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TST startet kooperatives E-Lkw-Ladenetz „Dragonize“

16.04.2026 in Aufladen & Tanken, Transport von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

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Bild: Daimler Truck (Symbolbild)

Der deutsche Logistikdienstleister TST Logistik hat sein kooperatives Depotladenetz für Elektro-Lkw unter dem Namen „Dragonize“ offiziell gestartet. Das Angebot richtet sich an weitere Unternehmen, die eigene Ladeinfrastruktur einbringen oder bestehende Infrastruktur anderer Teilnehmer nutzen können.

Die Initiative basiert auf Plänen, die im Vorjahr auf der Fachmesse Transport Logistic vorgestellt wurden. Laut TST sind sowohl die Marke als auch die technische Plattform inzwischen marktreif. „Oder anders formuliert: Es kann losgehen!“, heißt es dazu laut einem Bericht des Portals Electrive aus dem Unternehmen.

Dragonize wird als kooperatives System beschrieben, das Akteuren der Logistikbranche vernetzt und gemeinsamen Zugang zu depotbasierter Ladeinfrastruktur ermöglicht. Ziel ist ein integriertes Ökosystem aus Infrastruktur, Betrieb und digitalen Services. Speditionen können externe Ladepunkte nutzen und zugleich eigene Kapazitäten in das Netzwerk einbringen. „Aus dem Austausch einzelner Spediteure und Logistiker wird ein passgenaues Logistik-Ökosystem und Ladenetz“, so TST.

Zentrale Komponente ist die digitale Plattform „DepotOS“, die Ladeplanung, Reservierung, Routing und Betrieb bündelt. Ergänzt wird das System durch Leistungen wie Infrastrukturplanung, Bau, Wartung und Datentransparenz. Katrin Herda, Geschäftsführerin der TST-Tochter PamSun GmbH: „Dragonize ist aus der Praxis entstanden – gemeinsam mit der Branche. Nicht als Konzept, sondern als Lösung für den echten Betrieb.“

Ausgangspunkt des Netzwerks ist die Ladeinfrastruktur von PamSun, die seit 2023 aufgebaut wird. Ein erster großer Standort wurde im März 2025 in Worms eröffnet. Dort stehen acht Ladepunkte mit unterschiedlichen Leistungsstufen zur Verfügung, die auch von externen Speditionen genutzt werden können. Die Anlage ist auf schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt, sodass auch 45-Tonner ohne Abkoppeln einfahren können.

Der Standort wird teilweise durch Photovoltaikanlagen mit 7,5 MW Leistung versorgt. Neben der eigenen Flotte nutzen auch externe Kunden den Ladepark. Laut Sebastian Crusius, Interim COO und CSO von Dragonize, greifen bereits mehr als 20 Logistikunternehmen darauf zu. Zudem gibt es erste internationale Interessenten. Weitere Standorte sind unter anderem in Hessen angedacht, ebenso wie frühere Planungen für Wevelinghoven und Alzey. Parallel arbeitet TST an laut Electrive Batteriespeichern sowie neuen Ladelösungen.

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Via: Electrive & Dragonize
Tags: Kooperation, Ladestationen, LkwAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    16.04.2026 um 13:16

    Früher hieß es: „Kann ich an Deiner Betriebstankstelle tanken, dann kannst Du an meiner tanken. Wir verrechnen dann.“

    Nun findet das zunehmend Einzug beim Laden. Ich vermute, dass wird die Preise der öffentlichen Ladeinfrastruktur drücken und dem Durchleitungsmodell im Frachtverkehr helfen, Fuß zu fassen.

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