Porsche hatte einst eine überaus ehrgeizige Elektroauto-Strategie. Angesichts der schwächelnden Nachfrage nach Batterieautos bremst das Unternehmen nun aber die Umstellung auf die Antriebsart. Konzernchef Oliver Blume erklärte im Rahmen der Vorstellung der jüngsten Geschäftszahlen, warum.
Der Gewinn von Porsche ist 2024 eingebrochen. Das Konzernergebnis sackte im Jahresvergleich um 30,3 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro ab. 2023 hatte der Sportwagenbauer unter dem Strich noch rund 5,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Ursächlich für das Minus waren unter anderem das schlecht laufende China-Geschäft, der global verzögerte Hochlauf der Elektromobilität und Störungen im Lieferantennetz.
„Porsche hatte mit dem Ziel, 2030 mehr als 80 Prozent vollelektrische Sportwagen auszuliefern, einen der ambitioniertesten Pläne der ganzen Branche“, sagte Blume in Stuttgart. Ihm zufolge würde die Produktstrategie das auch weiterhin hergeben. „Angesichts der Marktentwicklung ist es aber nicht mehr realistisch.“
Im zurückliegenden Jahr waren 27 Prozent der rund 310.700 ausgelieferten Porsche-Fahrzeuge elektrifiziert – knapp die Hälfte davon waren reine Stromer, die weiteren Plug-in-Hybride. Es sei vorgesehen, diesen Anteil in den nächsten Jahren signifikant zu steigern, erklärte Blume. Einen wesentlichen Einfluss hätten unter anderem auch die Ladeinfrastruktur und die Energiepreise. Konkrete Ziele nannte der auch die Konzernmutter Volkswagen leitende Manager nicht.
Die Automobilindustrie leidet unter ausbleibender Nachfrage, insbesondere nach E-Autos. Trotz der Verzögerung betrachte man die Elektromobilität weiterhin als die Technologie der Zukunft, sagte Blume. „Wir wollen sie auf lange Sicht zum Erfolg führen. Aktuell gehen wir aber von einer deutlich längeren Phase des Übergangs aus.“
Schon im Februar hatte Porsche mitgeteilt, elektrische Modelle und Verbrenner bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein parallel anbieten zu wollen. Dazu investiert der Konzern Hunderte Millionen Euro. Der Sportwagenbauer hat aktuell zwei vollelektrische Modelle im Angebot, weitere sind geplant. Allerdings wird nun geprüft, auch zusätzliche Verbrennerversionen zu bringen.
Jeff Healey meint
Porsche spielt seit jeher in einem lukrativen Nischenbereich, und vielleicht müssen die meisten Porsche deswegen auch in Zukunft noch Verbrennungsmotoren für ihre Käuferklientel anbieten, wer weiß.
Aber, ist das relevant, wenn der Kraftstoff für diese Fahrzeuge mit regenerativen Energien hergestellt wird und die Käuferschaft dafür und für maximale Abgasreinigung zu zahlen bereit ist?
Es muss die Frage erlaubt sein, ob die Sportwagen-Hersteller in Zukunft alle Fahrzeuge ausschließlich elektrisch anbieten müssen. Von mir aus können die Verbrenner ja gerne aussterben, aber diese Meinung teilt eben nicht jeder.
Mary Schmitt meint
Ich denke, dass Porsche sich das leichter vorgestellt hat. Der typische Käufer ist ein Mann in den späten 50er Jahren, grinsend, selbstgerecht und bigott. Der ist in Diskussionen für die Umwelt, fliegt aber als Vielflieger und verpestet die Umwelt mit Verbrennern. Ändern tut er sich nicht, denn er ist erfolgreich. Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, wurde schnell deren Mutter abmoderiert und eine Sekretärin zur Ehefrau befördert, dann ein neuer Porsche turbo bestellt.
Es fehlt ein Wertewandel in unserer Gesellschaft, der solche Widerlinge in unserer Gesellschaft ächtet. Das beginnt, ich sehe z.B. durchaus positiv, wie Machtmissbrauchsthemen in Film, Fernsehen und Theater sowie jüngst an Max-Plank Forschungseinrichtungen adressiert werden. Aber da geht noch mehr. Porsche hat sich in den letzten Jahren aktiv an Frauen als Fahrer gewandt, das habe ich wahrgenommen. Auf diesem Weg muss man noch stärker gehen. Dann klappt es auch mit Elektro.
turbotoro meint
Was stimmt denn mit dir nicht :-O Heiland
Dieseldieter meint
Wenn ich mir deine Vorurteile so anschaue, schlägst du bestimmt ein gratis Topfset zum neuen 911er vor, um die Frauen zu ködern?
