An der A7 bei Walsrode in Richtung Hannover hat die Autobahn GmbH des Bundes einen neuen Schnellladepark auf dem Parkplatz Wolfsgrund West eröffnet. Es handelt sich um den ersten von E.ON betriebenen Ladepark an einer unbewirtschafteten Rastanlage im Rahmen der sogenannten Autobahnlose für das staatlich geförderte „Deutschlandnetz“.
Die Autobahnlose wurden im Februar 2024 an vier Betreiber vergeben: Fastned, E.ON, TotalEnergies und Autostrom. Der neue Standort ist E.ONs erste Umsetzung daraus. Der Ladepark liegt verkehrsgünstig am Autobahndreieck Walsrode, wo sich die A7 mit der A27 kreuzt. Diese Lage macht den Standort zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Verkehr in Norddeutschland.
Technisch kommt am Standort Wolfsgrund West der Hypercharger HYC400 von Alpitronic zum Einsatz, der 400 kW Spitzenleistung bietet. Rechnerisch reicht das, um einen Mittelklassewagen binnen zehn Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer zu laden. Teilen sich zwei E-Autos eine Säule, kann jedes von ihnen mit mindestens 200 kW geladen werden.
Am Deutschlandnetz-Standort von E.ON bei Walsrode werden Ökostrom und gängige Bezahlmethoden angeboten. Der Preis für Ad-hoc-Laden beträgt laut dem Portal Electrive 0,73 Euro/kWh, mit einem Einführungspreis von 0,59 Euro/kWh für drei Monate.
Ein weiterer Ladepark in Gegenrichtung, Wolfsgrund Ost, soll in wenigen Tagen eröffnet werden. Der niedersachsenweit erste Schnellladepark im Deutschlandnetz wurde im Februar auf Walsroder Gebiet eröffnet, auf dem Parkplatz Hamwiede Nord. „Die beiden neuen Deutschlandnetz-Standorte liegen an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt für Autofahrerinnen und -fahrer“, so Ludolf von Maltzan von E.ON Drive Infrastructure.
Langfristig sollen an den hiesigen Autobahnen insgesamt 4.000 Schnellladepunkte entstehen. Das Deutschlandnetz ist so geplant, dass alle zehn Fahrminuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen sind.
Insgesamt schafft das Bundesministerium für Verkehr (BMV) mit dem Deutschlandnetz 9.000 zusätzliche Schnellladepunkte für Elektroautos. Rund 900 Standorte entstehen im urbanen und ländlichen Raum, 200 direkt an den unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen. Das BMV investiert in das Projekt rund 2,3 Milliarden Euro. Private Unternehmen bauen die Standorte des Deutschlandnetzes im Auftrag des Ministeriums. Im Jahr 2026 sollen alle Standorte fertiggestellt sein.

Tommi meint
Warum zeigt man als im Bild eine Ladesäule, wo der eine Anschluss rot ist, also ausser Betrieb? Das macht gar keinen guten Eindruck. Ist es dann doch E-Off?
M. meint
Also, im Ernst…. mit 59 Cent wird das alles nichts. Klar müssen die Geräte bezahlt werden, aber das muss über den Absatz laufen, nicht über hohe Ladepreise. Wenn 100 km in der Gegend von 10 Euro kosten, sieht man keinen Kostenvorteil zum Verbrenner. Da waren mal 44 Cent geplant, das hätte funktioniert, aber so…
E.Korsar meint
Zum Glück gibt es in jeder Richtung von Wolfsgrund West/Ost aus günstigere Anbieter in wenigen Kilometern Entfernung.
M. meint
Wolfsburg interessiert mich jetzt konkret mal gar nicht. Das Problem ist ja allgemein vorhanden. Es muss generell bessere Angebote geben, so dass solche Anbieter zu Preissenkung gezwungen werden. Und nicht nur an Autobahnen – das ist es fast egal, da es nur Fernreisende betrifft – vor allem in den Städten, wo die Leute laden sollen (und dann auch müssten), die nicht zu Hause günstig für 30 ct. laden können.
Owl meint
Zwei Ladesäulen bzw. vier Ladepunkte sind kein Ladepark.
M. meint
Wie viele braucht man dafür?
Owl meint
42
eBikerin meint
;-)
M. meint
Ich mag Douglas Adams auch, aber ich akzeptiere das trotzdem nicht ;-)
Owl meint
Aber schön wär’s doch :)
eBikerin meint
Da muss ich Owl zustimmen – ist so wieso oft viel zu ernst hier, da ist ein kleiner Spass ab und an doch ganz erfrischend
E.Korsar meint
Um die ultimative Frage zu finden, die zu der Antwort „Zweiundvierzig“ passt, müsste ein noch größerer und komplexerer Computer als Deep Thought gebaut werden, der die genaue Frage formulieren kann.
M. meint
Ja, aber nur Deep Thought kann diesen Computer entwerfen.
Bauen müssen den dann die… ne, die Mäuse bezahlen den nur. Immerhin.
Auf die Frage müssen wir noch etwas warten.
Wie auch immer: 42 ist eine nette Zahl an Ladepunkten in einem Ladepark, aber als Minimalzahl nicht hilfreich. Es braucht ja niemand 40 freie Ladepunkte zur Auswahl, er braucht einen.
Und bei den Preisen wird er den auch immer haben.
eBikerin meint
Und hier wieder meine Meinung – ich denke dass 10×4 Anschlüsse besser sind als 1×40. Schlicht weil es dann zu einer viel besseren Flächendeckung führt – und da man am liebsten im optimalen Fenster läd sich auch die Auslastung entsprechend über die Standorte verteilt. Ach ja und 1×4 ist viel besser als 0x4 ;-) Und wenn man sich die Rastplätze mal anschaut – die sind nicht wirklich üppig – arg viel mehr würde ich da aktuell auch nicht hinstellen.
E.Korsar meint
@eBikerin
„ich denke dass 10×4 Anschlüsse besser sind als 1×40“
Bitte beim Thema bleiben. ;-)
6×9 Anschlüsse sind besser als 1×42.
eBikerin meint
Ok und 10×8 sind noch besser als 6×9 oder 1×42 ;-)
ID.alist meint
Ich habe in den Apps von unterschiedlichen MSPs(Elli, EnBW, EWEgo, Shell, Vattenfal) geschaut, und etweder wird nur die Station in Wolfsgrund Ost gezeigt oder werden beide Stationen gezeigt (Ost und West) mit jeweils 4 Ladeanschlüsse.
Thorsten 0711 meint
Ladepreise
E.ON- & Partner
Normalladen AC: 0,54 €/kWh
Schnellladen DC: 0,61 €/kWh
Roaming
Normalladen AC: 0,59 €/kWh
Schnellladen DC: 0,79 €/kWh
eon.de/de/pk/e-mobility/unterwegs.html