Der Verband der Automobilindustrie (VDA) legt im Vorfeld der geplanten Fortsetzung des Strategischen Dialogs über die Zukunft der europäischen Automobilindustrie in Brüssel einen 10-Punkte-Plan für eine klimaneutrale Mobilität vor. Damit fordert der VDA die Politik in Brüssel und Berlin auf, „die notwendigen Rahmenbedingungen für einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg der Elektromobilität zu etablieren und die notwendige Flexibilisierung und Technologieoffenheit zur Erreichung der Klimaziele zu ermöglichen“.
Entscheidend sei, dass die Überprüfung der Flottenregulierungen genutzt wird, um die neuen Realitäten abzubilden. „Der Hochlauf der E-Mobilität liegt hinter den Erwartungen zurück, den Lieferketten fehlt es an Resilienz und der Standort Europa muss im internationalen Wettbewerb dringend aufholen“, so der Verband.
„Die deutsche Automobilindustrie steht zu den Pariser Klimazielen und treibt die Transformation zu CO₂-neutralen Antrieben entschlossen mit Innovationen und Investitionen voran“, erklärt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Die Unternehmen hätten erheblich in die Transformation investiert, in die Umstellung der Produktion, neue Kapazitäten und in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Die Produktionskapazitäten für „einen massiven Hochlauf“ der Elektromobilität seien geschaffen. 2025 werde voraussichtlich fast jedes zweite in Deutschland produzierte Auto ein Elektroauto sein.
„Doch diese Anstrengungen allein reichen nicht aus, denn dem deutlichen Commitment der Autoindustrie stehen eine insgesamt schwache Nachfrage in Europa, unzureichende Rahmenbedingungen für den Erfolg der E-Mobilität, erhebliche geopolitische Veränderungen, ein reformbedürftiger Standort und ein maximal herausforderndes wettbewerbliches Umfeld gegenüber“, so Müller. „Hinzu kommt: Die von der EU-Kommission verhängten Ausgleichszölle auf E-Autos aus China bedeuten auch für europäische Automobilunternehmen enorme Zusatzbelastungen. Weitere Belastungen und Unsicherheiten entstehen zudem durch die erratische US-Zollpolitik.“
„Flexibilität entscheidend“
Brüssel müsse auf die veränderte globale Lage reagieren. Die Erreichung der ambitionierten Klimaziele sei strategisch an den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit zu koppeln. Es sei entscheidend, die veränderte Lage politisch zu berücksichtigen und entsprechend zu agieren. Für den Erfolg eines langfristigen Projekts sei Flexibilität entscheidend. „Ohnehin hat die Politik bei den CO₂-Flottenregulierungen für Pkw und Vans sowie für schwere Nutzfahrzeuge ihre Aufgabe sträflich vernachlässigt – nämlich die Rahmenbedingungen, insbesondere mit Blick auf die Ladeinfrastruktur und den begleitenden Netzausbau, zu schaffen, damit die ambitionierten Ziele auch tatsächlich erreichbar sind. Jetzt ist der Nachbesserungs- und Anpassungsbedarf umso dringlicher“, erklärt Müller weiter.
Der 10-Punkte-Plan des VDA
Mit Blick auf die CO₂-Flottenregulierungen für Pkw und Vans sowie für schwere Nutzfahrzeuge gilt laut dem VDA aufgrund der nicht ausreichenden und teils fehlenden politischen Maßnahmen zur Unterstützung der Transformation, dass die europäischen Klimaziele im Verkehr derzeit so nicht zu erreichen sind. Deshalb müsse die EU-Kommission die Überprüfungsprozesse der CO₂-Flottenregulierungen nutzen, um die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und gleichzeitig Flexibilisierung und Technologieoffenheit als zentrale Säulen für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie zu etablieren.
„Mit dem 10-Punkte-Plan legt der VDA einen strategischen Vorschlag für die Weiterentwicklung der bisherigen Regulierung vor, der Klimaschutz mit einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung verbindet. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen im Verkehr zu senken und zugleich den Industriestandort Deutschland und Europa in einer sich wandelnden Welt zu stärken sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie zu sichern“, erläutert Müller. „Was wir brauchen, ist ein regulatorischer Rahmen, der Investitionen in alle klimafreundlichen Technologien ermöglicht, industrielle Resilienz sichert und Innovationen freisetzt.“
Konkret fordert der VDA mit seinem 10-Punkte-Plan (PDF):
1. Die Automobilindustrie steht zu den Pariser Klimazielen. Die CO₂-Flottenregulierungen sind nicht mit hinreichenden politischen Maßnahmen unterlegt und so nicht zu erfüllen. Wir setzen auf Anreize und gute Standortbedingungen statt auf neue Belastungen für Industrie und Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine schnelle Verbesserung der Rahmenbedingungen wird entscheidend sein, damit Verbraucherinnen und Verbraucher so schnell wie möglich auf klimaneutrale Antriebe umsteigen können und auch wollen.
