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ZDK-Präsident nennt Umwelthilfe „grün angestrichenen Abmahnverein“

23.06.2017 in Autoindustrie, Umwelt von Thomas Langenbucher | 17 Kommentare

DUH-Deutsche-Umwelthilfe-Abmahnverein

Bild: DUH

Für Manche ist die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine Art Robin Hood, die sich für bessere Luft in den Städten einsetzt und dies wenn nötig auch per Gerichtsurteil einfordert. Für andere ist sie ein „grün angestrichener Abmahnverein“. So nannte Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den Umweltverband.

Karpinski sagte, die Umwelthilfe sei „von den Bedürfnissen arbeitender Menschen genauso weit weg wie von der Arbeit für den Umweltschutz“. Wer den Klimaschutz ernst nehme, dürfe den Diesel nicht verdammen, so der ZDK-Präsident, der in seiner Kritik eines zu vergessen scheint: In den Klagen der DUH geht es zwar auch um Klimaschutz und somit den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge.

Hauptkritikpunkt in den Klagen allerdings sind die drastisch zu hohen Stickoxidemissionen vieler Dieselfahrzeuge, die dazu führen, dass in fast jeder größeren deutschen Stadt die von der EU vorgeschriebenen Grenzwerte regelmäßig überschritten werden.

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Via: Automobilwoche
Tags: DUH, Emissionen, Recht

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jensen meint

    24.06.2017 um 09:58

    „Wer den Klimaschutz ernst nehme, dürfe den Diesel nicht verdammen, so der ZDK-Präsident“:
    Da hat er Recht, der Präsident. Er unterschlägt den nicht minder schädlichen Benzinmotor !!!
    Ganz nebenbei wird immer so getan, als es (nur) um den Klimaschutz gehen würde.
    Es geht um den Eigenschutz !!! Das Klima kommt bestens ohne uns klar – wir aber nicht mit dem, was wir dem Klima antun !
    Die DUH leistet eine wichtige Arbeit – die ja eigentlich die Aufgabe des Staates ist !

  2. onesecond meint

    24.06.2017 um 00:55

    Vielen Dank an die DUH fuer Ihre grossartige Arbeit! Der grossen Koalition ebenso wie schwarz gelb und den Autokonzernen war es ja vollkommen egal, wenn Menschen wegen der Abgasbetruegereien sterben.

  3. Peter W meint

    23.06.2017 um 14:39

    Ein gutes Zeichen, denn getroffene Hunde bellen.

    Weiter so, DUH.

  4. Moco meint

    23.06.2017 um 11:26

    Schön wie Herr Karpinski die mediale Aufmerksamkeit auf die Giftgas-Diesel lenkt.

    Da passt es das die DUH gerade bei einem Audi A8 Diesel mit Euro 6 Zulassung einen NOx Durchschnittswert von 1422 mg/km ermittelt hat. Erlaubt sind max. 80 mg/km.

    Danke an die DUH für ihren Einsatz „für die Menschen und den Umweltschutz“ gleichermaßen, gegen die Widerstände aus Politik und Wirtschaft.

    • Emka meint

      23.06.2017 um 12:21

      Unglaublich…… Hier ist der Link dazu:
      http://www.duh.de/pressemitteilung/der-schmutzigste-diesel-ist-ein-audi-a8-der-abgasstufe-euro-6-deutsche-umwelthilfe-misst-bei-strasse/

      Wenn man das jetzt noch mit diesem Artikel abgleicht, dann braucht man nicht mehr viel dazu sagen…

      http://taz.de/U-Ausschuss-zum-VW-Skandal/!5424235/

      • Moco meint

        23.06.2017 um 14:17

        Die Abgasaffäre ist noch nicht beendet, wir sehen bisher nur die Spitze des Eisbergs. Es bedarf noch großer Anstrengung diesen kriminellen Sumpf auszutrocknen.

        Genauso wie die Diesel sind auch viele Benziner mit „Schummelsoftware“ ausgerüstet, wie es VW ja bereits bei seinen 1.4 und 1.0 TSI-Motoren zugeben musste. Auch BMW hat beim 1er manipuliert wie die DUH aufgedeckt hat.

        Davon abgesehen liegt laut ADAC der Partikelausstoß (Feinstaub) bei Benzin-Autos mit Direkteinspritz-Technik – rund 90 Prozent der neuen Benzinfahrzeuge – im Durchschnitt fast um das Fünffache über dem ab September 2017 gültigen Grenzwert. Bis dahin ist es wegen einer Gesetzeslücke erlaubt, dass Benziner zehnmal so viele Partikel wie Dieselmotoren ausstoßen dürfen.

