Ford hat für den vollelektrischen Puma Gen-E eine eigene akustische Signatur entwickelt, deren Inspiration aus einem Freizeitpark stammt. Geräusche einer Achterbahn bilden die Grundlage für den charakteristischen Klang des Elektrofahrzeugs, erklären die Entwickler. Die Klanggestaltung soll vertraute Fahrzeuggeräusche mit „aufregenden“ und futuristischen Elementen verbinden.
Seit Juli 2021 müssen alle neuen Elektrofahrzeuge in Europa mit einem Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) ausgestattet sein. Dieses System erzeugt bei niedrigen Geschwindigkeiten akustische Warnsignale zum Schutz von Fußgängern. Ford nutzt diese gesetzliche Vorgabe als Ausgangspunkt, um dem Puma Gen-E zusätzlich einen eigenständigen akustischen Charakter zu verleihen.
Die Idee für den ungewöhnlichen Sound entstand laut dem Unternehmen nach einer Anregung von Dieter Leffers, Chief Engineer for Product Development bei Ford in Europa. Daraufhin besuchte Soundingenieur Christian Störig während eines Familienausflugs einen Freizeitpark und zeichnete verschiedene Geräusche einer Achterbahn auf. Dazu gehörten das Pfeifen des Elektromotors beim Anstieg, das Zischen und Klicken pneumatischer Bremsen sowie tiefe elektromagnetische Impulse beim Einrasten der Räder auf der Schiene.
Im Ford-Soundlabor verarbeitete Störig die Aufnahmen gemeinsam mit Musikern und Experten aus der Soundproduktion. Das Team kombinierte die Achterbahngeräusche mit traditionellen Klangwelten von Verbrennungsmotoren und experimentierte mit futuristischen Sounds, die an Science-Fiction-Filme wie „Blade Runner“ erinnern. Zusätzlich flossen Erkenntnisse aus Fokusgruppen in die Entwicklung ein. Ziel war den Angaben zufolge eine ausgewogene Mischung aus vertrauten Fahrzeugklängen und aufregenden akustischen Elementen.
Nach der Entwicklung im Soundlabor wurde die neue Klangsignatur in den Noise, Vibration and Harshness Labs sowie im Simulatorlabor überprüft. Audio-Mixe durchliefen unter unterschiedlichen Bedingungen einen Prüf- und Optimierungsprozess, der teilweise am Ford-Standort Köln-Merkenich stattfand. Das Ergebnis soll dem Puma Gen-E einen eigenen Charakter geben, wichtige akustische Rückmeldungen liefern und das Fahrerlebnis prägen.
Mit dem Puma Gen-E betrachtet Ford die Entwicklung charakteristischer Fahrzeugklänge noch nicht als abgeschlossen. Die entstandenen Soundelemente sollen weiterentwickelt und für die gesamte Modellpalette perfektioniert werden. Christian Störig verfolgt darüber hinaus das Ziel, einen unverwechselbaren Ford-Rallye-Sound für neue, vom Rallyesport inspirierte Pkw zu entwickeln, den Kunden unmittelbar wiedererkennen.

F. K. Fast meint
Beim Puma Gen-e hätte ich wichtiger gefunden:
– einen realistischeren Listenpreis (also >5k weniger)
– einen Blinker, den man auch bei getretener Bremse noch gut sehen kann
– vernünftige Klimabedienelemente
– ACC als Einzeloption statt teurem Paket
– warum kosten eigentlich GJR 400 EUR *Auf*preis – bekommt man die zusätzlich zu den vorhandenen SR? Könnte man nicht langsam mal beginnen GJR als Standard auszuliefern und SR/WR als Option?