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Toyota verkauft so viele Fahrzeuge wie nie, schwächelt aber bei E-Autos

03.11.2023 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

Toyota-bz4X

Bild: Toyota

Die Toyota Motor Corporation (TMC) hat die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (1. April 2023 bis 31. März 2024) bekannt gegeben. Das Unternehmen hat in diesem Zeitraum sein Betriebsergebnis und seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, auch Umsatz und Absatz sind deutlich gestiegen. Dazu trugen insbesondere auch teilelektrische Fahrzeuge bei.

Der Konzernumsatz legte um 23,8 Prozent auf fast 21,92 Billionen Yen (143,26 Mrd. Euro) zu. Das Betriebsergebnis betrug knapp 2,56 Billionen Yen (16,73 Mrd. Euro), was einer Steigerung von 124,2 Prozent entspricht. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 92 Prozent auf mehr als 3,52 Billionen Yen (23,01 Mrd. Euro), der TMC zurechenbare Nettogewinn stieg um 121,1 Prozent auf fast 2,59 Billionen Yen (16,92 Mrd. Euro). Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 11,6 Prozent, was einen Zuwachs von 5,2 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 bedeutet.

Weltweit hat Toyota von April bis September 2023 fast 5,6 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, was einen Zuwachs von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Als Wachstumstreiber erwiesen sich wieder die E-Modelle, deren Absatz um 38,1 Prozent auf rund 1,83 Millionen Einheiten zugelegt hat. 35,3 Prozent aller verkauften Fahrzeuge sind bereits elektrifiziert unterwegs. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Hybridfahrzeuge – die Marke Toyota hat erst einen Vollstromer im Angebot, die Luxustochter Lexus zwei.

In Europa hat Toyota im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres insgesamt 557.000 Fahrzeuge verkauft. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 16,2 Prozent.

Nordamerika bleibt mit einer Steigerung von 11,2 Prozent auf 1,39 Millionen Fahrzeuge die größte Absatzregion des Konzerns. Den größten Zuwachs verzeichnete Toyota auf seinem Heimatmarkt Japan: Gut 1,07 Millionen verkaufte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 23,3. Im übrigen Asien steht eine Zunahme von 9,6 Prozent auf 895.000 Einheiten. In den anderen Regionen wie Mittel- und Südamerika, Australien und Ozeanien, Afrika und dem Nahen Osten wurden rund 835.000 Fahrzeuge registriert, plus 11,5 Prozent.

Die Prognose für das komplette Geschäftsjahr, das am 31. März 2024 endet, hat Toyota angepasst. Obwohl das Unternehmen weiterhin mit einem weltweiten Absatz von 11,38 Millionen Einheiten rechnet, werden infolge günstigerer Wechselkurse und erhöhter Profitabilität höhere Umsätze und Gewinne erwartet. Der Umsatz beträgt voraussichtlich 43,0 Billionen Yen (282,9 Mrd. Euro) statt der ursprünglichen 38,0 Billionen Yen (250,0 Milliarden Euro), das Betriebsergebnis 4,5 Billionen Yen (29,61 Milliarden Euro) statt 3,0 Billionen Yen (19,74 Milliarden Euro). Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 5,5 Billionen Yen (36,18 Milliarden Euro) und einem anrechenbaren Nettogewinn von 3,95 Billionen Yen (25,99 Milliarden Euro).

Schwäche bei E-Autos

Die Ziele für nur mit Batterie betriebene Autos musste Toyota zurückschrauben: Statt 202.000 verkauften Einheiten rechnet der Konzern nun nur noch mit 123.000. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres hat Toyota rund 59.000 Elektroautos abgesetzt.

Toyota hat bei Elektroautos gezögert und lieber Hybride sowie Wasserstoff-Antriebe forciert. Letzteres steht künftig bei Pkw aber nicht mehr im Fokus. Der Konzern setzt jetzt verstärkt auch auf Elektroautos.

