• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Über & Impressum
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
  • Datenschutz
  • Suche

AlixPartners-Studie: „Die europäische Industrie steht vor dem Ausverkauf“

07.07.2025 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

VW-ID.3-Produktion-Dresden

Bild: VW (Symbolbild)

Die Unternehmensberatung AlixPartners hat ihren jüngsten „Global Automotive Outlook“ (GAO) veröffentlicht. Eine der Kernaussagen der diesjährigen Studie ist, dass Automobilunternehmen ihre Geschäftsabläufe grundlegend umgestalten müssen. Nur dann wäre garantiert, dass sie das existenzielle Ausmaß der aktuellen Disruptionen überleben, mit denen ihre Branche heute konfrontiert ist.

Zu diesen Disruptionen und Störungen gehören laut der jährlich erhobenen Branchenanalyse Zölle und weitere geopolitische Maßnahmen, ein geringerer Absatz von Elektrofahrzeugen als erwartet, der anhaltende Aufstieg vieler wettbewerbsintensiver chinesischer Automobilunternehmen, Regionalisierungsdruck, und Lieferengpässe. Einfluss haben zusätzlich die schnell wachsende Bedeutung von ADAS-Funktionen (Fahrassistenz) und softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen.

Fabian Piontek, Partner und Managing Director Automotive & Industrial Practice: „Der GAO liefert einen klaren Überblick über eine Branche, die durch langsames Wachstum, hartnäckig hohe Kosten, überproportional hohe und derzeit kaum amortisierbare EV-Entwicklungsausgaben in der westlichen Hemisphäre und den Erfolg der technologischen Konkurrenz durch führende chinesische NEV (New Energy Vehicles) Anbieter getrieben wird. Zulieferer und Hersteller sollten ihre Erkenntnisse, die sie über die Gewinner auf dem chinesischen Markt gemacht haben, als Ansatzpunkte für den Wandel in den eigenen Heimatmärkten nutzen.“

Schlüsselaussagen des Global Automotive Outlooks

  • Der weltweite Absatz von Pkw wird 2025 nur um ein Prozent steigen, wobei das Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern die Rückgänge in Europa und den USA ausgleicht.
  • Der europäische Automarkt wächst, getrieben durch chinesische Hersteller. Im Jahr 2025 produziert die europäische Autoindustrie 16,9 Millionen Einheiten. Im Jahr 2030, so die AlixPartners-Prognose, steigt die Zahl auf 17,6 Millionen. Während der Anteil der europäischen Hersteller in der Heimatregion zurückgeht, wächst der der Chinesen (plus 800.000 Einheiten). Chinesische Hersteller bauen Werke, die Europäer haben 2030 Überkapazitäten (rund 400.000 Einheiten), die zu Werksschließungen führen müssen.
  • Der Absatz in China wird 2025 nur um drei Prozent steigen, was die stärkeren chinesischen Automobilhersteller und Zulieferer zu weiteren internationalen Expansionsplänen veranlassen dürfte.
  • AlixPartners prognostiziert, dass Elektrofahrzeuge aller Art, einschließlich BEVs (batterieelektrische Fahrzeuge) und EREVs (Elektrofahrzeuge mit Verbrenner-Stromgenerator für mehr Reichweite), bis 2030 einen Anteil von 30 Prozent am Weltmarkt haben werden.
  • EREVs besitzen in China mit acht Prozent Marktanteil bereits 2025 eine große Bedeutung (16 % PHEV, 30 % BEV). Ihr Marktanteil wird bis 2030 auf 13 Prozent anwachsen (14 % PHEV, 50 % BEV). In Europa bleiben EREVs auch mittelfristig eine Randerscheinung, werden bis 2030 nicht mehr als drei Prozent Marktanteil erreichen (BEV 43 %, PHEV 6 % im Jahr 2030).
  • Teilnehmer der GAO-Umfragen sehen China technologisch weit vor den US-Herstellern und europäischen Herstellern.
  • Chinesische Zulieferer erzielen im Schnitt Margen von 12,9 Prozent und liegen damit weit vor der internationalen Konkurrenz und vor den Herstellern.
  • Die europäische Industrie steht vor dem Ausverkauf. Wesentlich mehr Käufe amerikanischer und chinesischer Unternehmen in Europa als umgekehrt.
  • In den Jahren 2022 bis 2024 erwirbt Amerika mit Kapitalinvestitionen in Höhe von neun Milliarden USD Unternehmen der europäischen Automobilindustrie. Asien weist das höchste Einkaufsvolumen auf (42 Mrd. USD), wobei rund 14 Prozent auf Übernahmen von europäischen Automobilunternehmen entfallen. Europa ist die einzige Region, die einen Vermögensabfluss (13 Mrd. USD) verzeichnet.
  • Die Anzahl der Veräußerungsaktivitäten in Europa steigt, mit großem Schwerpunkt in der Zuliefererindustrie.
  • Die Kosten der neuen US-Zölle werden sich bis 2026 wahrscheinlich auf rund 30 Milliarden Dollar belaufen. Die GAO-Prognose geht von durchschnittlichen Mehrkosten für europäische Importfahrzeuge in den USA um 4400 USD pro Modell aus, Importe aus Mexiko werden sich im Mittel nur um etwa 1120 USD verteuern.
  • Konsequenter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann den Entwicklungsrückstand der Europäer verkürzen und die Entwicklungszeiten reduzieren.
  • ADAS und SDV sind die nächsten Wachstumsfelder, hier dürfen die Europäer den Anschluss nicht verlieren. Sie müssen Entscheidungsprozesse beschleunigen, auch durch den Einsatz von KI und Echtzeit-Datenverarbeitung im großen Stil.

