Das chinesische Technologieunternehmen Xiaomi baut neuerdings Elektroautos und hat damit auch Europa im Visier. Zukünftige Modelle können mit fortschrittlichen Festkörperbatterien ausgestattet werden.
Xiaomi hat laut CarNewsChina ein Patent für eine Festkörperbatterie angemeldet und betritt damit erstmals offiziell den Markt für diese Technologie. Das Unternehmen gibt an, dass der Akku auf einem festen Elektrolyten basiert, der aus Polymeren und Metallsalzen besteht. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um einen besonders flachen Energiespeicher mit einer Höhe von zwölf Zentimetern.
Der Akku ist in einem Cell-to-Body-Design (CTB) integriert, bei dem die Struktur des Fahrzeugunterbodens bereits Teil der Batterie ist. Das soll eine Volumeneffizienz von 77,8 Prozent ermöglichen. Xiaomi gibt an, dass damit nach dem eher unrealistischen chinesischen Testzyklus CLTC Reichweiten von über 1.200 Kilometern möglich sein sollen. Außerdem sei eine Schnellladung von bis zu 800 Kilometern in zehn Minuten vorgesehen, konkrete Angaben zur Batteriegröße fehlen.
Technologisch setzt Xiaomi auf eine geschichtete Elektrodenstruktur, die eine hohe Ionenleitfähigkeit und Energiedichte ermöglichen soll. Die Elektroden bestehen aus aktiven Materialien, leitfähigen Stoffen, Bindemitteln sowie dem festen Elektrolyten aus Polymeren und Metallsalzen.
Der neue Xiaomi-Energiespeicher soll mit bestehenden Produktionslinien für Lithium-Ionen-Batterien kompatibel sein. Das könnte eine schnellere Einführung ermöglichen und die Investitionskosten für den Ausbau der Produktion senken.
Ob Xiaomi bei der Entwicklung mit einem Partner zusammenarbeitet, ist noch nicht bekannt. Ziel sei es jedoch, eine Abhängigkeit von etablierten Batterieherstellern wie CATL oder BYD zu vermeiden, heißt es in dem Bericht.
Xiaomi verkauft seit 2024 im Heimatmarkt Elektroautos. Ausgeliefert wird derzeit die Limousine SU7, kürzlich wurde zudem das SUV YU7 vorgestellt. In Zukunft sollen die Fahrzeuge des chinesischen Technologiekonzerns auch in Europa verfügbar sein. Laut Medien wird der Start auf internationalen Märkten schrittweise ab 2027 erfolgen.

Mary Schmitt meint
Jajaja, die großen Ankündigungen aus China. Wo ist eigentlich der Semi-Solid 150 kWh Akku von Nio? Immer noch nicht in Europa zu haben.
Jörg2 meint
Marie
Xiaomi fängt doch erst an. Du musst noch nicht schnappatmen.
Die Wahrheit meint
Mary Schmitt ist „lost in space“.
Sie wird, wie viele andere, von der tatsächlichen Entwicklung überrollt.
Sie sieht es nicht, sie weiss es nicht, sie will es nicht sehen und sie wird es nicht verstehen, wenn es passiert. Genau diese Einstellung sehe ich bei vielen Mitmenschen. Traurig aber wahr.
Egal was die ewig gestrigen hier schreiben, es kommt früher oder später.
China hat einen Plan.
Deutschland ist planlos.
Donald meint
Mary Chipwomans Kommentare sind seit Jahren ein zuverlässiger Kontraindikator.
Die Wahrheit meint
Die chinesischen Autobauer überholen den VW Konzern links und rechts und fahren bald Kreise und den einst betrügerischen Konzern.
Die VW Konzern Verweiflung zeigt sich bereits sehr deutlich in den Joint Venture mit chinesischen Firmen, da VW aus eigener Kraft kein Bein mehr in den Chinamarkt bekommt und rückständig VW Produkte in dem Markt einfach nicht mehr gekauft werden. Traurig aber wahr.
Das Dilemma des VW Konzerns wird immer offensichtlicher, da keine Eigenentwicklung stattfinden. Man muss sich bei chinesischen Firmen Anbietern und die gescheiterte Softwareentwicklung mit Cariad nach Amerika beim fast insolventen Unternehmen Rivian auslagern. Der VW Konzern begibt sich damit in zwei zweifelhafte Abhängigkeiten.
Ein Land, welches eine Demokratie in Taiwan bedroht und dem Putin Wahnsinn in nichts nachsteht, da Taiwan aktiv bedroht wird. In dem Land, wo die weltweit wichtigste Chipfabrik steht. Wenn China Taiwan angreift, wird die Chipfabrik durch Taiwan zerstört, da man nichts an China verschenken will. Damit gäbe es eine weltweiten Krise in der so wichtigen Chipherstellung im Nanobereich. Außerdem wird Amerika Taiwan militärisch zur Seite stehen. Das weiß China und rüstet extrem massiv auf. Aus meiner Sicht kann China nur mit einem Blitzkrieg seine Ziele erreichen und wird kein Desaster wie in der Ukraine wollen.
Trump kann in Amerika entwickelte Software von jetzt auf gleich per Dekret schützen und mit hohen Zellen oder deren Ausfuhr komplett verbieten.
Damit hat sich der VW Konzern in eine extrem kritische Situation entwickelt, deren Ausmaß ein sehr hohes Risiko darstellt.
Die Börse hat das erkannt und der Kurs dümpelt seit geraumer Zeit deutlich unter 100€ für beide Aktien.
Weitere Faktoren stehen düster über dem VW Konzern. AUDI und Porsche haben schon gezeigt, dass sie mit BEV keine Gewinne erzielen. Audi musste bereits ein Werk in Brüssel schließen. Porsche hat mit dem Taican eine üble Schlappe erlitten. Andere BEV aus dem VW Konzern werden nur hergestellt, um die hohen EU Strafzahlungen einzudemmen. Wie viele Autobauer wird mit reinen EAuto nur Verlust wrwirtschaftet.
Ich kenne nur einen Autobauer, der mit reinen EAutos eine positive Marge erwirtschaftet. Alle anderen machen Verluste pro EAuto oder werden extrem staatliche unterstützt.
Der Kostenvorteil in der Batterieproduktion ist von deutschen Autoherstellern unaufholbar. Von technischen Innovationen ganz zu schweigen.
Fazit: Die nächsten Jahre werden zeigen, wer in dem Haifischbecken EAuto überlebt. Wer jetzt noch auf Verbrenner, Wasserstoff oder Hybride Technik setzt, hat schon verloren.
Jörg2 meint
Es ist sicherlich sinnvoll, die wichtigsten Bestandteile der Wertschöpfungskette im eigenen Hause, unabhängig von einer margefressenden Zulieferei, zu haben.
Dieseldieter meint
Bisher setzt aber Xiaomi auf Auftragsfertiger und scheut die Investitionen in eigene Werke.
Jörg2 meint
Xiaomi betreibt seit Jahren eigene Fabriken.
JuergenII meint
Stimmt nicht mehr so ganz.
Xiaomi hat die Produktionsstätten für seine Elektrofahrzeuge (EVs) selbst übernommen. Das Unternehmen hat eine eigene Produktionsstätte in der Beijing Economic-Technological Development Area (Yizhuang) errichtet. Die Fabrik verfügt über eine geplante Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen in der ersten Phase.