Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagte im Interview mit dem Weser-Kurier, dass sich die Autobranche „in den kommenden fünf Jahren stärker verändern“ werde „als in den 50 Jahren davor“. Um der Mobilitätswende gerecht zu werden, bringt Opel 2017 den Ampera-e auf den Markt. Mit diesem neuen Elektroauto wollen die Rüsselsheimer Neumann zufolge „die Nachteile der Technologie – den hohen Preis und die geringe Reichweite – ad acta legen“.
Neumann ist „zuversichtlich, dass wir mit dem Ampera-e eine echte Alternative zum Verbrennungsmotor liefern“. Um die 320 Kilometer weit soll der Wagen, der im Oktober auf dem Pariser Autosalon Premiere feiert, mit einer Batterieladung kommen, einen Preis hat Opel noch nicht genannt. Von außen sei das Elektroauto „zwar kleiner als ein Astra, aber von innen größer“ und biete „damit einen großen Nutzwert“. Mit dem Ampera-e „machen wir die Technologie massentauglich“, ist sich der Opel-Chef sicher.
https://youtu.be/cmMdy1TYpsE
Jürgen Kohl meint
320 km nach Lügenzyklus NEFZ, das sind 200 km realistisch. Das wird nix!
Markus Haselböck meint
Irrtum. Die 320 km sind nur die Umrechnung der 200 Meilen (*1,6) nach dem sehr realistischen, amerikanischen EPA-Zyklus. Morgen werden die genauen Zahlen sowohl für den Chevy Bolt, als auch für den Opel Ampera-e veröffentlicht. Es werden sicher wesentlich mehr als 200 Meilen, sonst würden Sie das nicht so großmaulig ankündigen: https://www.facebook.com/chevroletvolt/
Und wenn man jetzt von (zumindest) 210 Meilen ausgeht, das ganze noch mal 1,6 multipliziert und 50% für den idiotischen NEFZ-Zyklus draufpackt, kommen mehr als 500 km raus ;D Und das klingt doch schon besser als 320 km nach NEFZ. Realistisch werden wohl ungefähr 350 km sein. Auf Autobahnen oder im Winter/Sommer natürlich etwas weniger.
Hans-Peter meint
@Stefan
Ein Bäcker mit nur einer Filale hat nie die Absicht einen Massenmarkt zu bedienen. Der Bolt/Ampera ist auf 30 bis max. 80.000 Stück pro Jahr konzeptiert. Daran wird sich auch die nächsten Jahre nichts verändern. Fabriken passt man nicht innerhalb von wenigen Monaten an, eher im Bereich von 5 Jahren!
Hans-Peter meint
Wenn man sich die Ampera E homepage anschaut, sieht das, kurz nach dem Pariser Autosalon, nicht so aus, als ob da ein Massenmarkt auch nur im Ansatz angedacht ist. Die site steht so seit Monaten schon im Raum rum.
e-driver meint
Der kleine Van mit brauchbaren Platzverhältnissen wird wohl ziemlich viele Kundenwünsche abdecken. Leistbar soll er auch sein. Das Nachladen ist dank guter Reichweite nicht mehr tägliche Pflicht. Ich wünsche Opel, dass der nächste Ampera zum Hit wird. Verdient hätte es sich der Elektroautopionier auf jeden Fall. Und wir können uns auf eine Zeit ohne Motorenlärm freuen.
Think meint
Massentauglichkeit läßt sich vor allem über eine kundenfreundliche Preisgestaltung erreichen. Der erste Ampera war mit knapp 50k€ einfach viel zu teuer. Als Gebrauchtwagen ist er nun deutlich gefragter. Um relevante Marktanteile zu generieren, müßte schon von Anfang an ein „Kampfpreis“ her, der die Mitbewerber Nissan und BMW düpiert.
Hans-Peter meint
Die Stückzahlen vom Ampera E sind doch garnicht auf den Massenmarkt ausgelegt. Sicher ein schicker Wagen und wenn der Preis stimmt ein guter Deal, über für Opel liegt wenig daran, den Wagen in großer Stückzahl zu verkaufen.
eifel-astronaut meint
Woher haben sie die Daten zu den Stückzaheln?
Hans-Peter meint
Andere Foren bzw. Verlautbarungen aus Amerika.
eifel-astronaut meint
Könnten Sie mir da möglicherweise einen Link zukommen lassen, ich interessiere mich sehr für das Fahrzeug. Lese gerne alles was ich in die Finger bekommen kann! Es wäre wirklich sehr freundlich von Ihnen.
