Skoda hat eine moderne Neuinterpretation des Felicia Fun präsentiert – ein Pick-up-Truck, der zwischen 1997 und 2000 produziert wurde und durch seine auffällige Gestaltung Kultstatus erlangte. Der neue Entwurf stammt vom französischen Designer Julien Petitseigneur, der das historische Erbe des Modells mit dem aktuellen Skoda-Designansatz „Modern Solid“ kombiniert.
Die Originalversion der Felicia Fun basierte technisch auf der Felicia-Pick-up-Baureihe, unterschied sich jedoch durch besondere Merkmale. Dazu zählte etwa eine verschiebbare Trennwand hinter den Vordersitzen, die zwei zusätzliche Sitzplätze unter freiem Himmel ermöglichte. Alle 4.216 gebauten Fahrzeuge waren in Gelb lackiert, lediglich Anbauteile wie Stoßfänger oder Schweller konnten farblich abgesetzt sein.
Petitseigneurs Entwurf greift viele dieser Elemente auf und verbindet sie mit modernen Akzenten. „Das ursprüngliche Auto war wirklich unterhaltsam und ungewöhnlich, nicht nur für Skoda. Für ein Freizeitprojekt war es für mich die naheliegende Wahl“, erklärte er.
Die Front orientiert sich klar an heutigen Elektro-Studien der Marke, etwa durch die Tech-Deck-Maske und T-förmige LED-Leuchten im Stil der Vision 7S. Welcher Antrieb bei dem Konzept zum Einsatz kommt, spezifiziert Skoda allerdings nicht. Am Heck setzt sich dieses Design fort, ergänzt durch pinkfarbene Rückleuchten, die mit einem durchgehenden Leuchtband im Stil der 1990er-Jahre verbunden sind. Weitere pinke Akzente finden sich im Markenlogo, an den Felgen und in der Tönung der Scheiben.
Die Karosserie des Entwurfs wurde insgesamt breiter gestaltet, mit großen Rädern, schwarzen Radhausverkleidungen und einem auffälligen Kontrastspoiler. „Proportionen und robustere Details sind die zentralen Modern-Solid-Merkmale meines Vorschlags“, betonte Petitseigneur.
Im Innenraum trifft ebenfalls Retro auf Moderne. Ein durchgehender Bildschirm im Cockpit übernimmt die Linienführung aktueller Modelle, zeigt jedoch eine Benutzeroberfläche, die an 1990er-Videospiele und klassische Röhrenmonitore erinnert.
Für die Umsetzung seines Designs setzte Petitseigneur auch auf digitale Werkzeuge. „Ich habe die Gelegenheit genutzt, bei diesem Projekt KI-Tools auszuprobieren“, so der Designer. Er arbeitete mit Prompts, um erste Ideen zu generieren, die er anschließend manuell weiterentwickelte. Die gesamte Konzeptphase nahm etwa zwei Wochen in Anspruch und fand überwiegend in abendlichen Sitzungen statt.
Dass die Neuinterpretation des Felicia Fun ein Serienauto hervorbringen wird, ist unwahrscheinlich.







FrankyAC meint
Wie immer, sind diese „Studien“ maximal realitätsfern. Nie im Leben würde eine Neuauflage mit so flachen Fenstern und solchen Felgen gebaut. Jedenfalls nicht von Skoda. Dann wären die Scheiben natürlich durchsichtig, die Kameraspiegel würden gegen normale ersetzt usw.
Deine Mudder meint
Wird eh Zeit für eine Neuauflage des El Camino in welcher Form auch immer.
Kirky meint
Lästermäuler würden sagen, dass die Designskizze eine schöne Kopie des Holden Ute ist ;)
Mäx meint
Den Fun gab es vor dem Ute.
Kirky meint
Aber den el Camino gab es vorher, dann ist der Fun eben davon eine Kopie.
Jedenfalls ist er keine Eigenleistung von Skoda.
Mäx meint
Jo, den hattest du ja aber auch nicht angesprochen.
eBikerin meint
Welches neue Auto oder auch welch Skizze gab es denn nicht schon in irgendeiner Art vorher? Wenns danach geht, dann gibt es gar keine Eigenleistungen mehr.
Mary Schmitt meint
Er sucht ein neues Thema…
Future meint
Ist das Kirky auf dem 5. Teaserfoto – das sind doch wieder Sackkarrenräder?
Couch Kartoffel meint
Skoda fängt sich an bei den Marken zu verzetteln.
eBikerin meint
Vorne steht „Skoda“ drauf – wie also verzettelt sich Skoda bei den Marken?
Sebastian meint
Dacia hattte auch mal so einen kleinen Pickup. Für mich absolut unverständlich warum man solche Fahrzeuge nicht in einer Kleinserie einfach den Kunden anbieten kann. Traurig das alles immer gleich einzig und allein massenmarkttauglich sein muss. Gibt genug Anwendungen für solche Zweisitzer mit Pritsche hinten. Vorallem das ganze dann auch noch elektrisch… Egal ob für Parks, Gartenpfleger, Hausmeister, Galabauer etc. etc.
So ein kleiner Rutscher mit ca. 60 kWh Akku wäre traumhaft für den realen Arbeitsalltag.
hu.ms meint
Vermutlich ergibt die marktforschung zu geringe nachfrage für eine gewinnbringende produktion.
Sebastian meint
Autos sind nach dem Baukastenprinzip konstruiert. Da ist es „eigentlich“ komplett Banane, ich ich von einem Model einen Kombi, GT oder Cabrio anbiete. Alle Fahrzeuge laufen dabei von einem einzigen Band runter, sogar in unterschiedlichen Farben. Sachen gibt es… *g
M. meint
Das Original ist ein netter kleiner Pickup, die „Neuinterpretation“ zum Glück nur gezeichnet.
Belasst es dabei.
eBikerin meint
Warum? Ich finde die Zeichnungen schon sehr gut. Wäre mal ein Auto welches sich von der Masse abhebt. Mit würde er gefallen.
Anti-Brumm meint
Die zigtausend modernen nationalen und internationalen Vorgaben erschlagen solche Konzepte ohnehin schon in der frühen Phase. Die verschiebbare Wand mit den Sitzen im Freien wären heute wohl nie zulassungsfähig.
eBikerin meint
Sehe ich jetzt kein Problem. Schau dir den Moke E an. Da sitzt du auch im Freien, und der hat noch nicht mal Türen.