Auf dem Weg zum etablierten Automobilhersteller muss sich Elektroauto-Pionier Tesla auch mit erst später offensichtlich werdenden Technikproblemen auseinandersetzen. Auf dem Heimatmarkt droht seit Anfang des Jahres ein umfangreicher Rückruf wegen eines Mangels am Touchscreen-Bildschirm in der Mittelkonsole verschiedener Modellreihen. Nun prüft auch das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Zuverlässigkeit der Technik.
Das KBA hat laut einem Bericht der Bild am Sonntag ein Verfahren gegen Tesla eingeleitet. Die Behörde habe das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien aufgefordert, Informationen über mögliche Sicherheitsrisiken des Zentralbildschirms einzureichen. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hatte Tesla zuvor wegen dieses Themas zu einem Rückruf aufgefordert. Es geht um rund 158.000 ältere Exemplare der Premium-Limousine Model S und des großen SUV Model X aus den Baujahren 2012 bis 2018. Das Model 3 und Fahrzeuge jüngeren Produktionsdatums sind nicht betroffen, weil sie neue Technik nutzen.
Ein KBA-Sprecher bestätigte der Bild am Sonntag: „Das Kraftfahrt-Bundesamt ist über den Sachverhalt informiert, es steht mit der NHTSA im Kontakt und hat seinerseits die Prüfung eingeleitet. Das Ergebnis steht noch aus.“ Konkret geht es um Speicherplatz-Probleme bei Computerchips, die zu Ausfällen des Touchscreen-Bildschirms führen können. Über das Display werden diverse Fahrzeugfunktionen bedient, die NHTSA warnte etwa vor Beeinträchtigungen der Rückfahrkamera oder des Fahrassistenzprogramms.

Auf Anfrage der Bild am Sonntag wollte sich Tesla nicht zu dem Sachverhalt äußern. Auf der Internetseite des Unternehmens heißt es bezüglich des Touchscreen-Bildschirms: „Uns ist bekannt, dass diese Komponente aufgrund von Verschleiß versagen kann. In diesem Fall könnte dies zu einem leeren oder zeitweise leeren Touchscreen oder einer Warnung führen, die meldet, dass ein Speichergerät beeinträchtigt ist und der Service kontaktiert werden sollte.“ Tesla betont, dass die Problematik keinen Einfluss auf die Basisfunktionalität und Steuerbarkeit der Fahrzeuge habe und bislang keine damit zusammenhängenden Verletzungen oder Unfälle bekannt seien.
Seit Ende letzten Jahres gewährt Tesla für betroffene Modelle eine Garantieverlängerung auf acht Jahre oder 160.000 Kilometer, die anfallenden Reparaturkosten werden in diesem Rahmen erstattet. Besitzer älterer Fahrzeuge können zudem zum vergünstigten Preis von 1550 Euro inklusive Installation ein „Upgrade“ des Infotainment-Systems durchführen lassen. „Dieses Upgrade“, wirbt der Hersteller, „gewährt Ihnen Zugriff auf einige unserer populärsten Funktionen wie Videostreaming und eine erweiterte Tesla-Arcade (Spielesammlung). Gleichzeitig reagiert der Touchscreen schneller und akkurater auf Ihre Eingaben, was die Bedienungsfreundlichkeit erhöht.“
Priusfahrer meint
Tesla hatte in Amerika von Kunden schon ungefähr seit JUNI 2017 zahlreiche Beschwerden wegen eines „memory overflow“ -Fehlers des Monitors. Bei einigen Modellen wurde der
sogenannte Band-Connector (ein Verbindungsstecker zum Monitor getauscht). Aber in
Europa geschah nichts ähnliches.
https://forums.tesla.com/discussion/85064/mcu-memory-overflow-problem
Jörg2 meint
Ich finde es gut, dass das KBA das klärt und hätte mir gewünscht, dass TESLA da selbst aktiv wird. Bin gespannt, was rauskommt.
Nach meinem Wissensstand ist ein IT-Bauteil unterdimensioniert und wird innerhalb der angepeilten Lebenszeit des Autos wohl den Geist aufgeben. Da es sich eher nicht um ein Verschleißteil handelt, die Problematik bekannt und abstellbar ist, sollte sie (ohne den Nutzer zu sehr zu belasten) abgestellt werden.