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Via: Toyota & FAZ.net
Tags: Geschäftsergebnis, VerkaufszahlenUnternehmen: Lexus, Toyota
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Ossisailor meint

    03.11.2023 um 11:31

    Ja, Toyota hat gepennt und das inzwischen auch gemerkt. Man darf diesen Giganten nicht vorschnell abschreiben. Mit ihren eigentlich technisch nicht auf der Höhe der Zeit befindlichen Modellen, vor allem mit dem BZ4X, haben sie in einigen Märkten in Europa recht schnell wieder Fuß gefaßt im BEV-Markt, wenn auch nicht auf den angestammten Positionen.
    Wie bei VW wird oft unterschätzt, was eine große etablierte Vertriebsorganisation letztlich schaffen kann, abgesehen von dem großen Entwicklungs-Potenzial.

  2. one.second meint

    03.11.2023 um 10:21

    Hat Kodak nicht auch im Jahr vor seinem Bankrott den höchsten Gewinn seiner Geschichte gemacht?

    • atamani meint

      03.11.2023 um 10:37

      @ one.second
      NEIN, erstaunlich wie man solche Behauptungen ins Netz stellen kann, die in 20 Sek Recherche widerlegt werden!
      4 Verlustjahre vor der Insolvenz, Rekordgewinn lag 11 Jahre vor Insolvenz…
      Übrigens, Digitalfotografie und Handyfotografie wurden nicht mit hunderten Mrd $ Staatssubventionen eingeführt…

      • Ben meint

        03.11.2023 um 13:26

        Ach ja Staatssubventionen…gibts eigendlich nen Datum wan die 8Mrd./a Förderungg für Dieselkraftstoff endlich auslaufen werden ???

      • Robbi meint

        03.11.2023 um 19:33

        Sorry, aber von 100ten Milliarden kann man in Deutschland bei der Diesel Förderung sprechen, aber nicht bei der e-Mobiliät. Diese wird sich auch ohne Verbrennerverbot durchsetzen, obwohl die Öllobby ist mindestens 10 Jahren massiv mit Lügen dagegen hält. Aber dien bessere, günstigere, leisere, viel effizientere und deutlich umweltfreundlichere Technik wird sich durchsetzen, da der Mensch sich nicht ewig für dumm verkaufen lässt. Sobald immer mehr Freunde, Nachbarn und Firmenmitarbeiter e-Autos fahren, lässt sich dieses Narrativ nicht mehr aufrecht erhalten, denn die ehrliche Erfahrung ist mehr wert, als bezahlte Journalisten, die nur Mist erzählen

  3. Stromer75 meint

    03.11.2023 um 09:15

    Toyota wird ab ca. 2030 Massenhaft Eautos liefern. Die Investments dazu werden heute vom best laufenden Verbrennergeschäft finanziert. –> Top Strategie meine Meinung nach.
    Die Emöhrchen von heute mit geringen Stückzahlen ist für Toyota nicht interessant. Daran verschleißt man sich besser nicht.

    • Gerry meint

      03.11.2023 um 09:37

      Die Rückständigkeit von Toyota ist offensichtlich, schade, die haben früher mal gute Autos gebaut.
      Und ja es gibt natürlich immer noch so Ewiggestrige die weiter (toyota-)Verbrenner kaufen. 🙄
      Könnt ich mir gar nicht leisten.
      Mit 2 eAutos hab ich in den letzten 7 Jahren rd. 10.000 Euro Benzinkosten gespart (Stromkosten sind da schon abgezogen 👍).
      Wer weiter Dreckschleuder fahren will sollte auch die Folgekosten für die Umwelt bezahlen müssen. Dann wärs gleich vorbei mit den stinkenden Dieseln und Benzinern. 😉

      • Albert Kror meint

        03.11.2023 um 12:41

        Derzeit kaufen 80% oder mehr der Neuwagenkäufer Verbrenner. Interessant, dass Sie somit jene 80% als „Ewiggestrige“ ansehen. Sollten Sie für sich mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

        • Gerry meint

          04.11.2023 um 15:11

          Wenn 80 % was machen muss es nicht automatisch richtig sein. Bei jeder Transformation gibt es den Punkt an dem 80% noch verzweifelt am Rückständigen festhalten. War bei der Pferdekutsche so und auch beim Smartphone.
          Aber zur Beruhigung, die „Ewiggestrigen“ werden bei so einer Transformation progressiv weniger.

      • Stromer75 meint

        03.11.2023 um 13:58

        @Gerry wieviel haben deine Eautos in der Anschaffung gekostet?

