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Elektroauto Opel Ampera vor dem Aus?

22.07.2014 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

2012 wurde der Opel Ampera noch zum „European Car Of The Year“ gewählt, nun soll das einst als technische Innovation gefeierte Elektroauto aufgrund enttäuschender Verkaufszahlen vor dem Aus stehen: 2013 wurden nur 3184 Einheiten des Ampera abgesetzt – ein Rückgang um 40 Prozent.

Während das bis auf die Optik baugleiche Schwestermodell des Ampera, der Chevy Volt, im selben Zeitraum mehr als 23.000 Mal verkauft werden konnte und kürzlich noch einmal überarbeitet wurde, soll der auf den europäischen Markt ausgerichtete Ampera Automotive News Europe zufolge bald eingestellt werden.

So konnten selbst auf dem deutschen Heimatmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur 46 Ampera verkauft werden. Zum Vergleich: Ferrari setzte im selben Zeitraum fast doppelt so viele F12 ab – ein fast 270.000 Euro teurer Luxussportwagen.

Opel wollte sich auf Nachfrage nicht zu den zukünftigen Plänen für den Ampera äußern, im Frühjahr 2013 machte der damalige Opel-Chef Steve Girsky jedoch bereits seine Enttäuschung über das mangelnde Interesse am Ampera in Europa öffentlich:

„Alle europäischen Regierungen haben gesagt, ‚Wir wollen Elektroautos, wir wollen Elektroautos‘. Wir kommen mit einem auf den Markt und wo sind dann plötzlich alle?“

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Via: Automotive News Europe
Tags: Opel AmperaUnternehmen: General Motors, Opel
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Tesla Fan meint

    22.07.2014 um 23:10

    Ich glaube, es liegt an der Marke „Opel“, die in den letzten Jahren ziemlich geschunden wurde und eigentlich nichts mehr vom einstigen Glanz eines Kapitän, Diplomat oder … Manta ;) hat und am eher amerikanischen Design.
    Schade um ein eigentlich gutes, wenn auch technisch ziemlich aufwändiges Konzept.

    • Redaktion meint

      23.07.2014 um 08:14

      Der Ampera kam etwas zu früh und – man muss es leider so sagen – als Opel. Eine Marke mit jugendlicherem Image hätte möglicherweise mehr Erfolg mit so einem Auto gehabt.

      Schade.

      VG
      TL | ecomento.de

  2. Fred meint

    22.07.2014 um 21:28

    Ein Freund arbeitet dort und sagte das sie pro Auto 10.000€ Verlust machen…

    • Redaktion meint

      23.07.2014 um 08:12

      10.000 Euro? Wahnsinn – dann ist klar, warum man den Ampera einstellen will…

      Vielleicht sollte man als Ersatz den Chevy Volt auch hier in Europa anbieten, allerdings wird dieser sich wohl nicht viel besser als der Ampera verkaufen.

      VG
      TL | ecomento.de

      • tesla Fan meint

        24.07.2014 um 00:08

        Die Preise vom Ampera wurden doch vor Kurzem erst deutlich gesenkt, anfangs wurde irgendwas um 45000€ aufgerufen.

        Der Chevy Volt ist technisch identisch zum Opel Ampera, das würde an dem Dilemma nichts ändern. (Und Chevrolet kennt hier gleich gar niemand)

        Wenn man einen i3 mit Rex ab 40000€ kaufen kann wird sich Opel auch mit 35000 € sehr schwer tun, egal wie gut oder schlecht das Konzept ist.

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