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Europa-Umfrage: Mehrheit fordert staatliche Förderung beim E-Auto-Leasing

03.03.2025 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

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Bild: Opel (Symbolbild)

Der Wegfall der staatlichen E-Auto-Kaufprämie hat auch im Leasing dafür gesorgt, dass sich immer weniger Personen in Deutschland für ein E-Auto entscheiden. Um den Umstieg wieder attraktiver zu machen, fordert jeder zweite Deutsche daher von der Politik einen neuen Bonus oder einen vergleichbaren Zuschuss beim Leasen von E-Autos. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von LeasingMarkt.de unter insgesamt 6.100 Teilnehmern in sechs EU-Staaten hervor.

Demnach sind die Forderungen nach Prämien für geleaste E-Autos in anderen Ländern noch deutlich lauter – allen voran in Frankreich und Italien. Mit Blick auf Deutschland zeigt die Umfrage, dass es in erster Linie die Jüngeren sind, die den Leasing-Bonus für E-Autos von der Politik einfordern. Mit 49 Prozent plädiert insgesamt jeder zweite Deutsche für eine entsprechende Förderung. 25 Prozent sprechen sich gegen den Leasing-Bonus aus.

Die höchsten Zustimmungswerte erhält der Vorschlag von Befragten im Alter zwischen 25 und 34 Jahren: 58 Prozent in dieser Generation unterstützen den Regierungs-Rabatt auf die Elektro-Leasingrate. Aber auch in den Kohorten der 18- bis 24- und der 35- bis 44-Jährigen sind es 55 Prozent, die die Stromer auf diese Weise attraktiver machen wollen. Erst in der Generation 55-Plus fällt die Zustimmung zu dem Vorschlag deutlich ab: Nur noch jeder Dritte (36 %) hebt den Daumen, wenn es um Steuergeld für elektrische Leasingfahrzeuge geht.

„Mobilitätswende beginnt auf dem Leasingmarkt“

Die deutsche E-Auto-Prämie wurde bis zu ihrem abrupten Ende auch für Leasingfahrzeuge ausgezahlt. Und der Wegfall im Dezember 2023 blieb laut einer Analyse von LeasingMarkt.de keinesfalls folgenlos. So sank der Marktanteil geleaster Elektroautos im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf nur noch 24 Prozent.

„Der Rückgang dürfte im Wesentlichen auf das Konto des gestrichenen Umweltbonus gehen“, sagt Martin Teichmann. Für den Geschäftsführer von LeasingMarkt.de steht fest, dass auch zukünftige Prämien Leasingfahrzeuge miteinschließen müssen. „Wenn es um die Transformation zur Elektromobilität geht, spielt das Leasinggeschäft eine herausragende Rolle.“ So belaufe sich der Anteil von Leasingfahrzeugen bei zugelassenen Neuwagen in Deutschland auf gut 45 Prozent.

„Alle Maßnahmen, die hierzulande für eine größere Akzeptanz von E-Autos sorgen sollen, müssen das Thema Leasing daher notwendigerweise berücksichtigen“, fordert Teichmann. Gerade für Kunden, die erstmals mit dem Gedanken spielen, von einem Diesel oder Benziner auf einen Stromer umzusteigen, sei Leasing oft die Methode der Wahl. „Ohne großes Investitionsrisiko können die Interessierten etwa im Rahmen eines zweijährigen Leasingvertrags bequem austesten, ob ein E-Auto ihren persönlichen Bedürfnissen und Erfordernissen tatsächlich entspricht.“

Italien, Frankreich & Co.: Hohe Akzeptanz für Leasing-Bonus

Vor allem in Italien fordert eine breite Mehrheit Regierungs-Rabatte: 59 Prozent wollen auf diese Weise die Stimmung für die Elektrischen verbessern. In Frankreich sind es nicht viel weniger: 57 Prozent der Bevölkerung verlangen eine Prämie für geleaste Stromer. Es folgen Belgien und die Niederlande, wo 52 Prozent im Lager der Zuschuss-Befürworter stehen. Zwar ist die Begeisterung für die Stromer-Subventionen in Österreich nicht ganz so groß wie in den europäischen Nachbarländern, doch mit 47 Prozent findet die Maßnahme auch in der Alpenrepublik eine klare Mehrheit.