        Das Verbrenner-Auto hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht und wird aussterben. Wer weiter dieses „tote Pferd reiten“ möchte muss damit rechnen nicht weit zu kommen. Meinetwegen maximal bis zum Ortsschild der nächsten Stadt.

    • Paul W. meint

      23.06.2017 um 13:13

      Tja, nur knapp vor dem Renault Captur 1.5 dCi 110 mit 1300mg/km

      *lol*

  5. Link meint

    23.06.2017 um 09:43

    Link nennt ZDK-Präsidenten „schwarz angestrichenen Diesel-Lobbyist“.

    Tja, anstelle die deutschen Autobauer ordentlich an die Kandare zu nehmen, um die deutschen Hersteller vor sich selbst zu schützen, wird immer noch eifrig gepampert und gepudert. Ich würde zum Pudern eher den Klammerbeutel nutzen.

    Solang hierzulande so reflektiv gegen Veränderungen beim Auto vorgegangen und Mauern gebaut werden, baut man woanders Windmühlen und nutzt den Wind der Veränderung.

  6. Gunarr meint

    23.06.2017 um 08:37

    Ich hatte die DUH mal angeschrieben und gefragt, worauf ich denn achten muss, wenn ich mir einen gebrauchten Benziner kaufe, wenn ich den Schadstoffausstoß in der Realität gering halten möchte. Habe nie eine Antwort erhalten :(
    Ich schlage daher vor, dass sie sich umbenennen in Deutsche Umwelt Mahner.

    • Fritz! meint

      23.06.2017 um 22:34

      Toyota Prius (oder anderen Hybrid von Toyota) kaufen. Durch die großvolumigen Motoren nach Atkinson-Prinzip (nix Direkteinspritzer, nix Turbo) liegt der Schadstoffausstoß bei DEUTLICH unter den 80 mgr/km im Fahrbetrieb gemessen.

      Wenn Sie was ganz gutes machen wollen und noch kein echtes E-Auto kaufen wollen/können, dann den (seltenen) PlugIn Prius III oder, wenn Sie „zu viel Geld haben“, den Prius 4 Prime (den aktuellen PlugIn Hybriden, gerade rausgekommen).

  7. Rene meint

    23.06.2017 um 08:16

    Interessantes Foto.
    Müssen in Zukunft alle Diesel mit so einem Gestell hinten herumfahren, damit sie als sauber gelten können?

    • Nik meint

      23.06.2017 um 08:27

      Hallo Rene,
      ganz klar JA,
      Dadurch werden die Stickoxid Emissionen auf 50% des zulässigen Ausstoßes begrenzt und man erhält dadurch die blaue Umweltplackette mit grünem Rand.
      Mit der braucht man auch keine Fahrverbote befürchten.
      Wer das nicht mag kauft sich besser gleich ein E-Auto.

    • Thrawn meint

      23.06.2017 um 09:07

      Ich glaube eher, das ist der Prototyp eines Flux-Kompensators, mit dem VW/Audi jemanden in der Zeit zurückschicken möchte um den Abgasskandal zu verhindern, damit man dann in der parallelen Gegenwart den gutgläubigen Autokäufern wieder Stinkediesel andrehen kann.

    • Paul W. meint

      23.06.2017 um 11:48

      Das ist ein PEMS (Portable Emission Measurement System) zur Messung des RDE (Real Driving Emissions)

  8. lo meint

    23.06.2017 um 08:14

    Interessenvertreter (oder NGOs )müssen sich mit „extremen“ oder „radikalen“ Ansichten Gehör verschaffen. (Und das ist auch gut so.)
    Beispiel:
    Ich fordere die Abschaltung alle AKWs weltweit noch heute Vormittag.
    Und die Andere Seite sagt: „Geht nicht, frühestens in 5 Jahren…“

    Hätte ich gefordert, die AKWs in 5 Jahren Abzuschalten hätte die Andere Seite gesagt: „Geht nicht, erst in 20 Jahren.“

    (Übertreibung als didaktisches Mittel)

  9. Schnuppi meint

    23.06.2017 um 07:59

    Selbst wenn es so ist, finde ich es wichtig, daß es eine Institution gibt, die den Finger in die Wunde legt. Bitte auch weiterhin schön feste reindrücken!

  10. JoSa meint

    23.06.2017 um 07:53

    :))
    Grün find ich gut.
    Diesel hat irgendwas von schwarz bzw. dreckig.

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