Am Umgang mit solchen Problematiken kann man ablesen, wie eventuell mit zukünftigen Problemen umgegangen wird.
Aktuell gibt es von TESLA zum Problem eine Garantielösung, also ein Lösungsansatz, der den Ausfall vorraussetzt. Ich hätte mir eine Lösung VOR dem Ausfall (also zu einem besser planbaren individuellen Zeitpunkt) gewünscht.
Bei der weiterhin schnellen Entwicklung im Bereich BEV (und bei TESLA) wird ein jetziger BEV-Fahrer auch beim nächsten Kauf in das Fach „BEV“ greifen. Verärgerte TESLA-Fahrer dann vielleicht eher nicht in´s TESLA-Fach.
alupo meint
Diese elektronischen Speicherchips sind alle echte Verschleissteile, egal ob SSD, USB-Stick, Micro-SD Card oder dirser eMMC Chip.
Was falsch lief waren zwei Dinge: zum Einen wurde fürchterlich viel protokolliert und zwar Dinge, die bestenfalls für die Entwucklung interessant gewesen wären, m.E. aber nicht abgerufen wurden. Dirses Logging wurde letztes Jahr mit einem OTA-Update beseitigt. Was aber der Stick bis dato schon hat aushalten müssen ist eben schon passiert.
Zum Anderen waren die 8 GB wohl auch etwas knapp dimensioniert. Ggfs hat es auch mit dem Lieferanten zu tun und den gerateten Schreibzyklen.
Egal, die Platine wird kostenlos ausgetauscht. Stand heute gilt das für bis zu 8 Jahre und bis 160.000 km. In dieser Zeit- und Kilometerspanne bin ich mit meinem VW 4 mal wegen Motorschadens liegen geblieben (meine Frau mit ihrem VW sogar 5 mal). In beiden Fällen war der letzte Motorschaden auch der Zeitpunkt der Verschrottung aus wirtschaftlichen Gründen :-(.
Daher ist das sicher keine Glanzleistung von Tesla, aber sie haben bisher mit 2 Maßnahmen reagiert und ggfs. gibt es vielleicht auch diesen Rückruf.
Jörg2 meint
@alupo
Ja, das hätte besser laufen können. Auch im schwächsten Bereich von TESLA: der Kommunikation.
(Unter „Verschleißteil“ meinte ich sowas, was dann auch von Hause aus leicht zu wechseln ist: Bremsbelege z.B. Sprich: deren Austausch vorgesehen und leicht und kostengünstig umsetzbar ist. Das ist bei dem Chip leider nicht so. Wenn auch zukünfig, im Rahmen der Weiterentwicklung der Software, die private Hardware des Autokäufers umfänglich von TESLA gefordert und benutzt wird, dann sollten Ausfälle/Verschleiß immer zu Lasten der Firma gehen. Oder dem Autobesitzer wird die Möglichkeit eingeräumt, solche Fremdnutzungen zu unterbinden. Natürlich ohne Nutzungseinschränkung.)
Peter Wulf meint
Ich habe ein Tesla Modell S 70d von 2016 alte Form da ist in der letzten Zeit öfter beim Navi die Darstellung der Karte ausgefallen die Route wird zwar als Strecke angezeigt aber ohne das Straßennetz. bzw kann ich nicht mehr das elektronische Handbuch/ Beschreibung aufgerufen.
Nun wird bekannt das die Speicherkarte des Computers nur 8 GB aufweist und durch Abdates ggf. Streckenberechnungen bei vielen längeren Reisen im europäischen Ausland ausgereizt ist. Ein Smartphone hat grösseren Arbeitsspeicher. Nun will Tesla den Chip wohl auf über 60GB für die betroffenen Modelle von 2012 bis 2018 austauschen. Bin gespannt ansonsten bisher keine Probleme bei 65Tkm.
Klaus Grambichler meint
so fängt es an – ICh fahre auch S70D und hatte letzten September bei 150k km in einer privaten Werkstatt den Austausch vornehmen lassen (€500,-)
Leider war damals das Angebot seitens TEsla Österreich nicht gewährt.