2. Die Nachfrage nach Elektromobilität als der wesentliche Beitrag bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück. Daher sollten die Reviews der Flottenregulierungen für Pkw/ leichte Nutzfahrzeuge (LDV) sowie für schwere Nutzfahrzeuge (HDV) auf das Jahr 2025 vorgezogen (für Anhänger, sobald die Auswertung der Monitoringdaten vorliegt) und der Fortschritt regelmäßig politisch überprüft werden.
3. Für die Zielverschärfungen in 2030 und 2035 sollte eine Entlastung in Form eines zweijährigen Phase-In der Grenzwerte zur Anwendung kommen. In der Flottenregulierung für HDV sollte zudem die Höhe möglicher Strafzahlungen auf ein vergleichbares Maß wie für LDV reduziert werden.
4. Im besonderen Fokus der Rahmenbedingungen steht die Lade- und H₂-Tankinfrastruktur (LDV/HDV) mit der notwendigen Erhöhung des AFIR-Ambitionsniveaus, in Verbindung mit einem beschleunigten Netzausbau. Der Ausbau muss vorauslaufend und orientiert an den Zielen der CO₂-Gesetzgebung und des entsprechenden Fahrzeughochlaufs erfolgen.
5. Zudem ist die robuste Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten von zentraler Bedeutung. Die EU-Kommission muss die europäischen und außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dringend verbessern, mögliche Risiken analysieren und insbesondere das Netzwerk der Abkommen und Partnerschaften zügig ausbauen.
6. Stärkung der Technologieoffenheit durch eine stärkere Berücksichtigung der Rolle von PHEVs (Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge) über 2035 hinaus und ein Aussetzen der geplanten Anpassung des Utility Factor (Gewichtungsfaktor, der den Anteil elektrischer Fahrten abbildet) ab 2025. PHEVs mit großer elektrischer Reichweite sind als neue Fahrzeugkategorie zu definieren. Bis zu einem bestimmten Volumen der Flotte wären diese Fahrzeuge unabhängig von der Betankung als ZEV nach 2035 zulassungsfähig. Weitere notwendige Maßnahmen beziehen sich auf eine Anpassung der Schwellenwerte des ZLEV-Benchmark (LDV und HDV) für 2025-2029 und deren Wiedereinführung für 2030-2034 sowie auf eine Änderung der LDV-Zielberechnungsformel, um die in der Flottenregulierung vorhandene Benachteiligung von Fahrzeugen mit höherem Gewicht („negativer Slope“) zu beseitigen. Erläuterung: Das ´Zero and Low Emission Vehicles´-Benchmark beschreibt, wie viele null- und niedrig-emissionsfähige Fahrzeuge ein Hersteller in seinem Flottenmix haben muss, um einen zusätzlichen Beitrag zur Erfüllung der CO₂-Flottenemissionen seiner Pkw und Nutzfahrzeuge zu erzielen.
7. Größerer Fokus auf erneuerbaren Kraftstoffen, indem deren durchschnittliche CO₂- Minderungswirkung in der LDV-Flottenregulierung berücksichtigt wird, da derzeit Emissionen von Verbrennungsmotoren unabhängig vom getankten Kraftstoff als 100 Prozent fossil betrachtet werden. Dies kann auch ein möglicher Mechanismus für HDV sein. Die EU-Kommission muss zudem gemäß Erwägungsgrund 11 umgehend einen technisch und am Markt umsetzbaren Rahmen entwickeln, damit auch Carbon Neutral Fuels Fahrzeuge unmittelbar als Null-Gramm-Fahrzeuge eingestuft werden. Der Blick muss zudem noch stärker auf den Fahrzeugbestand gerichtet werden, um die Klimaziele im Verkehr auch mit Hilfe erneuerbarer Kraftstoffe zu erreichen. Auf EU-Ebene muss dabei neben einer höheren THG-Quote in der RED III auch ein Post-2030-Zielpfad geschaffen werden.
