elektrische Antriebseinheit auf 150 kW (204 PS) kommt. Die kombinierte Systemleistung beträgt 165 kW (224 PS), die Batterie besitzt eine Kapazität von 1,8 kWh. Der Verbrauch liegt nach vorläufigen Angaben bei 5,2 l/100 km, was CO₂-Emissionen von 118 g/km entspricht.
Alternativ ist eine vollelektrische Variante des Omoda 4 mit 160 kW (218 PS), einer 67-kWh-LFP-Batterie und einer vorläufig angegebenen WLTP-Reichweite von bis zu 465 Kilometern geplant. Die maximale DC-Ladeleistung beträgt 120 kW, womit sich die Batterie in 22 Minuten von 30 auf 80 Prozent aufladen lassen soll. Von 0 auf 100 km/h geht es in 7,9 Sekunden und weiter bis Tempo 172.
Der überarbeitete Omoda 5 wächst laut Hersteller um 10 Zentimeter auf 4,53 Meter Länge und erhält eine neu gestaltete Frontpartie mit schmaleren Scheinwerfern sowie eine veränderte Heckbeleuchtung. Im Innenraum ersetzen ein überarbeitetes Armaturenbrett und ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay die bisherige Cockpitgestaltung. Hinzu kommen unter anderem eine 540-Grad-Kameraansicht, zusätzliche Komfortfunktionen und erweiterte Parkassistenzsysteme.
Wie der kleinere Omoda 4 wird auch das Facelift des Omoda 5 mit dem 165 kW (224 PS) starken Vollhybridsystem angeboten. Er beschleunigt damit in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 175 km/h. Der Verbrauch liegt nach vorläufigen Angaben bei 5,2 l/100 km, was CO₂-Emissionen von 118 g/km entspricht.
Für den vollelektrischen Omoda 5 nennt ein Importeur vorläufig zwei Batteriegrößen von 50,6 und 60,9 kWh. Die elektrische Antriebseinheit leistet laut dem Hersteller 155 kW (211 PS), die WLTP-Reichweite wird mit bis zu 430 Kilometern angegeben. Mit der größeren Batterie soll eine maximale DC-Ladeleistung von 130 kW möglich sein, um den Ladestand innerhalb von rund 28 Minuten von 30 auf 80 Prozent zu erhöhen. Der homologierte Verbrauch beträgt 15,9 kWh/100 km. Bei den Fahrleistungen beschleunigt der elektrische Omoda 5 in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 171 km/h.
Beide neuen Modelle verfügen laut Hersteller über Frontantrieb und sollen mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten werden. Die Markteinführung in Europa ist ab dem ersten Halbjahr 2027 vorgesehen. In Deutschland bietet Omoda den bisherigen Omoda 5 HEV derzeit ab 28.900 Euro und die Elektroversion ab 36.900 Euro an. Verbindliche deutsche Preise und konkrete Marktstarttermine für den Omoda 4 und das Facelift des Omoda 5 wurden bislang nicht veröffentlicht.










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