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Via: LeasingMarkt.de
Tags: Förderung, LeasingAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Future meint

    03.03.2025 um 20:25

    Sozialleasing bei niedrigem Einkommen ist sehr sinnvoll für kleinere Fahrzeuge. So hat das Frankreich gemacht. Ansonsten sollte es aber keinerlei Bonuszahlungen mehr geben, weil das nur zu höheren Verkaufspreisen führt.

  2. Freddy K meint

    03.03.2025 um 18:58

    Leasing-Bonus?
    Dann erhöhen die Hersteller den Leasingfaktor und kassieren selbst.

  3. South meint

    03.03.2025 um 16:17

    Naja, tendeziöser Quatsch. Es steht im Text Bonus oder Leasing. Und als Leasingbranche redet man eben, Überraschung, nur von Leasing.

  4. bs meint

    03.03.2025 um 13:10

    Das kann doch nicht im Ernst sein? Warum nur bei Leasing? Ist doch völlig egal ob Leasing oder Kaufförderung. Wenn der Kaufpreis gefördert wird, geht auch die Leasingrate runter. Igrendwie stimmt etwas an dieser Untersuchung nicht. Als ob der Finanzwirtschaft hier etwas hat untersuchen lassen.

    • Ben meint

      03.03.2025 um 13:21

      Ich bin für eine Förderung beim Ladestrom, ist ganz einfach umzusetzen, einfach die 8Mrd./a Dieselsubvention für Ladestrom einsetzen, win/win Situation.

      • M. meint

        03.03.2025 um 14:28

        Rechne mir bitte mal die Dieselsubvention i.H.v. 8 Mrd. € p.a. vor.
        Immer wenn ich rechne, kommt dabei raus, dass man beim Diesel tanken Steuern zahlen muss.
        Übrigens mehr als beim Strom.

      • brainDotExe meint

        03.03.2025 um 18:01

        Bringt dem Heimlader was genau?

        • tt07 meint

          03.03.2025 um 19:44

          Hirn, es gibt nicht nur Heimlader…die btw auch keine Förderung benötigen/bekommen sollten.

        • brainDotExe meint

          03.03.2025 um 21:39

          Tt, ein großer Teil ist Heimlader (80% der Ladevorgänge) bzw. hat das Potential (ca. 50% Eigentumsquote) dazu.
          Prinzipiell sollte jeder die Förderung bekommen, unabhängig von der Art der Ladung. Eine Kaufprämie oder Steuergutschrift wäre hier eine deutlich fairere Lösung, anstatt die einseitige Förderung von öffentlichen Laden, welchem einem Großteil gar nichts bringt.

        • Tt07 meint

          03.03.2025 um 22:41

          Wer genug hat, braucht nicht noch mehr. Und damit die E-Mobilität überall in der Fläche ankommt, müssen Leute mit weniger Geld unterstützt werden damit. Ist für einen gestandenen Kapitalisten natürlich nicht nachvollziehbar.

        • M. meint

          04.03.2025 um 13:27

          Der Heimlader lädt eh schon günstiger und muss daher gar nicht gefördert werden.
          Was auch nicht gefördert werden muss: 70.000+ Euro-Kisten, die nur dank der Förderung statt der 60.000 Euro-Kiste gekauft werden.

          Was gebraucht wird, sind mehr BEV im Bereich von 20 – 30k€. Da hat die Förderung auch eine andere Wirkung auf die Finanzierbarkeit durch den Käufer. weil wirksamer die Mehrkosten ggü dem Verbrenner eindämmen kann, oder man mehr Autos fördern kann.

          Aber natürlich nicht mit der Gieskanne, sondern wo es wirklich hilft, und so, dass das Geld nicht verpufft.
          Da hängt mein anderer Beitrag aber schon ein paar Stunden…

    • LOL meint

      03.03.2025 um 14:31

      verstehe das Problem auch nicht .. wahrscheinlich sollen am ende hauptsächlich die armen Dienstwagenfahrer profitieren

    • E.Korsar meint

      03.03.2025 um 14:52

      „Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von LeasingMarkt.de unter insgesamt 6.100 Teilnehmern in sechs EU-Staaten hervor.“
      Umfrage von LeasingMarkt.de.
      Umfrage von LeasingMarkt.de!

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