        • Gerry meint

          03.11.2023 um 15:02

          14 und 20k Euro nach Förderung 👍. Neuwagen in 2016 und 2020 angeschafft.
          Hättest auch machen können, anstatt ewig die Leier vom teuren eAuto zu erzählen. 👍

      • EVrules meint

        03.11.2023 um 15:23

        Nimmst du an, dass es keine umwelt- und klimatechnischen Folgenkosten für deine PKW gibt?
        Es wäre eine Illusion zu meinen, dass ein Auto (auch wenn es keinen lokalen Abgasausstoß hat) ökologisch unbedenklich wäre.

        Wenn ich mir vor Augen führe, dass ich mit einem vergleichbaren Kleinwagen-BEV, etwa 50-60ct/100km günstiger fahre, als derzeit mit meinem HEV, braucht es deutlich, wirklich deutlich mehr als 7 Jahre, damit sich die Mehrkosten (trotz BAFA) amortisieren, trotz der leicht höheren Wartungskosten.
        Rein rechnerisch, habe ich dann weit mehr als 300.000km (würde bei mir 18-19 Jahre dauern) dann zurückgelegt, deutlich über der Lebensspanne eines normal genutzten PKWs.

    • Swissli meint

      03.11.2023 um 09:42

      Die Frage ist, ob die Kunden die nächsten 6 Jahre wirklich Toyota treu bleiben.
      Mag ja vielleicht für einige Märkte wie USA, Asien, naher Osten (alle relativ hoher Pick-up Anteil) funktionieren: Aber in Europa hat wohl niemand mehr Lust einen veralteten Verbrenner/Hybrid zu kaufen, wenn alle Nachbarn auf BEV setzen.
      Trotz der guten Zahlen von Toyota sind die (reduzierten!) 123’000 BEV (schlappe 1.08% der Toyotaverkäufe) ein echtes Warnsignal für die Zukunft. Nebst dem (bereits verpassten) Wandel zu BEV muss gleichzeitig der Kampf gegen Chinas BEV Hersteller (im Gegensatz zu früher mit Verbrennern werden die eine BEV Grossmacht) bewältigt werden. Zusammen könnte das dann auch für den grössten Autohersteller Toyota eine sehr grosse Herausforderung werden.

      • Eugen P. meint

        03.11.2023 um 10:56

        Die EU ist eh nicht der Hauptmarkt von Toyota, außerdem ist Toyota auch nicht so sehr von China abgängig wie VW. In den USA verkaufen Honda oder Subaru wesentlich mehr Fahrzeuge als VW während Toyota auf Augenhöhe mit den einheimischen Herstellern ist. Europa ist nicht der Nabel der Welt und China wird für ausländische Hersteller ein immer ungemütlicherer Markt werden.

    • ShullBit meint

      03.11.2023 um 10:00

      Abwarten. Toyota hängt nicht nur bei den BEV-Stückzahlen zurück, sondern hängt vor allem technologisch zurück. Wie VW hat Toyota u.a. riesige Probleme im Softwarebereich. Toyota kann in ein paar Jahren nicht einfach umschalten und sagen, dass man ab jetzt Millionen BEV verkaufen will, wenn sie nicht in der Lage sind, hinreichend attraktive BEVs zu bauen. Wenn Kunden in der Zwischenzeit gelernt haben, wie angenehm und praktisch ein Rivian, Cybertruck, F150 Lihghtning, … fährt, dann ist die Frage, ob die zurück zu Toyota wechseln, wenn Toyota dann auch mal brauchbare E-Autos anbietet.

      Ansonsten habe ich jetzt keine Details von Toyota gelesen, aber die haben nach 14 Jahren den hochpreisigen Bestseller Land Cruiser neu aufgelegt, ebenso den Prado und die Lexus-Derivate davon. Die Verkaufszahlen sind teils richtig explodiert, z.B. in Japan um 2.200 Prozent). Das dürfte stark zum Umsatzanstieg beigetragen haben.

      • stromsrüssel meint

        03.11.2023 um 10:29

        @ShullBit ich denke Toyota kann bis 2030 schnell umschalten.
        Zumal die Akkutechnologie in Japan zuhause ist.

