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Ionity-Chef kritisiert Bürokratie und Debatte um Elektromobilität

16.04.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 19 Kommentare

IONITY-station-in-the-evening

Bild: Ionity

Jeroen van Tilburg, CEO des europäischen Ladesäulenbetreibers Ionity, hat sich im Interview mit dem Tagesspiegel zur Debatte über Preise und Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland geäußert. Elektromobilität, so der Kontext, ist auf eine verlässliche und bezahlbare Ladeinfrastruktur angewiesen, doch hohe Preise und langsamer Ausbau sorgen regelmäßig für Kritik.

Ionity ist ein 2017 gegründetes Joint Venture der Automobilhersteller BMW, Mercedes, Volkswagen, Ford, Hyundai Motor Group sowie des Finanzinvestors BlackRock. Nach dem Fokus auf öffentlicher Schnellladeinfrastruktur an Autobahnen stehen nun verstärkt auch Stromtankstellen im urbanen Raum im Fokus des Netzausbaus.

Ionity-Chef Van Tilburg widerspricht der verbreiteten Wahrnehmung über zu hohe Ladepreise. „Die Menschen vergleichen den Strompreis unterwegs mit ihrem Haushaltsstrompreis, der natürlich deutlich niedriger liegt. Aber das ist so, als ob man den Preis für Leitungswasser mit dem für Mineralwasser in einem Rasthof vergleichen würde“, erklärt er. Zudem verweist er darauf, dass viele Kostenbestandteile – insbesondere Netzentgelte, Steuern und Abgaben – staatlich bestimmt seien und vom Unternehmen nicht beeinflusst werden könnten.

Gleichzeitig hebt er den Zeitvorteil des Schnellladens hervor. Während das Laden zu Hause viele Stunden dauere, ermögliche Ionity deutlich kürzere Ladezeiten. Zudem relativiert er die öffentliche Wahrnehmung hoher Preise: „Die mehr als 80 Cent pro Kilowattstunde werden für Schlagzeilen genutzt, aber Studien zeigen, dass 83 Prozent der E-Auto-Fahrer in Deutschland noch nie oder sehr selten so viel gezahlt haben.“

Als zentrale Voraussetzung für sinkende Preise nennt van Tilburg einen schnelleren Hochlauf der Elektromobilität. Mehr Fahrzeuge würden die Fixkosten besser verteilen. In Deutschland werde dies jedoch durch komplexe Regulierung ausgebremst. Genehmigungsprozesse und Netzanschlüsse dauerten deutlich länger als in anderen Ländern, wodurch sich Projekte verzögerten.

„Deutsche Bürokratie killt viel Zeit und Ressourcen“

Besonders kritisch sieht der Ionity-Boss die bürokratischen Hürden. Ladeparks könnten in anderen Ländern innerhalb weniger Monate entstehen, während es in Deutschland bis zu zwei Jahre dauere. Unterschiedliche Zuständigkeiten und fehlende Standardisierung erhöhten die Komplexität erheblich. Van Tilburg fordert daher vereinfachte Verfahren, bundesweite Standards und feste Fristen.

Trotz dieser Herausforderungen sieht sich Ionity auf Kurs. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von bis zu 600 Millionen Euro und den Ausbau auf 13.000 Ladepunkte. Ionity arbeitet eigener Aussage nach bereits profitabel, während ein Großteil der Schnellladeinfrastruktur in Europa noch nicht rentabel sei. Ein Grund dafür sei die geringe Auslastung: Statt der nötigen rund 100 Fahrzeuge pro Säule seien es derzeit etwa 60.

Kritik übt van Tilburg an der öffentlichen Debatte in Deutschland. Nicht das Ziel des „Verbrenner-Aus“ bis 2035 sei problematisch, sondern die Kommunikation darüber. Diese sorge für Verunsicherung bei Verbrauchern und bremse die Entwicklung. Ionity sei daher aus dem Autoverband VDA ausgetreten und lässt seine Positionen nun über einen anderen Verband vertreten.