Rechnen Sie damit, dass in 5000km spätestens der Schirm dunkel bleibt, der Blinker nicht mehr zu Hören ist, die Rückfahrkamera nicht mehr funktioniert, das LAdelimit nicht mehr verstellt werden kann, …
WELT meint
„…Kein anderer Hersteller ruft Fahrzeuge zurück. Es gibt immer eine Verpflichtung seitens KBA…“
Falsch – bei den OEMs gibt es Arbeitsgruppen, welche sich um Rückrufe kümmern. Sind diese sicherheitsrelevant rufen die OEMs diese im Vorfeld zurück, noch bevor das KBA überhaupt tätig wird/wurde.
OpaTesla meint
Ein ziemlicher Wind, der hier wegen 158.000 Fahrzeugen gemacht wird.
Tesla wird es richten, wenn sie laut KBA müssen, sollten sicherheitsrelevante Bauteile betroffen sein.
Kein anderer Hersteller ruft Fahrzeuge zurück, wenn er nicht muss.
Es gibt immer eine Verpflichtung seitens KBA.
Unser 64er Kona hat aktuell den zweiten Rückruf mit Schrieb vom KBA.
Zuerst hätte die Batterie brennen können und jetzt kann das Bremssystem ausfallen.
Meistens nur eine Randnotiz in den Medien, egal welcher anderer Hersteller betroffen ist.
Aber der böse Ami wenn ne Schraube nicht richtig anzieht wird nicht nur eine Sau sondern eine ganze Rotte durchs Dorf getrieben…
http://www.focus.de/auto/ratgeber/sicherheit/auto-rueckrufe-2020-toyota-flop-tesla-top-neue-rueckruf-statistik-zeigt-rekordwerte_id_12255814.html
JH meint
So ein Blödsinn! Selbstverständlich rufen andere Hersteller ohne Verpflichtung zurück. Wie kommst du darauf?
alupo meint
Doch, der VW meiner Frau wurde nie zurückgerufen, obwohl ein sicherheitsrelevantes Teil bekannt war, zeit- bzw. kilometerproportional auszufallen.
Dieser Totalausfall fuhrt dazu, dass letztendlich der Motor ausfällt. Damit fällt dann auch der Bremskraftverstärker und damit für Fahrer, die noch nie ein Auto ohne diese Unterstützung fuhren, de facto die Bremsen aus. Gerade bei jüngeren (unerfahrenen), älteren (schwächeren), weiblichen (schwächere) Fahrern kann die Kombination „Ausfall Bremskraftverstärker“ bei den heute üblichen Scheibenbremsen in Verbindung mit den heute üblichen Fahrzeugmassen, beim Unfall durchaus tödlich enden. Und das wegen einer zu weich gewählten Vierkantantriebswelle für die Ölpumpe. Und das geht dann alles „rasend schnell“ vonstatten.
In ihrem Falle ist offensichtlich aufgrund der glücklicherweise nur welligen Wegstrecke in Verbindung mit der Autobahnfahrt nichts schlimmeres passiert. Nur der Motor war selbstverständlich ein Totalschaden. Und VW lehnte jede Verantwortung bezüglich der bekannt weichen Materialwahl ab. Wenn das in den Alpen passiert wäre hätte es wahrscheinlich einige Tote gegeben. Naja, danach haben wir niemals mehr eine der VW Marken gekauft.
Dagegen ist der Ausfall der MCU nur ein wirklich kleiner Schönheitsfehler der nur zum Wegfall vieler Anzeigen führt.
Dennoch würde ich einen Rückruf begrüßen. Inzwischen denke ich aber auch an einen kompletten Ersatz des Computers durch die schnellere neue Variante wegen des bei mir dann kostenlosem Netflix und anderer Streamingdienste. Die zusätzlichen Spiele brauche ich nicht. Wenn ich dieses Jahr nach 5 Jahren meine bisher angefallenen Reparaturkosten so betrachte (bisher 7 € für die Fahrertürgriff), könnte ich durchaus 1.500 € für ein Upgrade anlegen ;-). Mal sehen, brauchen tue ich es eigentlich nicht und mein Sohn meinte als Nerd (PC mit 16 Kernern / 32 Kerne durch HT / 256 GB Hauptspeicher / 1 TB SSD Startlaufwerk wegen 3D/VFX), ich sollte deswegen keinen Elektronikschrott generieren ;-). Naja, mal sehen….