8. In der Flottenregulierung für LDV ist eine Anpassung des Reduktionsziels auf -90 % ab 2035 und eine Sicherstellung der notwendigen Rahmenbedingungen erforderlich. Die verbliebenen CO₂-Emissionen werden über ambitioniertere Ziele für den Anteil erneuerbarer Kraftstoffe in der RED kompensiert.
9. Elektromobilität muss in der Gesamtbilanz einen klaren Kostenvorteil bieten. Eine Reduzierung des Ladestrompreises durch mehr Wettbewerb und Technologie, sowie durch eine Senkung von Steuern und Abgaben, ist von zentraler Bedeutung. Dies gilt in gleichem Maße für die erneuerbaren Kraftstoffe, wie beispielsweise H₂. Anreizsysteme ohne marktverzerrende Preisschwellen leisten einen erfolgreichen Beitrag zum Hochlauf klimaneutraler Antriebe. Speziell bei Nutzfahrzeugen spielt eine langfristige Perspektive für die CO₂-bezogene Maut eine entscheidende Rolle.
10. Das Vertrauen in die Elektromobilität muss grundsätzlich gestärkt werden. Dazu gehört eine aktive Positivkommunikation Elektromobilität. Industrie und Politik müssen hierbei an einem Strang ziehen und gemeinsame Konzepte umsetzen. Es ist zudem zu prüfen, mit welchen Maßnahmen Verbraucherinnen und Verbraucher einen praktischen Vorteil durch Nutzung emissionsfreier Fahrzeuge im Straßenverkehr erhalten können. Dazu sind europäische Erfahrungen auszuwerten und in angepasster Form zu übertragen, wo es möglich und sinnvoll erscheint.

Rüdiger meint
Gestern haben wir in Deutschland wieder massig Ökostrom ins Ausland gepresst, weil hier die Nachfrage fehlt. Einerseits sind die Fabriken / Betriebe geschlossen, andererseits sind die Leute bei dem Wetter unterwegs oder in Ferien.
Wenn wir jetzt die PV Anlagen weiter ausbauen, verstärkt sich das ganze mehr und mehr.
Und wenn Wolken im Weg sind oder es nachts wieder mal dunkel ist, bringt es auch nichts, statt 20 kWp gebalte 200 kWp am Dach zu haben. Also müssen den Strom irgendwo in Tüten packen. Nicht das uns das passiert, was kürzlich in Spanien/Portugal passiert ist, das nämlich das Netz über 52 Hertz explodiert.
Eingleisig fahren kann gefährlich werden. Es braucht schon mehr Konzepte.
Ossisailor meint
Der Markt für stationäre Großspeicheranlagen in Deutschland wächst rasant. Inzwischen sind mehr als 20 GWh installiert.
Rüdiger meint
Hätte gestern nicht mal für ne Stunde ausgereicht, zumal diese Speicher noch vom Vortag was drin hätten…
also nochmal: wohin mit dem Strom, wenn wie gestern von 8 bis 19 Uhr die Sonne bretzelt und wird auf mittlere Sicht die PV Bretter verdoppeln, verdreifachen, verzehnfachen wollen?
hu.ms meint
Ein konzept ist vom Robert vorhanden. Wird aber nur zögernd umgesetzt.
Solange es nicht genügend speicher gibt, müssen PV-grossanlagen abgeriegelt werden.
Speicher in form vom pumpspeicher-KW und akkus fehlen noch.
An solchen top-tagen kann auch H2 produziert werden, der zukünftig für schiffe / flugzeuge benötigt wird.
WKA laufen nahezu durchgehend – es fehlen die leitungen nach süden.
Für dunkelflaute back-up-gaskraftwerke, die aber nur für max. 50 tage im jahr benötigt werden. Deren strom wird richtig teuer, deshalb ist unbedingt ein variabler stromtarif mit entsprechenden smart-zählern notwendig.
Wenn der strom in diesen zeiten 50ct kostet, läd kaum einer sein BEV oder schaltet wasch- spülmaschine bzw. backofen ein. Geld regiert die welt.
Rüdiger meint
Ahso, der Roobert hatte ein Konzept. Er hätte es besser erzählen sollen, oder?
