Honda hat wie angekündigt beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien ein kleines Elektroauto ausführlicher präsentiert. Die zunächst als „Super EV Concept“ geteaserte Studie einer Schräghecklimousine im A-Segment wird nun N-One e genannt.
Der Designaspekte des von 2020 bis 2024 angebotenen E-Klein(st)wagens Honda E aufweisende Wagen dürfte einen Ausblick auf ein Serienmodell geben. Darauf weist auch ein neuer Teaser hin, der die Front des Mini-E-Autos ohne Tarnung zeigt.
Der N-One e orientiert sich optisch an den in Japan sehr populären „Kei-Cars“, ist aber laut Berichten mit wohl rund 3,90 Metern etwas länger. Technische Details sind noch nicht bekannt. Honda hat bisher nur erklärt, dass das Fahrzeug zeigen soll, wie ein kleines Elektroauto sowohl praktisch sein als auch Spaß beim Fahren machen kann.
„Der Super EV Concept zeichnet sich durch ein sportliches und reaktionsschnelles Fahrverhalten aus, das für Kompaktfahrzeuge typisch ist, und bietet den Kunden ein aufregendes Fahrerlebnis mit Herzklopfen“, hieß es vor der Vorstellung in Goodwood. Laut dem Unternehmen wurde der kleine Vollstromer mit Blick auf eine globale Markteinführung konzipiert. Wann, wie und unter welchen Voraussetzungen man sich für eine Serienversion entscheiden wird, ist offen.
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Honda will in den kommenden Jahren sieben neue Elektroautos auf den Markt bringen. Sie sollen eine neue Plattform, neue Batterien und neue Motorentechnologien nutzen. Im Mittelpunkt stehen die Premium-Stromer der „O Series“, auf die erste Studien eine Vorschau geben. Eine mögliche Kundenversion des N-One e dürfte den Einstieg in das zukünftige Elektroauto-Angebot der Marke darstellen und der gehobenen 0 Series gegenüberstehen.
Mit Verweis auf die zuletzt schwache Nachfrage nach Elektroautos hat Honda kürzlich verkündet, künftig auch verstärkt auf Hybridisierung zu setzen. Von 2027 bis 2031 sollen weltweit 13 neue Modelle auf den Markt kommen, um die Lücke bis zur breiten Masseneinführung batterieelektrischer Autos zu schließen. Diese werden die nach Angaben der Marke bisher effizientesten Antriebsstränge mit Verbrennungsmotor nutzen.
„Wegen der aktuellen Marktabschwächung erwarten wir, dass der Absatz von Elektrofahrzeugen im Jahr 2030 unter den ursprünglich angestrebten 30 Prozent liegen wird“, so CEO Toshihiro Mibe im Mai. Batteriebetriebene Fahrzeuge könnten bis dahin nur etwa 20 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen. Der Konzernchef kündigte an, bis 2030 2,2 bis 2,3 Millionen Hybridfahrzeuge zu verkaufen.

Smarty2020 meint
Der lieferbare Hyundai Inster (optische Ähnlichkeit ca. 98%!?) bietet in diesem Segment alles und bestens und günstig. Die „angedrohten“ Eigenentwicklungen anderer Hersteller kupfern hier doch nur noch ab oder können es leider nicht besser machen: also kann man sich jede Eigenentwicklung bei den anderen Herstellern eigentlich sparen und mit großenStückzahlen von baugleichen Modellen endlich deutlich Kosten sparen, die dann beim Käufer ankämen. Wer braucht da noch ID 2 oder 3 oder was auch immer, außer man ist markentreu-dumm….
FrankyAC meint
Den Honda-E hätte ich gern gehabt, aber Preis/Leistung waren der absolute Witz. 40.000€ für 200Km Reichweite wurden damals aufgerufen.
Darum interessiert mich diese Kiste schon jetzt kein bisschen.
F. K. Fast meint
Gefällt mir optisch besser als der Inster und der gegenüber der ersten Studie rundgelutschte Honda e. Aber wie wir aus der Honda-e-Geschichte wissen, heißt klein bei Honda nicht unbedingt günstig. Insofern würde ich mich viel mehr über einen elektrischen Civic oder Jazz freuen.
E.Korsar meint
„Der N-One e orientiert sich optisch an den in Japan sehr populären „Kei-Cars“, ist aber laut Berichten mit wohl rund 3,90 Metern etwas länger.“
Etwas länger? Ein halber Meter – mindestens!
Merlin meint
Richtig…Kei-Cars sind laut Definition <=3,4m lang und <=1,48m breit.
Hoffe sie orientieren sich nicht bei der Leistung auch an Kei-Cars: die müssen <=47kW sein :-)
tutnichtszursache meint
Genau und wenn es kein Kei-Car (LxBxH(cm): 3,40×1,48×2,00) ist, dann ist diese Studie ziemlich nutzlos.
Der Mitsubishi i-MiEV wurde schon 2009 als e-Kei-Car verkauft, obwohl er 7,5cm zu lang war, aber Höhe und Breite passten.
Aktuell kann man den Nissan Sakura/ Mitsubishi eK X EV als „echte“ e-Kei-Car kaufen.
ID.alist meint
Kei-Cars haben steuerliche Vorteile in Japan, in Europa gibt es solche Vorteile nicht, von daher ist es OK sich nicht an den Kei-Car Begrenzungen zu halten.
Mit 3,9m wäre der N-One e in der selbe Liga wie der R5, und wenn es in Bereich Preis und Ausstattung mithalten kann, dann ist es eine willkommene Alternative.