Hans-Peter meint
machen Sie es doch einfacher. eine EMail an Opel schicken und fragen wie hoch die geplante Auslastung veranschlagt ist.
oder Sie bestellen einfach in paar Wochen den Ampera. Besser Sie haben einen, als Ihr Nachbar.
Ich sprach auch von MASSENmarkt. Der VW Golf rollt hundertfach pro Stunde vom Band.
eifel-astronaut meint
Schade ich hatte gehofft Sie könnten mir Zahlen/Fakten geben.
Hans-Peter meint
ich speicher nicht alle links ab, die ich anklicke. ich lese extrem viel im INternet, teils Hintergrundwissen, okay ist auch viel Meinung dabei. vieles mit links zu US Seiten.
Markus Haselböck meint
Es wird immer wieder die Zahl 30.000 genannt. Unklar ist, ob das nur für den amerikanischen Markt gemeint ist, oder weltweit.
Allerdings heißt es immer, dass man die Produktion auf bis 80.000 Stück pro Jahr hochschrauben könnte, wenn der Bedarf besteht.
http://www.hybridcars.com/analyst-says-chevy-bolt-could-sell-between-30000-80000-units-in-2017/
Bin felsenfest davon überzeugt, dass bei einem wirklich leistbaren Preis auch 80.000 Stück zu wenig sein werden.
Hans-Peter meint
30 bid 50 tausend Stück wurden mal unter der Hand besprochen. für den weltweiten Markt. kann sich jeder selbst ausrechnen, was das bedeutet.
die ersten zwei Jahresproduktionen sind nichts weiter als Schaufenstermodelle.
Hans-Peter meint
egal wie oft man das Thema E-Auto dreht und wendet, es gibt keinen Weg an Tesla vorbei. Wenn ich mir heute einen Tesla 90 konfiguriere ist der Mitte November da. Nicht im Jahr 2025, sondern dieses Jahr, 2016.
Ob ich mir nochmal zweimal eine ZOE kaufe, ist bei einem Model 3 für 45.000 Euro eh fraglich. und niemand mit etwas brain kauft sich eine Oberklasse Limosine für 100.000 Euro um dann monatlich nochmal 500 Euro für Benzin/Diesel zu zahlen, wenn man einen Tesla 90 haben KÖNNTE. Ausser man hat erheblichen Abschreibungsdruck von der Buchhaltung her.
ALLE Hersteller nutzen das Thema E-Auto stiefmütterlich. Dazu liefern sie das Fahrzeug, aber nicht die dazu gehörige Infrastruktur (Supercharger). und wenn, dann sind die Ladesäulen von Primaten Dieseln blockiert, oder die Dinger liefern nur Strom von 8 bis 17 Uhr – mit 3 bis max. 11 kw. wirklich realitätsnah.
Wenn wir die nächsten zwei, max. 3 Jahre nichts von den Premium Heinis zum Thema E-Auto sehen werden, also richtig lieferbare Autos, dann wird da auch in 15 Jahren nichts passieren.
my 2 cents.
jens meint
Moment der amerikanische Markt hat aber nichts mit dem Opel zu tun oder? Wir reden dann über den Chevrolet?
Markus Haselböck meint
Nachdem der Opel Ampera-e auf dem Chevrolet Bolt aufbaut (ist praktisch baugleich) wird er auch (zuerst) nur in Amerika gebaut und die Stückzahlen für den Ampera-e sind deswegen vermutlich nur ein Teil der prognostizierten 30.000 bis 80.000 Stück, die pro Jahr in den USA gefertigt werden können.
Stefan meint
Vielen Dank für den Link.Auch ich hoffe sehr, dass GM hier Erfolg mit diesem Auto hat, es sich gut verläuft und vor allem, dass es auch lieferbar sein wird.
Wir immer bei allen Waren, steht und fällt die Verfügbarkeit mit der Nachfrage und der Produktions Menge.
Der Ampera E wird sicherlich ausführlich von der Fachpresse getestet.
Falls die Tests positiv ausfallen, werden bestimmt auch viele Bestellungen getätigt.
Bei diesem positiven Zenario müsste dann die Produktion in USA massiv ausgeweitet werden und/oder auch (wie bei Tesla) in Europa produziert werden.
Ansonsten wird das wie hier von manchen befürchtet nur ein Showcar.Wer möchte schon gerne ein Jahr auf sein neues Auto warten…