Positiv zu vermerken ist, dass der GAO mehrere Maßnahmen aufzeigt, die Automobilunternehmen ergreifen können, um die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Moderne Technologien als Überlebensfaktor

„Eine Schlüsselanforderung ist das vollständige Verständnis und die Nutzung fortschrittlicher Mobilität, einschließlich ADAS (Advanced-Driver-Assistance-Systemen)“, sagt Fabian Piontek. „Unser Ausblick prognostiziert, dass das Wachstum des globalen ADAS-Marktes das der traditionellen Fahrzeuge übertrifft, und wir gehen davon aus, dass er bis 2030 50 Milliarden Dollar erreichen wird.“

Ein weiterer Punkt sei die Nutzung von KI-gestützten Systemen und Prozessen zur Verbesserung der Abläufe bei Automobilherstellern und -zulieferern, wodurch Entwicklungszeiten und Prüfkosten um 20 Prozent gesenkt werden könnten.

„Die westliche Automobilindustrie, OEMs wie Zulieferer, muss sich moderne Werkzeuge und wettbewerbsfähige Betriebsmodelle aneignen, um die Agilität zu schaffen, mit der die schnell aufeinander folgenden Krisen bewältigt werden können“, so Mark Wakefield, Global Automotive Market Lead bei AlixPartners. „Die Nutzer solcher Betriebsmodelle werden die Lähmung durch die zunehmenden Krisen überwinden und sich auf diversifiziertes, Handeln vorbereiten, das sich auf gemeinsame, einheitliche Daten und eine strategische Haltung und Zielsetzung stützt, statt auf die alten hierarchischen Silos, das Stapeln von Spezifikationen und deterministische Strategien.“

„Europa steht zum Verkauf“

Chinas Exportanstrengungen festigen laut der Studie seine Rolle als treibende Kraft für Veränderungen in der gesamten Branche, die mit Herausforderungen in der Lieferkette zu kämpfen hat, die sich in den letzten Monaten durch den Zugang zu wichtigen Mineralien noch verschärft haben. Dies führt zu einer Dreiteilung der Branche in die chinesischen, europäischen und den US-amerikanischen Regionen.

