Die zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Marke Lynk & Co bringt den 08 Plug-in-Hybrid nach Europa. Das in der Volksrepublik bereits gestartete teilelektrische SUV-Modell bietet eine besonders hohe rein elektrische Reichweite von 200 Kilometern nach WLTP-Norm.
Mit dem 4,8 Meter langen 08 steigt Lynk & Co in das umkämpfte D-SUV-Segment ein und erweitert damit das eigene Produktportfolio. Die Gesamtreichweite von über 1.100 Kilometern und die Gleichstrom-Schnellladung (DC), die das Akkupaket in 33 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringe, machten das Modell „zur perfekten Wahl für den Alltag, aber auch für längere Reisen“ wirbt der Anbieter.
„Der Lynk & Co 08 ist ein bahnbrechender Meilenstein für unsere Marke. Es ist ein leistungsstarker, eleganter und effizienter SUV, der ein außergewöhnliches Fahrerlebnis bietet. Mit seiner erweiterten elektrischen Reichweite schließt der 08 die Lücke zur vollständigen Elektromobilität“, sagt Nicolas López Appelgren, CEO von Lynk & Co International.
Parallel dazu beschleunigt Lynk & Co seine europäische Wachstumsstrategie. 2025 will die Marke ihre Präsenz bei ausgewählten Handelspartnern ausbauen und so den Zugang zu ihren Fahrzeugen in wichtigen Märkten erleichtern. Mit dem 08 bringt Lynk & Co das dritte Modell nach Europa und plant, im Laufe des Jahres in weitere europäische Märkte zu expandieren.
Schon verfügbar ist das 4,5 Meter lange Plug-in-Hybrid-SUV 01, neu ist mit dem etwa gleich großen 02 das erste Elektroauto der Marke hierzulande. Die hier angebotenen Modelle von Lynk & Co teilen sich wie der jetzt ebenfalls nach Europa kommende 08 die Plattform mit den Volvo-Fahrzeugen XC40 beziehungsweise C40 sowie dem Polestar 2. Alle Marken sind Teil der chinesischen Geely-Gruppe.
Der 08, erhältlich in den zwei Ausstattungslinien Core und More, soll im Juni 2025 in Europa starten. Kunden können das Fahrzeug über Händler, direkt auf der Website oder in den lokalen „Clubs“ erwerben, zu Preisen ab 55.995 Euro.
South meint
In Europa sollten es chinesische Hybride naturgemäß schwer haben, weil diese deutlich wartungsintensiver und damit auf ein engmaschigeres, verlässlicheres Netz angewiesen sind, was für viele Kunden ein Hemmschuh sein könnte.
F. K. Fast meint
Die interessante Fragen: was verbraucht er im reinen Elektro-Betrieb, was verbraucht er mit leerem Akku?
Justin Case meint
zumal Effizienz als Thema in China noch keine Rolle zu spielen scheint
BrainBug meint
oder:
Warum soll ich 2 Antriebskonzepte herum-fahren und warten?
Warum soll ich 58.000€ dafür ausgeben? da krieg ich reine BEVs mit realistischen 400-500km Reichweite für weniger Geld
Nur weil ich mir ein paar mal im Jahr das Schnellladen spare?
Ich meine: Wenn schon Hybrid, dann mit mehr E-Reichweite. OK.
Aber zu oft dient es nur als Feigenblatt um Steuervorteile zu kriegen.
Häufige Langstreckenfahrer (die dabei das Schnellladen warum auch immer nicht machen können/wollen),
könnten damit ihren sonstigen Alltag elektrisch bewältigen. klar.
nur: wie viele sind das?
und: laden diese Leute das Auto dann auch? oder schleppen sie dann nur den E-Strang+Batterie mit?
eBikerin meint
„Aber zu oft dient es nur als Feigenblatt um Steuervorteile zu kriegen.“
Das Auto gibt es genau so auch in China hat also nichts mit den Steuervorteilen in Deutschland zu tun. Da gibts sogar welche mit noch mehr E-Kilometern
Für Europa könnte ein Grund die Anhängelast sein, die liegt angeblich bei 1800kg.
Da kommst du mit einem reinen eAuto leider nicht sonderlich weit, und da Ladestation für Gespanne noch sehr rar sind, ist es auch sehr umständlich.
JA das wird sich ändern.
„und: laden diese Leute das Auto dann auch?“
Ich kenne da persönlich nur 2 Leute und die fahren im Alltag elektrisch.
Tudor Niki meint
Immer diese Geschichte mit den Gespannen. Verabschiede dich doch mal von der Randerscheinung.
13 Prozent der Neuwagen haben eine Anhängerzugvorrichtung. 15 Prozent der gebrauchten Autos.
Unter 10 Prozent der Führerscheinbesitzer haben den PKW Führerschein mit der entsprechenden Berechtigung nach BE für Anhänger.
Die Diskussion hier sieht manchmal so aus, als ob 105 Prozent eine Anhängerzugvorrichtung haben und täglich mit zur Arbeit fahren. Vollkommen Randerscheinung in der Realität und für 85 Prozent der Autofahrer irrelevant.
FahrradSchieber meint
„Verabschiede dich doch mal von der Randerscheinung.“
Randerscheinung? Bei den von Ihnen genannten Prozentzahlen sind das fast eine halbe Million potenzielle Kunden jährlich. Wenn man bei diesem Use Case dann kaum Mitbewerber hat, dann ist das eine ganz attraktive Situation.