Technologisch zeigt sich van Tilburg optimistisch. Ionity arbeite an neuen Ladeleistungen, darunter Megawattladen mit bis zu 1000 Kilowatt. Erste Standorte existierten bereits, weitere seien geplant. Auch die bestehende Ladeinfrastruktur werde weiter ausgebaut. Für den Manager steht fest: „Die Zukunft ist um die Ecke.“

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Via: Tagesspiegel (kostenpflichtig) & Edison
Tags: Kosten, Ladestationen, PreiseUnternehmen: Ionity
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Phil Osovi meint

    16.04.2026 um 17:52

    „Die Menschen vergleichen den Strompreis unterwegs mit ihrem Haushaltsstrompreis, der natürlich deutlich niedriger liegt. Aber das ist so, als ob man den Preis für Leitungswasser mit dem für Mineralwasser in einem Rasthof vergleichen würde“
    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, außerdem will uns da einer erzählen , dass er den Strom zu Preisen kaufen würde wie ein normaler Haushalt. Ganz abgesehen von der eingesackten Förderung für den Aufbau der Ladeinfrastruktur.

    Antworten
  2. Freddy K meint

    16.04.2026 um 16:12

    „…..die notwendigen 100 Fahrzeuge pro Säule….“
    Ähm… Das bedeutet die rechnen das 100 Fahrzeuge auf 24 Stunden an einer Säule nuckeln…. Da nachts wenig los ist rechnen wir mal mit 14 Stunden…
    Würde also heissen das für jedes Fahrzeug 8,4 Minuten geplant wären…
    Etwas sportlich… Man müsste dann ja schon Formel 1 mäßig ran, laden, weg unterwegs sein….
    Derzeit haben sie 60… Mehr geht wahrscheinlich nur wenn man befiehlt die Nacht zu nutzen.

    Antworten
  3. blue Shadow meint

    16.04.2026 um 15:10

    Ostersamstag hat Ionity uns ein Dickes Ei gelegt. Ionity goes Lindt….

    App zeigte im Monats abo power super duper Tarif an….ab 39ct und schlappe 119€ im Monat.

    An der Säule stand auf einmal 43ct….was ist denn hier los? Haben die doch heimlich Daumenschrauben gespannt. In der Meldung vom 12.2 kein Sterbenswort zum 10% Aufschlag.

    Ja wer so die Kunden veräppelt, der hat auch eine Diskussion verdient.

    Heute zahlst Du 10% mehr bei Tank und Rast….günstig am Hinterhof der Welt hubs. Da wo Du als Frau nichtmal bei Tag Hof halten willst

    Antworten
    • eBikerin meint

      16.04.2026 um 16:55

      Die 119 Euro sind im Jahr nicht im Monat

      Antworten
  4. Gernot meint

    16.04.2026 um 15:05

    Es ist immer lustig, wie die sich abstrampeln, ihre Ladepreise zu rechtfertigen. Das ginge eigentlich ganz einfach. Es erzählen immer alle, wie günstig zu Hause geladen werden kann. Rechnet man die Kosten für die Wallbox ein, ist das einfach nicht mehr zutreffend.

    Eine Wallbox mit mehr als 4kW muss beim Verteilnetzbetreiber angemeldet. Das darf nur ein Elektrofachbetrieb, der dann die ordnungsgemäße Installation garantieren muss. Und mittlerweile muss zwingend eine Steuerleitung angeschlossen werden. Sowas hat niemand in Carport oder Garage, auch wenn da schon lange Drehstrom mit 11 oder 22 kW vorhanden ist. D.h. es müssen in jedem Fall Kabel neu gezogen werden und dann liegen die Kosten für die Wallbox bei 2000-4000 Euro – je nach Gegebenheiten und ob es z.B. eine bidirektionale Wallbox sein soll.