„In der Automobilindustrie gibt es eine ununterbrochene Folge von Umwälzungen, und ihre Kadenz nimmt weiter an Fahrt auf“, sagt Andrew Bergbaum, Global Leader der Automotive & Industrial Practice bei AlixPartners. „Ein Ergebnis ist, dass, wie ich es manchmal ausdrücke, ‚Europa zum Verkauf steht‘ – womit ich all die M&A-Deals und Gelegenheiten meine, in denen europäische Automobilunternehmen die Handelsware sind. Es liegt auf der Hand, dass die Branche heute weltweit über Maßnahmen nachdenken sollte, an die sie möglicherweise noch nie gedacht hat.“

Newsletter

Via: AlixPartners
Tags: China, Europa, USAAntrieb: Elektroauto

Elektroauto von Mercedes-AMG wird V8-Sound und Getriebe simulieren

Volkswagen verkauft in Berlin und Brandenburg deutlich mehr E-Autos als Tesla

Auch interessant

Genesis richtet Vertrieb in Europa neu aus und plant Wachstum

Genesis-GV60

Studie: Westliche Autobauer fallen im Rennen um softwaredefinierte Fahrzeuge zurück

VW-ID.3-NEO-Cockpit

Global gesehen „gibt es keine Wahl“: Warum Mercedes weiter auf E-Autos setzt

Mercedes-GLC-EQ

Offenheit für chinesische E-Autos in Europa steigt weiter

BYD-ATTO-3-EVO-

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Sebastian meint

    08.07.2025 um 17:04

    hmm..
    Warum Europa nicht liefern kann? Kaum bis keine Rohstoffe. Zu teuer in der Produktion, dafür zu viel Schickimicki… Feiertage, Urlaub bis zum umfallen, gleichzeitig wollen wir die Welt insgesamt retten, mit unserem Weitblick. Lustig anzuschauen, wie jedes Jahr mehr Geld aus D und der EU abwandert.

    *mal schauen ob dieser Beitrag auch wieder 2 Tage parken muss, bis er „moderiert“ wurde…

  2. Haubentaucher meint

    07.07.2025 um 09:56

    Der Ausverkauf läuft ja schon längst und wird nur durch das Verbrennergeschäft und durch Palliativverkäufe von PHEV halbwegs kaschiert.

    • banquo meint

      07.07.2025 um 12:11

      Du hast den Inhalt des Artikels entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Das EV-Geschäft der europäischen Hersteller wird nicht verkauft.

  3. banquo meint

    07.07.2025 um 09:47

    „In den Jahren 2022 bis 2024 erwirbt Amerika mit Kapitalinvestitionen in Höhe von neun Milliarden USD Unternehmen der europäischen Automobilindustrie.“
    Das war die Zeit in der Joe Biden ein umfangreiches industriepolitisches Programm zur Förderung strategischer Sektoren, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Verringerung sozialer Ungleichheiten bildete.

  4. South meint

    07.07.2025 um 09:39

    Na, dem Artikel kann man aber sowas von Beipflichten, nur, wir sind jetzt schon im Jahr 2025, dass allermeiste wusste man ja schon vor knapp 10 Jahren. Wer erst jetzt beginnt ernsthaft darauf zu reagieren ist reichlich spät dran, um nicht zu sagen zu spät…

    • hu.ms meint

      07.07.2025 um 09:58

      Die reaktionen sind bei manchen bei der planung schon vor jahren erfolgt.
      Z.b. baut die VW-group die margenschwachen BEV im A- und B-segment in lohn- und energie-kostengünstigeren S und P.
      In china kommen landesspezifische BEV-modelle, deren erfolg ich allerdings für fraglich halte.
      Europäische hersteller habenbei autos den markteintritt der japaner und koreaner verkraftet.
      Warum sollte das bei den chinesen anders sein?

      • Andi EE meint

        07.07.2025 um 13:49

        Weil man mit Software und Batterie die entscheidenden, margenstarken Komponenten nicht mehr selber herstellen kann, das ist ja klar.

        • Thorsten 0711 meint

          09.07.2025 um 09:42

          Dann kaufen die OEMs eben SW und Akkuzellen ais schweizerischer Produktiom ein, Problem gelöst. Also zumindest dies Marge aus diesen Verkauf bleibt in Europa.

Der Kommentarbereich ist geschlossen

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de