Gunnar meint
„Dagegen ist der Ausfall der MCU nur ein wirklich kleiner Schönheitsfehler der nur zum Wegfall vieler Anzeigen führt.“
Glatte Lüge.
Durch den MCU Ausfall wird die komplette Kiste lahm gelegt. Laden ist nicht mehr möglich.
ID.alist meint
Hier geht es nicht um eine Schraube die nicht richtig angezogen ist, hier geht es um einen Fehler in der Architektur, der dazu führen kann, dass das Auto nicht mehr funktioniert.
Der Fehler ist längst bekannt, aber Tesla hat in den letzten Jahren nichts getan, außer versucht aus dem eigenen Fehler Geld zu verdienen.
Und wenn in einem Artikel (deine Quelle) so was steht: „… während Tesla zwar viele Qualitätsprobleme hat, aber kaum Autos zurückruft.“ ist zu mindest für mich klar was die Strategie dieser Firma ist.
alupo meint
Doch, das Auto funktioniert weiter. Nur die Anzeigen verschwinden.
Im Gegensatz zu dem was meiner Frau mit ihrem VW passiert ist, ist der MCU nur pipifatz.
Beim VW (und nicht eine Billigvariante vom Konzern!) meiner Frau war ein sicherheitskritisches Teil falsch ausgelegt, was de facto zu einem Bremsenausfall führen kann, je nach Fahrer und Situation.
Und dann gab es nicht einmal eine Entschuldigung von VW.
Naja, wir haben die Konsequenzen gezogen und durch mich wurden einige VWs weniger verkauft im Bekanntenkreis.
Envison meint
„Doch, das Auto funktioniert weiter. Nur die Anzeigen verschwinden“
Von einem betroffenen:
„Airbag leuchtet rot / Blinker geht nicht / keine Musik mehr / Rückfahrkamera geht nicht mehr / Parksensoren sind ausgefallen“
Kann man natürlich auch ohne (eventuell Blinker bissle kritisch), aber Tesla ist nie Schuld, schon gar nicht wenn man den Kunden doch für 1500 Euro Lösung anbietet – ganze einfach !
Gunnar meint
Ein MCU Ausfall kommt einem Liegenbleiber gleich. Es kann nicht mehr geladen werden.
Teilweise entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Jörg2 meint
@Gunnar
Bei MCU-Ausfall ist das Laden weiterhin möglich.
AMG Power meint
Für mich ist die Strategie auch klar, nämlich die Füße still halten und hoffen das der Wind vorbeizieht. Batterien brennen, Software funktioniert nur bedingt, aber Tesla ist einfach toll. Aber ständig auf die deutschen OEM’s zeigen, weil ein paar Dieselmotoren, wegen einer Software, 1Gramm weniger CO2 ausgestoßen haben sollen.
Tesla-Fan meint
Tesla ist einfach toll!
Wessi meint
Genau: Fingerpointing at it’s best.
ein paar Dieselmotoren, ein paar – Latu Autobild sind es weltweit einige Millionen („autobild.de/artikel/vw-abgasskandal-aktuelle-news-und-updates-6077591.html“)
Software-Update nach Dieselskandal – weil sie es ja so gut können ;-)
wer sich bei diesem Wetter bzw. Temperaturen hinter einen „sauberen“ Diesel stellt, der allen Regeln und Vorgaben entspricht wird einatmen dürfen, was trotz „Software-Update“ auf Kinderkopfhöhe hinten rauskommt: ungefilterte Abgase, Ruß, Gestank und NOx.
Natürlich ist das Auto fahrbereit, wie uns der größte hiesige OEM versichert,
Tatsache in den meisten Fällen: die Abgasanlage bleibt unter 10 Grad immer noch wirkungslos.
Tief einatmen, Nachbarn, eigene Kinder und Freunde einladen um die saubere Lösung diese paar (Millionen) Diesel zu genießen.
Aber die OEMs sind ja soooooooooo toll.
Man wird nicht dadurch besser indem man auf anderen zeigt und die eigenen Fehler relativiert.
Tesla muss eine vernünftige Lösung für den Fehler finden, sehe ich auch so,
aber die Schandtaten der OEMs so herunterzuspielen grenzt schon an verbale Körperverletzung. Die immer noch vorhandenen Abgase der paar Diesel führen immer noch zu massiven Gesundheitsproblemen und Todesfällen.