    Rechnen wir im Schnitt mal mit 3.000 Euro und 2000 kWh, die pro Jahr in die Batterie gedrückt werden. Dann müssen auf jede geladene kWh nominal 7,5 Cent anteilige Investitionskosten umgelegt werden. Mit realistischer Verzinsung von 4% sind es schon 11 Cent je kWh. Und dann ist man mit dem ach so billigen Haushaltsstrom beim Preis von AC-Säulen. Natürlich ändert sich die Rechnung, wenn auch PV in die heimische Wallbox speist, aber darum ging es ja nicht.

    Antworten
  5. M. meint

    16.04.2026 um 14:17

    „Gleichzeitig hebt er den Zeitvorteil des Schnellladens hervor. Während das Laden zu Hause viele Stunden dauere, ermögliche Ionity deutlich kürzere Ladezeiten.“

    Das ist doch wirr.
    Was interessiert mich die Ladezeit zu Hause? Ist ja nicht so, dass man von unterwegs nach Hause fährt, um mal schnell nachzuladen. Oder? Macht das jemand?

    Antworten
  6. Jörg2 meint

    16.04.2026 um 13:21

    „Die Menschen vergleichen den Strompreis unterwegs mit ihrem Haushaltsstrompreis, der natürlich deutlich niedriger liegt. Aber das ist so, als ob man den Preis für Leitungswasser mit dem für Mineralwasser in einem Rasthof vergleichen würde“, erklärt er.“

    Ja, das sehe ich auch so.
    Ich habe deshalb meine persönliche Wasserflasche mit heimischen Leitungswasser bei mir.
    Sollte ich pinkeln müssen, bezahle ich gern auf der Raststätte meinen Infrastrukturbeitrag.

    Der Mann argumentiert pro Durchleitungsmodell.

    Antworten
    • eBikerin meint

      16.04.2026 um 14:00

      Auch bei einem Durchleistungsmodell must du die Fixkosten zahlen, plus einen Bonus für den Betreiber. ich weiss ja dass du das als das Heilmittel ansiehst – wenn ich mir aber die Preise von „Wir brauchen unbedingt ein Durchleistungsmodel – Lichtblick“ so anschaue, dann hoffe ich mal dass das nicht kommt ;-)

      Antworten
    • Jörg2 meint

      16.04.2026 um 14:12

      Kleiner Nachtrag:

      Der Preis meines Leitungswassers in meiner Trinkflasche ist völlig abgekoppelt von Preistreibereien der Raststättenbetreiber. Bei den Toiletten-Infrastrukturkosten können sie mich noch abzocken. Die sind allerdings überschaubar.

      Antworten
    • MichaelEV meint

      16.04.2026 um 14:49

      Kannst ja gerne deinen eigenen Strom zur Raststätte mitbringen, wenn du ein passendes Behältnis für den Transport und einen Weg findest, vor Ort den Strom in dein Auto zu füllen.

      Antworten
    • Tommi meint

      16.04.2026 um 15:32

      Infrastruktur kostet Geld. Viel Geld. Das muss bezahlt werden.

      Ich finde, der Vergleich mit Leitungswasser und Mineralwasser hinkt. Eher ist es ein Bier zu Hause oder im Lokal. Im Lokal ist das Bier viel teurer und niemand beschwert sich. Warum eigentlich?

      Antworten
    • Egon_meier meint

      16.04.2026 um 16:30

      „Der Mann argumentiert pro Durchleitungsmodell.“
      Auch beim Durchleitungsmodell fallen die Kostenbeiträge für Ladesäule, Anschuss, Pacht, Reparatur, usw nicht vom Himmel.
      Die nackten Stromkosten sind in der Gesamtrechnung fast zu vernachlässigen.

      Antworten
    • Jörg2 meint

      16.04.2026 um 17:18

      Meine Damen- und Herren-„Geht alles nicht, haben wir noch nie so gemacht…“

      Die Infrastrukturkosten wird der Ladesäulenbesitzer sicherlich für sich passend kalkulieren. Da braucht nieman Angst haben.

