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Bentley entwickelt „orchestrale“ Klangkulisse für Elektro-SUV Torcal

21.07.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Bentley-Torcal-Sound

Bild: Bentley

Bentley treibt den Marktstart des Torcal als sein erstes Elektroauto voran. Anstatt die Stille des Stromantriebs durch synthetische Motorengeräusche oder die Verstärkung von E-Motoren-Klängen zu füllen, setzt das Edel-SUV auf eine „orchestrale“ Klangkulisse. Dazu werden Aufnahmen echter Instrumente genutzt, die durch die Eingaben des Fahrers geformt werden.

Die Inspiration für diesen Sound stammt den Angaben nach aus der Historie des Herstellers, von den aufgeladenen Motoren der 1930er-Jahre bis hin zum W12. Bentley analysierte in einem Studio die akustischen Merkmale eines V8-Motors und stellte fest, dass der Rhythmus entscheidend für die emotionale Wirkung war. Der Vergleich mit einem Schlagzeuger zeigte laut dem Unternehmen Ähnlichkeiten in Energie und Kadenz auf.

Das Ergebnis ist die sogenannte „Bentley Dynamic Symphony“. Diese Komposition nutzt primär Schlagzeug, um das Pochen eines V8 zu imitieren, ergänzt durch Bratsche und Bassgitarre. Das Klangbild soll nicht einen Motor exakt replizieren, sondern ähnliche Gefühle hervorrufen. Die Musik wird auf Fahrerinteraktionen reagieren, wobei sich das Tempo bei Beschleunigung erhöhen kann.

Der Torcal befindet sich in der finalen Testphase und soll im September in London vorgestellt werden. Er basiert nach Informationen von Autocar auf einer Interpretation des 2025 präsentierten Elektro-Konzepts EXP 15. Der Name des neuen SUVs leitet sich von El Torcal de Antequera ab, einer Kalksteinlandschaft in Andalusien, Spanien. Zudem spielt die Namensgebung auf das lateinische Verb „torquere“ an, welches die Grundlage für den Begriff Drehmoment bildet. Bei Elektroautos steht das Drehmoment im Gegensatz zu Verbrennern bereits ab dem Start nahezu vollständig zur Verfügung.

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Mit einer Länge von fünf Metern wird der Torcal unter dem je nach Version rund 5,1 bis 5,3 Meter langen Verbrenner Bentayga im Modellprogramm angesiedelt. Er soll das bestehende SUV nicht ersetzen, der auch als Plug-in-Hybrid gebaute Bentayga soll eine neue Generation erhalten.

Technisch soll der elektrische Torcal eng mit dem Cayenne Electric der Volkswagen-Konzernschwester Porsche verwandt sein und die Premium Platform Electric (PPE) nutzen. Die Batterie hat laut Autocar eine Kapazität von 113 kWh und unterstützt Ladevorgänge mit bis zu 390 kW Leistung. Bentley stellt eine Reichweite von um die 480 bis 560 Kilometern in Aussicht. Serienmäßig sollen zwei E-Motoren und damit Allradantrieb geboten werden.

Im Innenraum soll der Torcal den gleichen geschwungenen zentralen Touchscreen wie der neue elektrische Porsche Cayenne haben – im Hochformat und in zwei Bereiche unterteilt: oben das Infotainment-System und darunter die Klimaregelung. „Wir stellen fest, insbesondere in unserem Marktsegment, dass die Leute von rein digitalen Bildschirmen etwas gelangweilt sind“, so Designdirektor Robin Page. Bentley wird daher möglicherweise keinen zweiten Touchscreen für den Beifahrer anbieten, wie es Porsche tut.

Der Torcal wird voraussichtlich um die 200.000 Euro kosten. Die Markteinführung der neuen Baureihe wurde aufgrund einer schwachen Nachfrage nach elektrischen Luxusautos verschoben. Bentley hat zudem den Plan, bis 2030 eine reine Elektroauto-Marke zu werden, verworfen. Stattdessen wird das Unternehmen bis 2035 jährlich ein neues Plug-in-Hybrid- oder reines Elektromodell einführen.

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Via: Autocar
Tags: Bentley Torcal, Geräusche & SoundUnternehmen: Bentley
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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