OnlyAFoolUsesGoogleAndroid meint
@Wessi: „Die immer noch vorhandenen Abgase der paar Diesel führen immer noch zu massiven Gesundheitsproblemen und Todesfällen.“
Wie ermittelt man eigentlich ob jemand an NOx gestorben ist? Gibt es da so etwas wie Schnelltests bei Corona? Oder zählt man die Menschen die leblos hinter einem Dieselauspuff liegen geblieben sind?
Wessi meint
Trotz Ihres provokanten Nick-Names:
Gerade Ihnen traue ich zu, gut und intelligent im Internet zu recherchieren.
Z.B. bei der WHO, in der Tagesschau, im Spiegle usw.
Ein direkter kausaler Zusammenhang ist selbst bei Rauchern nicht feststellbar, so wenig wie Rückenprobleme bei Pflegekräften. Jedoch sprechen die Statistiken eine eindeutige Sprache.
Sie können aber auch den Studien der Tabakindustrie und der Auto-Industrie oder Herrn M. Müller glauben, die den sauberen Diesel und die Unschädlichkeit des Tabak-Rauchens proklamieren.
Oder einen Selbsttest machen. 1 Stunde täglich hinter einem laufenden Dieselmotor bei 15 grad stehen, tief einatmen und nach 1 Jahr prüfen lassen, welche Schadstoffe sich in Ihrem Körper besonders angesammelt haben. Wenn Sie so ein Vertrauen haben.
Wir haben hier Bauern, die nach wie vor glauben Glyphosat sei völlig unschädlich, trinken wollen Sie es bewusst nicht, aber in ihren Ausscheidungen wurde es bereits hochkonzentriert nachgewiesen (besonders bei Gerstensaftliebhabern)
Mal im Ernst, was soll ihr Frage nach der direkten Nachweisbarkeit bezwecken.
Wenn Sie sich Selbstversuche zutrauen und das 10 Jahre ohne gesundheitliche Schäden überstehen glaube ich Ihnen gern.
Gunnar meint
@Wessi:
+1
Sehr gut gekontert. Was der Androide-Gegner da von sich gibt…da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Glaubt er wirklich, dass Abgase nicht gesundheitsschädlich sind?
OnlyAFoolUsesGoogleAndroid meint
@Gunnar: Gut gekontert? Mit übertriebenen Beispielen?
Glaubst du ernsthaft das ich glaube Abgase seien nicht gesundheitsschädlich? Habe ich irgendwo etwas dahingehend behauptet? Das du Fragen und Zusammenhänge nicht verstehst hast du ja letzten schon unter Beweis gestellt. Ich habe Fragen zur Thematik gestellt, weil es mich interessiert wie man stichhaltig auf die Todeszahlen kommt. Leider findet man dazu nichts Vernünftiges und harsche Kritik von Lungenärzten.
@Wessi: Was das mit der 1h täglich soll weißt du wahrscheinlich selbst nicht, außer schwachsinnige Übertreibung, weil dir die Argumente fehlen. Genau so gut könnte ich auch täglich 10 Tüten Chips essen und 2 Kisten Bier trinken, täglich 500 Wunderkerzen im geschlossenen Raum anzünden in dem ich 3 h bleibe ohne zu lüften oder täglich einen Adventskranz anzünden und meine Nase für täglich 10h darüber halten und inhalieren. In allen Fällen würde ich wohl eine Gesundheitsschädigung feststellen, ist aber genau so realitätsfern wie sich täglich 1h hinter einen Diesel zu stellen.
Ich habe allerdings in der Tat vor meinem Posting nachgeschaut was sich so findet. Die Lungenärzte haben die Statistik zum Thema Tote durch Stickoxide 2018 zur Unstatitik gekürt. Auch eine von dir genanntes Quellbeispielen, der Spiegel 02/2019, kritisiert die aufgezeigten Zusammenhänge:
„Den Abgasen werden Risiken zugeordnet, die sich ganz allgemein auf die Lebenserwartung der Bevölkerung auswirken, nicht aber einzelne, echte Todesfälle auslösen.“
„Zunächst stirbt in Deutschland kein einziger Mensch an Feinstaub, sondern an Erkrankungen, die durch Feinstaub (mit) verursacht sein KÖNNEN, es aber NICHT sein MÜSSEN.“
Entscheidend wäre also der prozentuale Anteil den Abgase im Vergleich zum Verzehr von rotem Fleisch, Bluthochdruck durch ungesunde Ernährung, übermäßiges Sonnenbaden oder Alkohol zu einer allgemein geringeren Lebenserwartung beisteuern. Erst wenn man diese Zusammenhänge darstellt wird was handfeste draus. Andernfalls verkommt das Geschrei nach Dieseltoten zu einem nicht objektiven Argument, weil man etwas nicht gut findet. Die Risiken die sich jeder durch seine Ernährung, mangelnde Bewegung oder nicht eincremen im Sommer einhandelt, sind bei jedem Einzelnen um ein Vielfaches höher als durch Dieselstickoxide.
