Seat gibt der Schwestermarke Cupra weiter Vorrang bei Elektroautos. In den nächsten Jahren sollen bei den Spaniern im Bereich E-Mobilität weiter maximal Plug-in-Hybridversionen bestehender Modelle verfügbar sein.
Seat werde in diesem Jahrzehnt kein Elektroauto auf den Markt bringen – aber die Marke brauche eines, wenn sie in der Zukunft überleben wolle, wie CEO Wayne Griffiths laut Autocar kürzlich bestätigte. Die Volkswagentochter werde eine Entscheidung über den Zeitplan für ein erstes Elektroauto „am Ende des Jahrzehnts“ treffen.
„Damit Seat eine sichere Zukunft hat, müssen wir eine elektrische Zukunft haben“, so Griffiths. Gefragt, warum Seat noch wartet, wenn andere bereits jetzt mehrere Elektroautos anbieten, sagte der Manager, dass „Seat im Moment finanziell gut dasteht“. In Verbindung mit dem Kapazitätsmangel in der Fabrik in Martorell, Spanien, wo die kommenden Batterie-Kleinwagen Raval der Seat-Schwestermarke Cupra und der VW ID.2 gebaut werden, sei ein E-Auto für die Kernmarke aktuell „keine unmittelbare Priorität“.
Ursprünglich wollte Seat schon 2021 den El Born auf Basis des VW ID.3 als erstes Elektroauto einführen. Doch der Kompakte wurde in Born umbenannt und von Cupra auf den Markt gebracht, nachdem Cupra in eine eigenständige Marke umgewandelt worden war. Auf die Frage, ob der 2027 erwartete E-Kleinstwagen VW ID.1 für 20.000 Euro die Basis für den ersten Elektro-Seat stellen könnte, sagte Griffiths, dass er dies „in der Zukunft in Betracht ziehen würde“. Es sei aber noch nicht die Zeit für ein Seat-Elektroauto.
Der Knackpunkt für einen vollelektrischen Seat werde die Rentabilität sein, sagte Griffiths. „Autos müssen profitabel sein“, betonte er. „Für Seat als Unternehmen geht es darum, jetzt Geld zu verdienen und zu investieren“, was mit einem günstigen E-Auto schwierig wäre. Der Chef der Spanier merkte jedoch an, dass er einen ID.1-Zwilling für Seat in der Zukunft „nicht ausschließen“ würde.
Dieseldieter meint
Die einzige Marke im Konzern, die vor 2030 kein E-Auto bringt (Kleinserien Hersteller ausgenommen).
Die einzige Marke im Konzern, die keinen Gewinneinbruch zu vermelden hat.
Schlussfolgerung: Seat ist die Bad Bank und geht den Bach runter.
Setzen, 6.
Daniel S meint
Seat ist jetzt also Bad Bank und wird noch totgefahren. Danach übernimmt Cupra. Die Belegschaft muss dann neu wieder eingestellt werden. Die Werke sind dann abgeschrieben.
Könnte das der Plan sein?
FahrradSchieber meint
Das sind doch letztlich alles nur Marken, in den Werken wird wild durcheinander gebaut. Der Born kommt aus dem VW-Werk in Zwickau, der Ateca aus dem Skoda-Werk in Tschechien, der Tavascan aus einem chinesischen VW-Werk, der Tarraco aus Wolfsburg, der Terramar aus der Audi-Fabrik in Ungarn.
Und in Spanien wurde der Audi A1 produziert, dann Cupra Formentor, Cupra Leon und Seat Arona, Ibiza und Leon.
Und wenn es irgendwann in die Produktstrategie passt, dann wird auch auf ein BEV das Seat-Logo draufgeklebt…
Hans Meier meint
Die Frage ist halt, warum soll man als Kunde immer den Markenfirlevanz mitbezahlen wenns auch einfach geht?
CJuser meint
Naja, zumindest hat man bereits zwei Bezeichnungen für Kompaktfahrzeuge unter Cupra und Seat etabliert. Born und Leon. Weil beide Bezeichnungen braucht man nicht bei Cupra.
David meint
Das ist ja alles nur Markenstrategie innerhalb des VW Konzerns.