Die nächste Generation des LEAF wird ein komplett neues Modell. Die Baureihe wurde 2010 eingeführt als kompakte Kombilimousine und entwickelte sich zum meistverkauften Elektroauto der Welt. Die zweite, 2017 gestartete Generation mit modernisierter Optik und aufgefrischter Technik konnte den Titel nicht langfristig verteidigen. Künftig setzen die Japaner auf ein neues Fahrzeugkonzept.
In der dritten Generation bietet der Leaf ein auffälliges aerodynamisches Erscheinungsbild im SUV-Crossover-Look und basiert auf Nissans CMF-EV-Plattform, die er sich mit dem größeren Crossover Ariya teilt. Nach im März veröffentlichten ersten Bildern der Serienversion gibt nun ein neues Video des Herstellers einen weiteren Ausblick auf das Elektroauto.
„Der Leaf ist für uns eine Ikone. Er ist eines unserer wichtigsten Modelle“, sagte laut Autocar Richard Candler, Leiter der globalen Produktstrategie von Nissan. „Wir haben seit 2010 rund 700.000 Leafs verkauft und unsere Kunden haben mehr als 28 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Wir haben also einen sehr guten Einblick in die reale Welt der Kunden und wissen, wie sich ihre Bedürfnisse seit den Anfängen des Leaf bis heute entwickelt haben.“
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Eine signifikante Verbesserung gibt es Nissan zufolge bei der aerodynamischen Effizienz: Der neue Leaf weise in der europäischen Version einen cW-Wert von nur 0,25 auf, beim Vorgänger sind es 0,28. Angaben zu den geplanten Batteriepaketen gibt es noch nicht, es werden aber bis zu 600 Kilometer Reichweite pro Ladung erwartet. Nissan hat auch erklärt, dass die Ladezeit im Fokus steht.
„Für uns ist es wichtig, wie lange man auf der Autobahn fahren kann, und deshalb sieht man die schöne Form mit der Aerodynamik. Für uns geht es um die Praktikabilität: Wie lange braucht man, um 800 Kilometer zu fahren, einschließlich der Zeit zum Aufladen?“, so Europa-Manager François Bailly. Designchef Alfonso Albaisa ergänzte, dass es beim neuen Leaf „um die Demokratisierung der Technologie“ gehe. „Er ist sehr modern, einfach und schön. Wir wollten etwas Maßgeschneidertes, Hübsches, wohlproportioniertes, mit einem supertechnischen Innenraum, der sich offen und cool anfühlt.“
Die europäische Version des neuen Leaf wird im Nissan-Werk Sunderland im Nordosten Englands produziert. Der Standort ist Teil der „EV36Zero Initiative“, die das Werk in Sunderland in ein E-Auto-Kompetenzzentrum verwandeln soll, das Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Batterieproduktion vereint.

Futureman meint
So schnell kann es vom Weltmarktführer zum Nischenanbieter gehen. Und das Karussell dreht immer schneller.
NeutralMatters meint
Wieso? Nissan startete nun den Micra, im B-Segment und folgt nun mit einer neuen Leaf-Generation, die gefälliger aussieht und technisch solide scheint, gepaart mit mutmaßlich guter Reichweite und vergleichsweise kompakten Abmaßen. Ich sehe darin kein Problem, dass man sich wieder aufrappeln kann.
E.Korsar meint
Hast du Informationen über die Abmessungen der 3. Generation oder ist das Bauchgefühl?
NeutralMatters meint
Der neue Leaf wird nicht größer als die A390, also bleibt innerhalb der Grenzen von 4,6m Länge und ca. 1,52m Höhe.
Man kann dies ausgezeichnet auf den bereits vielen, existierenden Prototypenfotos erkennen – auch wird die gleiche Plattform AmpR Medium (ehemals CMF-EV / Megane & Scenic) genutzt.
Es ist auch abseits offizieller Zahlen kein Bauchgefühlt, sondern eingeschätzt basierend auf dem was man bislang schon sehen kann.
Couch Kartoffel meint
Nissan kupfert zusammen mit seinem Klotz am Bein Mitsubishi doch nur noch im Rahmen von Badge Engineering ab, was Renault liefert. Nissan ist wie Mitsubishi und Honda tote Marken in Europa. Mitsubishi hat mit der Einstellung des Spacestar in Europa 50 Prozent seines Absatzes verloren.
South meint
Super, ein SUV-Crossover, da ist noch keiner drauf gekommen…
Future meint
Aber die Lackierung ist so schön frisch. Optisch sehen alle SUVs fast gleich aus. Aber über die Farbe lässt sich dann doch noch etwas machen, wenn es nicht Schwarz oder Weiß ist.
Anti-Brumm meint
Dann ist der verbesserte cw-Wert danke größerer SUV/Crossover-Stirnfläche auch wieder „für den Hugo“.
Johnny meint
Fairerweise hat Nissan diese Fahrzeugkategorie mit dem Qashqai quasi erfunden
M. meint
What?
Der Qashqai ist ein Kompakt-SUV, die erste Version kam 2006 auf den Markt.
Damit kam er zur Erfindung der Kategorie – je nach Sichtweise – zw. 12 und 60 Jahren zu spät.
banquo meint
Ariya ist der SUV. Ich erwarte den Leaf in der unteren Mittelklasse als Allround-Fahrzeug mit Reichweite, Kofferaum und geringem Verbrauch.