      „Allheilmittel“? Wo habe ich das behauptet? Als ein weiteres „Zahlungsmittel“ würde ich es sehen.

      Antworten
  7. MichaelEV meint

    16.04.2026 um 12:38

    „Als zentrale Voraussetzung für sinkende Preise nennt van Tilburg einen schnelleren Hochlauf der Elektromobilität. Mehr Fahrzeuge würden die Fixkosten besser verteilen“
    Das ist der Schlüssel (spezifischer gleichmäßig hohe Auslastungen erreichen). Aber hinter Ionity stecken doch zahlreiche Autohersteller, warum sorgen diese nicht dafür?

    Antworten
    • SB meint

      16.04.2026 um 13:14

      Das Problem ist, dass Ionity (und andere) meinen, in der aktuellen Phase kostendeckend zu sein.

      Jeder Drogendealer weiß, dass man für Neukunden Gratistütchen verteilen muss.
      Elektroautos wird heute von denen gekauft, die in der heimischen Garage selber laden können.
      Ionity müsste alle anderen anfixen, denn dort liegt das große Geschäft der Zukunft. Mit prohibitiven Ladepreisen dank horrender Fixkostenumlagem wird das nix.
      Wer hohe Margen haben will, sollte sich das Geschäftsmodell von denen anschauen, die heute schon hohe Margen haben.
      Das gleiche Spiel bei den Ladestationen. Es geht nicht darum, heute eine hohe Auslastung zu haben, sondern Standorte zu sichern, um am Geschäft der Zukunft teilnehmen zu können. Heute werden die guten Claims vergeben.

      Antworten
      • Egon_meier meint

        16.04.2026 um 16:32

        „dass man für Neukunden Gratistütchen verteilen muss.“
        und wieviel Jahre soll Ionity das durchhalten?

        Ein Junkie ist rasch an der Nadel, für einen BEV-Kauf reicht EIN Ladeerlebnis bestimmt nicht.

        Wir lernen: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

        Antworten
      • MichaelEV meint

        16.04.2026 um 17:13

        Diese These, dass Ladeanbieter mit z.B. 120 € Ersparnis pro Jahr (Ionity Jahresabo) einen relevanten Anreiz gegenüber teilweise hohen 4 bis ggf. 5-stelligen Mehrkosten beim Fahrzeugkauf schaffen könnten, ist doch sowas von absurd.

        Und solche Anfix-Angebote gab es, in der Anfangsphase. Die Anfangsphase war bei Ionity 2018/2019! Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen, wie lange soll es denn nicht kostendeckende Preise geben (ein Teil der Anfangs ausgebrachten Ladesäulen ist ja glaub ich sogar schon ersetzt)?
        Außerdem verkauft es die Kunden für dumm. Als ob die mittlerweile nicht durchschauen würden, was Lockangebote und was nachhaltig haltbare Preise sind.

        Und selbst wenn es einen wirksamen Anreiz geben würde (gibt es nicht), würde der effektiv aktuell gar nicht beim Kunden ankommen.

        Antworten
    • David meint

      16.04.2026 um 13:14

      Das machen sie ja. Da ist ja nicht Tesla, Aiways und Nio beteiligt. Nur ist es das Merkmal eines Aufbaus, dass du erst baust und dann ausgelastet wirst. Das kann dir jeder sagen, der ein Geschäft neu eröffnet.

      Antworten
      • MichaelEV meint

        16.04.2026 um 16:48

        Abseits deiner Träume in der Realität machen sie das nicht.

        Und du musst Tesla hier nicht ins Spiel bringen. Tesla hat weltweit die meisten Fahrzeuge im Bestand, mit Abstand die größte Ladeinfrastruktur und ist in der Lage abseits von Förderung und Regulierung in jedem Markt bedarfsgerecht synchron die notwendige Ladeinfrastruktur auszubringen. Tesla ist Königsklasse während es hier eher um Regionalliga geht.

        Antworten

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