Ein Prototyp des neuen elektrischen Cayenne wurde jüngst beim Goodwood Festival of Speed von Porsche-Entwicklungsfahrerin Gabriela Jilkova präsentiert. Bei dem Bergrennen erreichte sie mit dem Elektroauto eine Zeit von 31,3 Sekunden – vier Sekunden schneller als je ein SUV zuvor.
Das Modell ist länger, höher und hat einen längeren Radstand als der konventionelle Benziner-Cayenne. Laut Porsche „fühlt es sich beim Fahren etwas größer an“, berichtet Autocar. Zudem verfügt der Wagen über einen großzügigen Stauraum unter der Motorhaube („Frunk“).
Der elektrische Cayenne wird dem Bericht zufolge voraussichtlich in drei Varianten angeboten: Cayenne, Cayenne S und Cayenne Turbo. Alle Modelle verfügen über eine Allradantriebskonfiguration mit zwei Elektromotoren – einer vorne und eine neu entwickelte stärkere Einheit hinten, um die Leistung am Heck zu erhöhen.
Obwohl Porsche die genauen Leistungswerte noch nicht bestätigt hat, werden für das Basismodell etwa 296 kW (403 PS), für den S circa 440 kW (598 PS) und für den Turbo mehr als 735 kW (999 PS) erwartet. Die angestrebte Reichweite soll bei rund 370 Meilen (596 km) liegen. Für das Topmodell Cayenne Turbo wird eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden erwartet. Die Höchstgeschwindigkeit aller Modelle soll auf 250 km/h begrenzt sein.
Zur Ausstattung soll auch ein synthetischer Motorsound gehören, der auf echten V8-Aufnahmen basiert und vom Fahrer aktiviert werden kann.
Sascha Niesen, Verantwortlicher für die Validierung des elektrischen Cayenne, erklärte laut Autocar, dass es „keine Überraschungen“ im Grundlayout im Vergleich zum neuen, nur noch als Elektroauto gebauten Macan gebe. Die Drehmomentverteilung wurde jedoch verbessert, um die Mehrleistung und das Gewicht besser zu handhaben.
Da die Nachfrage nach Elektroautos geringer als von Porsche erwartet ausfällt, wird neben dem neuen Elektro-Cayenne auch noch die Verbrenner-Variante angeboten. Porsche zufolge soll das große SUV noch bis mindestens 2035 auch als Verbrenner gebaut werden.

Sebastian meint
In dem Segment wir richtig abgeräumt. Da fährt eh niemand mehr als 200 KM und 1dausend PS klingen einfach nur gut. Egal ob am Stammtisch oder am 19ten Loch am Golfplatz.
und wenn man doch noch selbst bei Vollstrom an Ionity kaum über 10 Euro je 100 KM zahlt, schmeckt der veuve clicquot noch viel besser als Eingangsbegleitung in das 5* Wochenende
South meint
Also sollte ich jemals Sehnsucht nach diesen PS Höhen haben, dann kauf ich mir doch einen Sportwagen, wo der Schwerpunkt viel tiefer liegt, und kein SUV….
CJuser meint
Da die Kundschaft es scheinbar so will, wird ein elektrischer 911 noch auf sich warten lassen. Ein zweitüriger Panamera geisterte auch mal durch die Gerüchteküche – ein Porsche-Gegenstück zum Bentley Continental GT – wäre dem 911 aber vielleicht zu sehr auf die Pelle gerückt. Gerade zu einer Zeit, wo der Markt für Sportwagen eh schon massiv am schrumpfen war.
South meint
Zugegen habe ich das Potential des Porsche Cayenne damals unterschätzt. Hätte nicht geglaubt das ein für Porsche so untypisches, klobiges und hässliches Teil verkaufen würde. Da haben wir sogar darüber gewitzelt. Heute ist das Auto tatsächlich ein wichtiges Modell für Porsche, wobei ich immer noch sagen würde, das Auto mag alles sein, aber niemals ein typischer Porsche und es tut mir echt leid, aber auch heute noch, dass passt nicht … sowas tut irgendwie weh beim ankucken…
Jeff Healey meint
Jo.
Mal sehen wie viele von diesen Rennpanzern dann ungeplant auf Verkehrsinseln oder im Graben landen.
Das hat doch niemand mehr im Griff wenn er die PS ausprobiert, das ist doch nur noch Irrsinn.
Die Gesetzgebung sollte dem Treiben endlich mal eine Grenze setzen. Trotz aller elektronischer Helferlein wird manch ein Besitzer so weit die PS herausfordern, dass alles nichts mehr hilft.
CJuser meint
Nein! Absolut nein! Die Aufgabe vom Staat sollte es nicht sein, alle Fahrenden wegen der Blödheit weniger unnötig zu beschränken. Natürlich sind 1.000 PS Irrsinn, wir reden hier aber von einem Fahrzeug, welches mindestens 150t Euro kosten wird! Wie groß wird also die Käuferschicht sein?!
Jeff Healey meint
CJuser,
Einsicht kommt erst, wenn es jemanden aus der eigenen Familie getroffen hat. Was ich niemals jemandem wünsche.
Der PS-Fetisch muss eine Restriktion erhalten.
Peet meint
Das ist eine rein subjektive Meinung. Ich möchte Ihnen mal den Spiegel vorhalten:
100PS in einem Fahrzeug war zum Zeitpunkt als ihr Vater klein war eine unfassbar, verrückt hohe Zahl. Solch eine Leistung in kleinen PKW für den Alltag wäre völlig wahnsinnig gewesen.
Heute völlig unspektakulär.
Und genauso ist ein Fahrzeug mit 1000PS nicht per se schwerer im Griff zu halten, als ein Fahrzeug mit 500PS.
KBDCALLS meint
Es reichen schon 70 KW aus, um ein Auto um einen Baum zu wickeln oder vor eine Hauswand zu setzen. Der Sinn von 700 KW sollte aber schon hinterfragt werden. Sowas gehört eigentlich auf eine Rennstrecke, und nicht auf eine öffentliche Straße. Egal ob innerorts, Landstraße oder Autobahn.
Jeff Healey meint
„Das ist eine rein subjektive Meinung.“
https://www.spiegel.de/wissenschaft/forsch-ins-pedal-a-4b89688a-0002-0001-0000-000013690167
Der Artikel ist von 1982!
Laut Aussage der damaligen Studie besteht ein statistischer Beweis zum direkten Zusammenhang zwischen Motorleistung und Unfallhäufigkeit.
Erst heute diskutiert man in einigen Ländern darüber die PS-Leistung verunglückter Fahrzeuge in die Unfallstatistik miteinzubeziehen.
Die langen Arme der Lobby reichen weit.
CJuser meint
Also nach ursprünglichen Informationen soll die PPE bis zu 700 kW (952 PS) an Antriebsleistung bieten. Stärkster E-Motor für die Hinterachse 460 kW (626 PS)/765 Nm. Hier wird man also vermutlich das Maximum für den Cayenne Turbo bzw. Turbo S ausreizen. Bin vor allem mal auf das Akkupack gespannt.
Allerdings halte ich die Spezifikationen vom Basismodell für unwahrscheinlich. Das Basismodell hätte dann fast genauso viel Leistung wie der günstigste Allrad Macan (Macan 4 im Boost 300 kW/408 PS). Nicht das es wenig Leistung wäre…