*ggg
Ralf meint
Der Seehofer u.a. hat die Stromautobahn gen Süden seinerzeit blockiert – ins „Herz der Vorstufe zum Paradies“, schon vergessen? Sein Nachfolger, der aktuelle bayerische Alleskönner, konnte sich jedenfalls nicht daran erinnern und hat die Vorgänger-Bundesregierung wegen der fehlenden Stromautobahn kritisiert.
Lobbypolitik und Polemik vom Feinsten……
Rüdiger meint
ahso, jetzt ist noch Seehofer schuld, vermutlich noch Merkel, Kohl und Jack Jiraque oder nein, es war Boris Jelzin, der hat so komisch gesungen beim reden….
das heute Akkus und Technik günstiger geworden sind, als anno vor dem Krieg hat damit nichts zu tun.
Rüdiger meint
ahso, jetzt ist noch Seehofer schuld, vermutlich noch Mer. kel, Kohl und Jack Jira. que oder nein, es war Boris Jel. zin, der hat so komisch gesungen beim reden….
das heute Akkus und Technik günstiger geworden sind, als anno vor dem Kri. eg hat damit nichts zu tun.
Lanzu meint
Für Sondersituationen wie Pfingsten wird Abregelung normal bleiben. Es lohnt sich schlicht nicht einen Speicher zu installieren, der zweimal im Jahr einspeichert. Gerade die Produktion von H2 ist an solchen Tagen keine wirkliche Option, um die Überschussspitze abzufangen. H2-Produktion muss so ausgelegt werden, dass sie regelmäßig läuft, entsprechend lohnt es sich aktuell nicht, außer ein paar Kleinprojekte mit dedizierter Produktion.
hu.ms meint
Ich habe gestern meinen ID.3 voll geladen.
An sonnigen werktagen ist günstig laden an den firmenparkplätzen bzw. dort wo die BEV tagsüber stehen sinnvoll. 16A reichen.
Future meint
Anders als in Spanien ist Deutschland rundherum doch gut vernetzt. Das ist auf der iberischen Halbinsel so nicht umsetzbar. In Deutschland wie in Spanien muss es aber viel mehr Großspeicher geben. Aber das passiert ja auch. Sogar VW plant mit Elli Großspeicher in der Dimension eines Gaskraftwerks. Großartig sind auch die Großewärmepumpen von MAN Energy Solutions. Damit ist die Wärmepumpe im Vorgarten überflüssig und der Gasanschluss sowieso. Alles wird gut, wenn man es will.
E.Korsar meint
Du konstruierst einen Zusammenhang zwischen PV-Ausbau und Netzabschaltung in Spanien am 28.04.2025. Den gibt es nicht.
Als wahrscheinlichste Ursache gilt derzeit:
Störung in einem Umspannwerk im Süden Spaniens: Spaniens Energieministerin Sara Aagesen bestätigte Mitte Mai 2025, dass der Ursprung des Blackouts in einem Umspannwerk in Granada lag. Kurz darauf kam es zu weiteren Störungen in Badajoz und Sevilla. Diese drei Vorfälle führten zu einem Erzeugungsverlust von zusammen 2,2 Gigawatt Strom innerhalb von nur 20 Sekunden.
Was dann geschah (Kettenreaktion):
Das plötzliche Wegbrechen dieser Leistung, das etwa 15 Gigawatt (60% der spanischen Stromnachfrage) innerhalb von fünf Sekunden betraf, war zu viel für das europäische Verbundsystem, um es auszugleichen.
In der Folge kam es zu einer Reihe von Netzabschaltungen und Notabschaltungen, um die Infrastruktur zu schützen, was schließlich den landesweiten Blackout auslöste. Auch die Verbindung zwischen Spanien und Frankreich wurde getrennt.
Futureman meint
Es müssen zeitnah mehr Anreize zum lastgesteuerten Verbrauch geben. An den Tankstellen ändern sich doch auch stündlich die Preise (je nach Börsenpreis). Das sollte auch an Schnellladern gelten. Dann wären die schonmal Mittags ausgelastet. Den beim Sprit fahren die Leute wegen 2 Cent zig Kilometer zur nächsten Tankstelle.
Und wenn der Hausbesitzer lernt, dass der Strom um 17Uhr sauteuer ist, aber Mittags verschenkt wird, installiert er sich ganz schnell einen Speicher. Denn was für Großspeicher gilt, zählt auch für kleine: Bei der richtigen Nutzung von Börsenstrom sind sie sehr rentabel.
Leider wird oft auf Sonne und Wind geschimpft, statt die Chancen von (fast) kostenlosen Strom zu nutzen.