        • elbflorenz meint

          03.11.2023 um 11:31

          He? Die Akkutechnologie ist in Japan Zuhause?
          Also – wir leben nicht mehr im Jahr 1938, als Korea und große Teile Chinas zu Japan gehörten … denn genau dort! ist die Akkutechnologie zuhause.

          Und nein – Panasonic hat nicht die Tesla-Akkus entwickelt.
          Die sind nur für die Massenproduktion mitverantwortlich …

        • Robbi meint

          03.11.2023 um 19:37

          Die Akkutechnologie ist schon lange nicht mehr in Japan zuhause, leider, die Chinesen sind mit Abstand die größten Akkuhersteller und haben auch die meisten Innovationen

      • Jakob Sperling meint

        03.11.2023 um 12:33

        Toyota und technologisch zurück!
        Toyota kann fast alles im Automobilbau und kein Mitbewerber kann all das, was Toyota kann. Man ist sich z.B. nicht bewusst, dass Toyota die Firma ist, die bisher am meisten Elektromotoren in PKW verbaut hat. Da staunt man.
        Übrigens: BEV kann sowieso jeder, das ist wirklich nicht die Messlatte.

      • Udo Sieget meint

        03.11.2023 um 12:44

        Habe diese Woche den neuen Prius Plug-in bestellt und bin happy.

      • EVrules meint

        03.11.2023 um 15:27

        Wo hängt Toyota technologisch zurück und warum?
        Bei der Fahrassistenz?
        Im Fahrzeugbau?
        Im Batteriemanagement?
        Beim Infotainment?

        Es ist abenteuerlich, was so ohne Bezug gern mal behauptet wird.

        • Powerwall Thorsten meint

          03.11.2023 um 16:28

          Du hast die Tests und Kommentare im Netz zum bZ4X von Toyota schon zur Kenntnis genommen, oder?

        • Albert Deutschmann meint

          03.11.2023 um 17:42

          @Powerwall T: Schon mal einen bZ4X gefahren? Nicht alles glauben was so im Netz steht! Vieles ist doch nur noch Foren-Geblubbere und Journalismus ist auch schon lange nicht mehr das was es ein mal war. Oftmals gepaart von welchen Fan-Gesängen bestimmter Marken.
          Ich fahre aktuell einen als Dienstwagen und kann den ganzen b***s*** nicht nachvollziehen.

        • Powerwall Thorsten meint

          03.11.2023 um 21:14

          Ich habe mich am Supercharger vor kurzem mit einem Fahrer unterhalten, der war von der Reichweite und von der Ladezeit mit sehr angetan – ich glaube ihm das gerne.

        • Powerwall Thorsten meint

          03.11.2023 um 21:16

          „mit“ sollte „nicht“ heißen
          Und ja, es war natürlich ein bZ4X Fahrer

        • Albert Deutschmann meint

          03.11.2023 um 22:18

          @Powerwall T: ….und ich kenne einen der hat vor kurzem einen Y rückabgewickelt. Was sagt das jetzt allgemein über den Y aus? Genau, nichts! Manche Menschen sind einfache mit manchen Produkten, durch Ihre eigenen Umstände und Anforderungen, nicht kompatibel.

      • Robert meint

        04.11.2023 um 20:57

        ja . deswegen hat Toyota den Festkörper Akku patentiert…
        und weil sie so weit zurück sind, brennen ihre autos nicht wie manch ein Tesla oder China Schrott.
        du müsstest wenigstens wissen das Toyota (eigentlich alle japaner) gerne sehr viel testen bevor die ihre Autos auf den Markt bringen.
        diese Möchtegern BEV’s(obwohl die auch 5 jahre getestet worden) die sie jetzt anbieten gibt es nur weil sie die Flottenabgasnormen erfüllen müssen.
        und nicht vergessen… nicht dein Mercedes/Tesla/BYD in der Garage parken… vielleicht wird dein Haus ein neues Freemantle Highway…

    • Robbi meint

      03.11.2023 um 19:35

      Tesla wird 2030 schon soviel e- Autos verkaufen, wie Toyota insgesamt und dabei noch deutlich mehr Geld verdienen, deren Strategie ist einfach die ehrlichere und vor allen haben sie keine Altlasten wie Toyota und VW

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