Lucid Motors will im nächsten Jahr mit der Limousine Air sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen. Ende 2018 gab das US-Startup bekannt, dass der saudi-arabische Staatsfonds PIF eine Milliarde Dollar in das Unternehmen investiert. Die Finanzspritze soll neben der Einführung des Air weitere Modelle ermöglichen.
Wie die US-Website TheVerge berichtet, hat Lucid Motors bereits mit der Arbeit an einem SUV begonnen. Technikchef Peter Rawlinson erklärte auf Anfrage, dass die Präsentation eines solchen Fahrzeugs noch in diesem Jahr „gut möglich“ sei. „Wir haben Pläne für zukünftige Modelle, die wir hoffentlich gegen Ende des Jahres darlegen können“, so der ehemalige Tesla-Ingenieur.
Die Plattform des Air ist Lucid Motors zufolge „bestens geeignet“ für weitere Elektroauto-Baureihen, das wolle man nutzen. Laut dem Bericht von TheVerge ist bereits seit 2016 ein großes SUV angedacht. Die Entscheidung, die Entwicklung voranzutreiben, sei maßgeblich auf die Unterstützung von PIF zurückzuführen.

Der saudi-arabische Staatsfonds wollte zwischenzeitlich im großen Stil auf Branchenprimus Tesla setzen, die Pläne haben sich aber zerschlagen – davon profitiert nun Lucid Motors. Die Beteiligung muss noch von US-Behörden genehmigt werden, das wird Rawlinson nach „in sehr naher Zukunft“ der Fall sein. Bis es soweit ist, sei Lucid Motors finanziell solide aufgestellt und könne mit seinen Plänen fortfahren.
Im letzten Jahr war lange unklar, ob sich Lucid Motors frische Mittel sichern kann. Das Startup habe die Wartezeit dazu genutzt, die entwickelte Technik durch weitere Computersimulationen zu verfeinern, sagte Rawlinson. Er stellte in Aussicht, dass insbesondere die eingesetzten Elektromotoren und deren Zusammenspiel mit dem Antriebssystem sowie der Batterie einen „echten Durchbruch“ darstellen.
Sobald das Geld des neuen Investors bei Lucid Motors eintrifft, soll die Produktion des Air in die Wege geleitet werden. Bis Ende des Jahres ist zudem ein erstes kleines Händler- und Service-Netz in den USA geplant. Den Air und weitere Modelle soll es später auch in Europa und China zu kaufen geben. Weitere Finanzierungsrunden sind dafür laut Rawlinson nicht nötig – das zum Start deutlich über 100.000 Euro teure Premierenmodell werde für genügend Umsätze sorgen.
Michael S. meint
Schon erstaunlich, wie es einfach niemanden hier interessiert. xD
alupo meint
Warum sollte es viele interessieren?
Außer Ankündigungen gibt es doch nichts. Sieht man auch an den fehlenden Zahlen im Text (außer Jahreszahlen ;-)).
Zudem ist die Kaufreichweite solch teurer Autos sehr begrenzt, d.h. die Welt braucht sie m.M.n. nicht wirklich.
Das gilt m.M.n. auch für Teslas Modelle S und X, aber die waren vor dem Model 3 eben alternativlos was Reichweite und Ladenetz betrifft. Das ist augenblicklich noch der Fall, ändert sich glücklicherweise aber immer schneller. Insofern waren sie für die heutige Situation notwendig, aber in Zukunft sind sie es nicht mehr.
Diejenigen, die in dieser Preisklasse in der Vergangenheit verkauft wurden haben alle ihre Pflicht als fahrbares „was geht heute schon technisch“ Anschauungsobjekt erfüllt, aber jetzt müssen Massenautos kommen mit dem Model 3 als oberes Preisende. Da ist mir doch jeder Sion, jeder eSmart, jeder etron, jede Zoe, jeder Leaf, jeder Twizzy etc. tausendmal lieber als ein Lucidcar.