Der chinesische Batterie-Riese CATL plant einen weiteren Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Europa. Europachef Matt Shen erklärte gegenüber Analysten von fDi Intelligence, dass das Unternehmen zusätzliche „Gigafabriken“ errichten wolle. Die bisherigen Kapazitäten reichen nach seiner Einschätzung nicht aus, um dem strukturellen Wachstum des europäischen Marktes gerecht zu werden.
CATL verfügt derzeit über eine Gigafabrik mit 14 Gigawattstunden (GWh) Kapazität in Deutschland sowie über eine Anlage mit 100 GWh in Ungarn, deren Produktion hochgefahren wird. Hinzu kommt eine Fabrik mit 50 GWh in Spanien, die gemeinsam mit Stellantis entwickelt wird.
„Das reicht nicht aus“, glaubt Shen und verweist dabei auf das strukturelle Wachstum des europäischen Marktes sowie auf die drei Wellen der Elektrifizierung, die er prognostiziert: Elektro-Pkw als erste Welle, Batteriespeicher als zweite Welle und Nutzfahrzeuge als dritte Welle.
Konkrete Standorte für zusätzliche Fabriken nannte Shen nicht, betonte jedoch die Bedeutung der Kundennähe sowie des Zugangs zu Logistik- und Energieinfrastruktur. Als größte Schwierigkeit bezeichnete er den Personalmangel, da es in der europäischen Batterieindustrie an qualifizierten Fachkräften und Ingenieuren fehle. Diese müssten zunächst ausgebildet werden, was Zeit beanspruche.


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