Hat’s zum eigenen Porsche vielleicht nicht gereicht?
Donald meint
Nie im Leben bist du eine Frau. Für wie unterbelichtet hältst du die Leute hier?
Future meint
Mary, diesen kritischen Beitrag hätte ich nicht von dir erwartet. Genau so kenne ich auch die Porschefahrer, die mir begegnet sind. Allerdings allesamt Verbrennerporschefahrer. Das ist eine seltsame Zielgruppe bei Porsche hier in Deutschland. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es diese Zielgruppe bald nicht mehr geben wird und Porsche entsprechend überflüssig würde. Seit Lindner, Trump und Weidel glaube ich allerdings, dass diese unangenehme Zielgruppe hartnäckig an einem Comeback arbeitet.
Mary Schmitt meint
Ich bezog mich auf die Verbrennerfahrer. Ich weiß nicht, wie es bei den elektrischen Porschefahrern ist. Ich kenne da nur einen, das ist unser Anwalt, ein schlauer und emphatischer Mensch, der aber auch einen Porsche-Verbrenner besitzt und nicht dem Typus entspricht, den ich skizziert habe. Ich vermute, die elektrischen Porschefahrer sind eine sehr heterogene Gruppe. So einige ehemalige Tesla-Fahrer. Aber auch Jens Lehmann und der ist nach seinem Karriereende, nun, sagen wir, verhaltensauffällig geworden.
Skodafahrer meint
Es gibt immer noch kein Reglement für elektrische Sportwagen, wie die heutige GT3 Verbrenner-Rennklasse.
Damit könnte man in Zukunft elektrischen Motorsport betrieben.
Mäx meint
Ich finde Formel E cool, schaue mir die Rennen gerne an, weil immer viel Action geboten wird. Da hat man einfach ein gutes Format geschaffen.
Gleichzeitig gehe ich nicht davon aus, dass der Großteil des Rennsports auf Rein-Elektro umziehen wird.
Die Sprintrennen die so max. 30 Minuten lang sind, kann ich mir gut vorstellen.
Aber wie soll so ein 24h Rennen aussehen?
Hybridisierung wie in LeMans okay, aber batterielektrisch…no way.
Wasserstoff halte ich auch für tot dabei, da ergeben eFuels einfach mehr Sinn.
Fred Feuerstein meint
Der Taycan ist zwar zweifelsohne ein Fahrzeug bei dem sehr viel Ingenieursleistung eingebracht wurde.
Das Problem bei dem Fahrzeug ist: Er ist nicht begehrt. Die Kunden kaufen das Fahrzeug nicht, es wird überwiegend geleast. Und die wenigen die es gekauft haben, erzielten einen sehr schlechten Wiederverkaufswert, da auch die ganzen Leasingrückläufer in den Markt drücken. Dazu kommen zahlreiche Rückrufe an der Hochvoltbatterie, die nicht gerade das Vertrauen in die Technik stärken. Als früherer Besitzer eines Porsche würde ich den Taycan nicht einmal im Ansatz auf meine Einfahrt stellen…
Mary Schmitt meint
Wie süß, hier sind jetzt plötzlich lauter ehemalige Porsche-Besitzer. Zukunft will auch einer gewesen sein. Wie lächerlich macht ihr euch! Ein Blick auf die Substanz eurer Beiträge zeigt Mittelmäßigkeit in einem Einkommensbereich vermutlich unterhalb der Rentenversicherungsbefreiung. Da ist von Porsche nur zu träumen. Das dürft ihr auch weiter machen! Tut als Mann offenbar weh, wenn andere einen fahren.
Tt07 meint
Hirnloser und verachtender Kommentar. Du musst wirklich vom Leben schwer gebeutelt sein.
Fred Feuerstein meint
Schöner Kommentar Mary und der zeugt einmal mehr von echter Ahnungslosigkeit. Aber labe dich gern daran.
Das schönste ist: Den echten Porschekunden sieht man es nicht an, dass er vermögend ist. Es gibt natürlich noch solche Leasingnehmer einfachen Zuschnittes wie Da.vid mit prunkvoller Rölex am Arm.
David meint
Da hast du allerdings Recht. Das ist mir auch aufgefallen, dass es jetzt plötzlich hier so einige angebliche Porsche Besitzer gibt. Glaubt natürlich niemand. Vor allem ist es zum Fremdschämen, wie sie hier bockig mit dem Fuß aufstampfen: „Und doch kann ich mir ganz doll einen Porsche leisten!“
Fred Feuerstein meint
Dass du jetzt aus dem Gebüsch kommst wundert mich nicht. Aber macht doch nichts, dass es für dich gerade mal zum Leasing reicht.
