Bundesverkehrsminister Schnieder hat das Expertenforum klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur (EKMI) ins Leben gerufen. Ziel des EKMI sei es, das Bundesverkehrsministerium (BMV) kurzfristig und wirkungsvoll bei der Entwicklung von Maßnahmen für das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für den Verkehrssektor zu unterstützen.
Schnieder: „Wir halten an unseren Klimazielen fest – auch im Verkehrssektor. Um wirksame und tragfähige Maßnahmen zu entwickeln, binden wir von Anfang an die wissenschaftliche Expertise und die Erfahrungen der Praxis mit ein. Durch die vielfältigen Impulse aus allen Bereichen wollen wir tragfähige Lösungen schaffen für eine klimafreundliche Mobilität, die den Menschen zugutekommt.“
Geleitet wird das Gremium von Staatssekretärin Claudia Elif Stutz. Das EKMI vereint laut einer Mitteilung rund 25 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre frühzeitige Einbindung in den Entwicklungsprozess soll sicherstellen, dass wirtschaftlich machbare sowie finanziell und gesellschaftlich umsetzbare Maßnahmen erarbeitet werden, um die Dekarbonisierung im Verkehr wirksam voranzutreiben.
Das EKMI ist in fünf thematische Arbeitsgruppen eingeteilt:
- Elektrifizierung und Effizienzsteigerung des Pkw-Verkehrs
- Dekarbonisierung des schweren Straßengüterverkehrs
- Kommunale Mobilität und Multimodalität
- Verlagerung auf die Schiene und den kombinierten Güterverkehr
- Einsatz regenerativer Kraftstoffe
Die Mitglieder analysieren und bewerten bereits vorliegende Maßnahmenvorschläge des BMV hinsichtlich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen und analysieren deren Wechselwirkungen. Die Ergebnisse werden abschließend in einem Gesamtdokument dem BMV übergeben.
Der Arbeitsprozess des EKMI ist zunächst für eine Dauer von rund fünf Wochen angesetzt. Die Auftaktsitzung fand am 12. Juni 2025 statt, weitere Treffen in den Arbeitsgruppen und im Plenum sollen bis Mitte Juli folgen. Hintergrund des eng getakteten Prozesses ist die Verpflichtung des BMV, bis Mitte September seinen Beitrag zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung an das federführende Bundesumweltministerium zu übermitteln.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel „einer umfassenden Transformation hin zu klimafreundlicher Mobilität, die das Mobilitätsangebot verbessert und zugleich Emissionen reduziert“. Strategische Maßnahmen wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Förderung emissionsfreier Fahrzeugtechnologien und die Fortführung des Deutschlandtickets sind zentrale Elemente.

Stefan Redlin meint
Tolle Idee, 13 Jahre nach dem Erscheinen von in Großserie hergestellten E-Autos, beginnt man sich damit zu befassen. Bin sprachlos.
eBikerin meint
Der Leaf ist 2010 gestartet – sind also 15 Jahre.
NeutralMatters meint
Es ist ja nicht so, dass es nichts zu verbessern gäbe und in dem Falle ist es besser, dass jetzt begonnen wird, als morgen, auch wenn es gestern am besten wäre.
brainDotExe meint
Große Modell- und Markenvielfalt gibt es seit wann?
Das ist doch erst in den letzten paar Jahren so richtig los gegangen.
Justin Case meint
Na dann hoffen wir mal dass dort nicht ideologisch besetzt wird.
Stichwort „Dark Voldemort“