Rüdiger meint
Ich mach mir sorgen übers tanken, wenn ich noch 300 KM rest von 1.200 KM habe. Wenn das heute nicht vom Preis passt, fahre ich eben 2 Tage noch… du weisst doch, der Deutsche fährt doch nur 38 KM am Tag… zudem kann diesel monatelang unter der Tankstelle lagern, ohne ranzig zu werden.
Bei Strom sieht das anders aus…. in Spanien hatten die auch keinen blackout, sondern überlast!
F. K. Fast meint
Warum fragt man sich nicht, weshalb die Nachfrage nach BEV hinter den Erwartungen zurückbleibt? Wäre das in einem vernünftigen Unternehmen nicht die erste Frage?
hu.ms meint
Weil nach letzter umfrage 43% grundsätzlich kein e-auto wollen. Das wird doch auch immer politischer.
Vom rest hat mind. die hälfte keine lademöglichkeit mit günstigen HHstrom zuhause oder am AP.
Till meint
Gerade gestern habe ich wieder versucht, Das zu thematisieren. E-Mobilität wird grundsätzlich und kategorisch abgelehnt. Man lässt sich da nicht mal auf Diskussionen ein. Argumente kommen keine, sondern letztlich wird es nur persönlich und droht zum Streit zu eskalieren.
Meine „Diskussionspartnerinnen“ waren zwei Frauen, mitte Fünfzig.
Die Ablehnung der E-Mobilität hat etwas Quasireligiöses.
Jeff Healey meint
Ist das nicht unfassbar traurig und ermüdend? Ich habe letztens auch so ein Gespräch gehabt. Es ist geradezu niederschmetternd wie ohne jegliches Hintergrund-Wissen oder technisches Verständnis etwas kategorisch abgelehnt wird, weil man ja von „guten Freunden“ nur schlechtes von der E-Mobilität gehört hat, Stichwort Kinderarbeit und Batterien die nur fünf Jahre halten…🙄🙄🙄
Da kannst mit noch so viel Fakten kommen, da wird jede aufkommende Diskussion abgewürgt. Wie lautet da so ein schöner Spruch?
„Das Universum und die Dummheit des Menschen ist grenzenlos.
Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher…“
Hans Meier meint
Ist auch kein Wunder, die Presse (teils bezahlt von der Industrie) schreibt seit ca 2013 (seit dem grösseren Aufkommen von Tesla) in der Tendenz negativ über E-Mobilität. Viele Leute sind verunsichert, die Politik macht nichts bei der (privaten) Ladeinfrastruktur und die Autobauer verlangen für ihre Autos Mondpreise. Es ist kein Wille da sondern ein Bremsen auf dem Maxium weil die deutsche Industrie hinterherhinkt. Ältere Leute die in diesen aktuellen Themen vielfach nicht drin sind können sich so keine fundierte Meinung bilden. Darum kannst du hier nur Zeigen und mit Beispiel vorangehen und Hilfe anbieten, dann gehts. Am meisten verstören einfach die Mondpreise der Autos, ist aber scheinbar industriepolitisch gewollt so.
Powerwall Thorsten meint
T&A liefert im anderen Thread eine gute und knappe Analyse, wie vernichtend der 10 Punkte Plan des VDA für die europäische Autoindustrie sein würde.
In Deutschland gibt es derzeit mittlerweile über 150.000 Ladepunkte für PKW und der VDA hört nicht auf diesen Bestand als zu wenig einzustufen.
Für schwere LKW gibt es im Vergleich dazu quasi keine Ladeinfrastruktur und nun vordert der VDA Schwere LKW vermehrt bei den CO2 Zielen zu belasten und einen ein Wasserstoff Ladenetzwerk aufzubauen für welches es aus guten Gründen quasi keinerlei Bedarf geben wird……
Herr lass Hirn regnen – mehr ist zu diesem Lobbyverein eigentlich schon lange nicht mehr zu sagen – wahrscheinlich liegt deren Großraumbüro direkt gegenüber dem unserer Bürogemeinschaft.
Future meint
Hildegard Müller wirkt mit ihrem VDA so wie eine Jeanne d’Arc der alten Automobilindustrie. Verhindern, verlangsamen, verschieben – der Ka mpf gegen das Elektroauto hat diese alte Autoindustrie noch längst nicht aufgegeben. Die Heldinnen werden am Ende trotzdem verlieren. Es könnte bitter enden.