Und übrigens, nein, ich fahre keinen Porsche mehr, genau wegen Leuten deines Zuschnittes, die leider die Marke zunehmend unsymphatisch machen.
Aber es gibt glücklicherweise auch richtige Porschekunden, die das Fahrzeug zur artgerechten Bewegung auf der Rennstrecke erwerben und nicht nur auf einer Fahrveranstaltung des Herstellers mal Platz nehmen dürfen um zu sehen was das Auto kann…Na ja, auf der Rennstrecke kann der Taycan nicht viel, die erste Runde Nordschleife geht noch, aber dann hört es schon auf.
Donald meint
Wenn das wirklich eine Frau ist kann ich mir denken, wie die zu ihrem Porsche gekommen ist. 🖕
Mary Schmitt meint
Ein Klassiker der toxischen Männlichkeit. Der Lauf der Natur hat in seit Jahrmillionen bewährter Weise für anachronistische Denkweisen eine ausgezeichnete Lösung parat und wird sie auch bei dir anwenden.
Dagobert meint
Auf den Verkauf von Porsche haben die Energiepreise sicherlich keinen Einfluss und der Fahrzeugpreis nur einen untergeordneten. Wer vorher bereit war mehr >10 l/100 km Super Plus zu tanken wird bei 20-25 kWh/100 km nur müde lächeln. Der Grund ist viel simpler: Die Kunden mögen Verbrennungsmotoren!
turbotoro meint
Ich denke auch, dass der Kundenkreis von Porsche als letztes Richtung EV umsiedelt. Gerade die 911 Fraktion. Wobei der große Taycan die alle in die Tasche steckt, spielend. Aber nur nen ganz kleiner Anteil von denen fahren das Auto auch artgerecht, für den Rest ist es Status und da sollte es schon ein 911 sein…
Dagobert meint
Bei artgerechter Haltung eines Porsche, die eben nicht stumpf geradeaus beschleunigen ist, steckt der 911 einen Taycan locker in die Tasche.
Fred Feuerstein meint
Absolut, besonders wenn man mal das Vergnügen hatte einen GT3 auf der Nordschleife gefahren zu haben. Da hält der Taycan nicht einmal ansatzweise mehrere Runden durch…
hu.ms meint
Der hochlauf der elektromobilität erfolg um einiges langsamer als von den herstellern erwartet.
Die gründe wurden schon oft genannt.
Wer aber einen posche kauft, hat wohl kaum ladeprobleme, da er auch im EFH wohnt und ein evtl. mehrpreis für die elektroversion ist auch kein grund.
Da geht es für mich ganz klar um poltitsche einstellung und grundsätzliche BEV-abneigung.
Yogi meint
Asso…im Hauptmarkt massiv Marktanteile verlieren. Auch gegenüber Mobilfunkfirmen. Die nebenbei mit besserer Zellchemie schneller lden. Weil sich das dortige Luxus-Verbrennerherz keine Verbrennerkennzeichen leisten kann und will?
Till meint
…sehe ich ähnlich. Die Herr!schaften, die einen 911er Sportwagen fahren, glänzen selten durch eigene sportliche Erscheinung. Alte weiße Männer.
Porsche versaut sich damit seinen Nimbus enes innovativen Autobauers. Die Generation u45 möchte sich mit dem Altherren- u. Tipico Image nicht identifizieren.
Soll der Herr Blume mal ein Parallelmodell zum E-Macan auf Audi-Verbrennerbasis aufsetzen lassen… …es wird so erfolgreich werden, wie der neue „Smart“ bei Mercedes.
LOL meint
mit über 10 Mio Euro Gehalt pro Jahr ist er auch weit weg von der Realität
Future meint
Vom Blume kaufe ich nichts mehr. Der lobbyiert mir zu viel für die Verbrennung und will nur noch den Wandel verzögern. Andere sind da schon weiter. Tschüss, Blümelein.
eBikerin meint
So hast du denn vorher nen Porsche gekauft? Ich glaube Blume wird deine Aussage wohl eher lächelnd zur Kenntnis nehmen
Future meint
Porsche ist peinlich – nein sowas würde ich nie kaufen. Blume ist allerdings vor allem VW-Verkäufer. Porsche macht der ja nur im Nebenjob. Zweimal habe ich aus dem VW-Konzern mal was Neues gekauft. Das reicht. Blume ist mir einfach zu viel auf seine Verbrenner fixiert. Was soll er auch sonst tun bei den schlechten Zahlen.