OnlyAFoolUsesGoogleAndroid meint
Anmerkung: Der letzte Satz ist eine von mir frei aufgestellte Behauptung ohne jeglichen Beweis durch Statistiken, da dieser mangels Datenbasis und Messtechnik nicht erbracht werden kann. Er beruht lediglich auf logischem Denken.)
Wessi meint
Okay, Ich habe Sie wohl überschätzt. Mein Fehler.
Die Lungenärzte als Referenz anzuführen ist imho nicht zielführend.
U.a. auch weil Andy Scheuer sie als Referenz für seine politischen Zwecke hilfreich fand, mehr aber noch, weil die Aussagen z.B. von Herrn Köhler (der selbst gar kein Lungen (fach) arzt ist, sonder ein Auto-Lobbyist ist) stammen. Nachdem er in vielen Sendungen und Magazinen seinen Dummfug verbreiten durfte widerlegten ihn echte Experten und die hinters Licht geführten schwiegen.
Jetzt wage ich kaum die TAZ oder DHU als Referenz zu nennen, dennoch ist der Artikel zu den Hintergründen dieser alternativen Fakten der selbsternannten Lungenärzte (spsonsored by German Automakers) hilfreich bei weiteren Recherchebemühungen.
Suchworte: Falsche Angaben zu Stickoxid: Lungenarzt mit Rechenschwäche: Dieter Köhler hat mit seiner Kritik an den Grenzwerten für Stickoxid viel Staub aufgewirbelt. Die taz zeigt, dass er sich verrechnet hat.
Viel Vergnügen dabei.
auch beim wiederholten Lesen meines ersten Kommentars.
Suchwort: kausaler Zusammenhang
Ihren Ausführungen zum sonstigen Umgang mit der eigenen Gesundheit stimme ich völlig zu (Fleischkonsum, Sonnenschutz, ) aber auf keinen Fall, dass das ungesünder sei als die Sache mit den Giftstoffen aus Verbrennerabgasen. Das lässt sich nicht wegdiskutieren.
Jetzt ist aber auch gut, es ging doch eigentlich um die berechtigten Interessen von Kunden auf Mängelbeseitigung.
ExExperte meint
Fakt ist, in Deutschland werden die Menschen immer älter. 1960 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung noch 69 Jahre, 2020 schon 83 Jahre! Im gleichen Zeitraum ist die Luftverschmutzung durch immer strengere Grenzwerte dramatisch zurückgegangen, sie beträgt nur noch einen Bruchteil der Verschmutzung aus 1960
Die angeblich Millionen Tote durch NOX oder Feinstaub sind reine Erfindung bzw. Propaganda bestimmter Interessengruppen.
OnlyAFoolUsesGoogleAndroid meint
@Wessi: TAZ und DHU als Quellen sind aus meiner Sicht tatsächlich nicht wirklich unabhängig bei dem Thema, wobei der Artikel der TAZ zum Herrn Köhler interessante Aufschlüsse gebracht hat. Da zeigt sich mal wieder die Sinnhaftigkeit auch Quellen anzugeben statt nur, „such mal im Internet“. Man hat so viel um die Ohren und nicht noch Zeit zu jedem Thema eine Recherche in Detail zu machen, erst recht macht man das nicht, wenn einem andere Artikel als erstes vor die Nase kommen. ;) Danke.
Wessi meint
Jemand der mit „Fakt ist“ anfängt, anworte ich gern
Fakt war—– ein Waschmittel aus den Siebzigern.
Viel Spaß mit Ihrer lustigen Theorie.
Stay some beautifull time behind a german diesel and smell it…