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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Nio liefert im Q2 2025 mehr Elektroautos aus, macht aber weiter hohen Verlust

03.09.2025 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 18 Kommentare

Nio-EL7-2022-1

Bild: Nio

Der schon länger auch in Europa aktive chinesische Elektroautohersteller Nio hat im zweiten Quartal 2025 trotz Absatzsteigerung weiterhin hohe Verluste eingefahren. Zwischen April und Juni lieferte das Unternehmen insgesamt 72.056 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Wachstum von 25,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einem Anstieg von 71,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Ohne die Einführung der neuen Volumenmarken Onvo und Firefly wäre der Absatz allerdings zurückgegangen.

Die Hauptmarke Nio, die auf das Premiumsegment abzielt, kam im zweiten Quartal auf 47.132 ausgelieferte Fahrzeuge. Die neue Volumenmarke Onvo steuerte 17.081 Einheiten bei. Zum ersten Mal wurde auch die Kleinwagenmarke Firefly ausgewiesen, deren erste Modelle im April 2025 in China ausgeliefert wurden. Firefly kam auf 7.843 Fahrzeuge.

CEO und Gründer William Li betonte: „Die starke Marktakzeptanz des Onvo L90 und des neuen Nio ES8 hat unsere allgemeine Absatzdynamik verstärkt.“ Aufgrund der positiven Entwicklung rechnet Nio im dritten Quartal mit Auslieferungen zwischen 87.000 und 91.000 Fahrzeugen. Dies würde einem Wachstum von 40,7 auf 47,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen und einen neuen Rekord für das Unternehmen markieren.

Trotz der gesteigerten Auslieferungen blieb das Unternehmen tief in den roten Zahlen. Der Umsatz im Fahrzeuggeschäft wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent auf 16,1 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 1,95 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz belief sich insgesamt auf rund 19 Milliarden Yuan (2,3 Mrd. Euro), was einem Zuwachs von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Positiv vermerkt Nio einen Anstieg des Rohertrags um 12,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Yuan sowie eine Bruttomarge von 10 Prozent. Dennoch konnte das Unternehmen die hohen Kosten nicht ausgleichen: Der operative Verlust lag bei 4,91 Milliarden Yuan, rund 590 Millionen Euro. Der Nettoverlust belief sich auf 4,99 Milliarden Yuan, etwa 600 Millionen Euro.

Damit hat sich der Verlust im Vergleich zum Vorquartal leicht verringert. Im ersten Quartal 2025 lag der Nettoverlust noch bei 6,75 Milliarden Yuan (818 Millionen Euro). Trotz dieser Verbesserung bleibt die finanzielle Lage angespannt: Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat Nio laut dem Portal Electrive kumulierte Verluste von über 100 Milliarden Yuan angesammelt, das entspricht mehr als 12 Milliarden Euro.

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Via: Nio & Electrive
Tags: China, Geschäftsergebnis, VerkaufszahlenUnternehmen: Firefly, Nio, Onvo
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mary Schmitt meint

    03.09.2025 um 20:21

    23 Nio wurden im August zugelassen. Das geht nicht mehr lange gut.

    Antworten
    • Future meint

      03.09.2025 um 20:46

      + 25,6 Prozent gegenüber 2. Quartal 2024
      + 71,2 Prozent gegenüber 1. Quartal 2025

      So schlecht sind die Zahlen nicht. Es geht aufwärts. Nio hat zwar das Entwicklungszentrum in München. Aber es ist eine globale Marke. Natürlich werden die Elektroautos von Nio gebraucht, weil die Altherrenhersteller nicht genug Elektroautos bauen wollen. Du kennst die Gründe dafür. Jeder verkaufte Nio in der Welt ist eben kein verkaufter dreckiger VW. Das ist die Hauptsache.

      Antworten
      • Alkibiades meint

        03.09.2025 um 21:10

        Der Sinn ihres Kommentars erschließt sich mir nicht. Was genau ist an einem sagen wir mal – VW ID.4 dreckig? Weswegen ist ein hier verkaufter Nio, bei dessen in der Herstellung verbrauchter Energie ein Drittel mehr CO2 emittiert wurde als hier, sauberer als ein in Emden produzierte ID.7? Woher stammt die Erkenntnis, dass hiesige Hersteller angeblich keine E-Fahrzeuge verkaufen wollen? Obwohl alle Fakten wie Produktionsauslastung mit deutlich Luft nach oben und positiven Margen im Gegensatz zu Nio klar dagegen sprechen. Das würde mich wirklich mal interessieren.

        Antworten
        • Mary Schmitt meint

          03.09.2025 um 23:32

          Der Kommentar hat keinen Sinn. Er hat Frust, weil es für VW und die deutschen Hersteller gerade richtig gut läuft.

  2. Besser-BEV-Wisser meint

    03.09.2025 um 14:02

    Nio ist quasi schon überschuldet. Wenn sie nochmal dem Tot nochmal von der Schippe springen wollen müssen sie sich extrem konsolidieren und von teuren Expansionsplänen wie in Europa vorerst sich zurückziehen.
    Jedenfalls würde ich Keinem empfehlen einen Nio zu kaufen aktuell. Die Wahrscheinlichkeit ein Stück totes Blech in der Garage stehen zu haben weil in China Server zum Heimfunken abgestellt wurden sind hoch.
    Wer’s nicht glaubt frägt mal nen Fisker Fahrer oder einen Airways Käufer.

    Antworten
    • M. meint

      03.09.2025 um 14:15

      Frage am Rande – mal ganz abseits der vermutlichen verheerenden Service-Situation: wie sieht es rechtlich aus, solche Fahrzeuge durch Drittanbieter auf einen anderen Server umzustellen, um wenigstens Basisfunktionen aufrecht zu erhalten?
      Dafür braucht man natürlich Zugriff auf die Fahrzeugsoftware, aber das sollte ja ein lösbares Problem sein.

      Antworten
      • Besser-BEV-Wisser meint

        03.09.2025 um 15:47

        Vermutlich würde man schon gegen irgendwelche Bedienungen/Copyrights des Hersteller verstoßen. Aber der müsste ja dann dagegen klagen. Und welche Insolvente Firma kann schon teure und unklare Klagen machen.
        Bei Fisker gibt es wohl private Projekte um da bestimmte Funktionen wieder bereit zu stellen. Da unterstützen sogar ehemalige Mitarbeiter…

        Antworten
    • Future meint

      03.09.2025 um 17:04

      Neuwagen kauft doch eh kaum einer.
      Als Abo oder im Leasing muss man sich keine Sorgen machen.

      Antworten
      • M. meint

        03.09.2025 um 18:08

        Ging um Fisker.
        Und nein, nicht alle leasen oder mieten, aber bei „sowas“ wie Nio ö.ä wäre es die einzige Option, käbe es keine anderen Hindernisgründe.

        Antworten
        • Future meint

          03.09.2025 um 20:40

          75 Prozent der Newagen gehen in die Flotten. Da ist es doch vollkommen egal, was aus dem Hersteller wird. Jetzt könnn die Autos sogar nach 2 Jahren fast vollständig abgeschrieben werden.

        • M. meint

          03.09.2025 um 21:23

          Bleib mal beim Thema.

  3. M. meint

    03.09.2025 um 12:32

    Wieder 600 Mio. Euro Miese im Quartal, die Uhr tickt weiter.

    Antworten
    • Mäx meint

      03.09.2025 um 12:38

      Nio wollte mal ca. 450k 2025 verkaufen.
      Aktuell steht man bei 114k (H1/25)…da muss noch einiges dazukommen, um das zu schaffen (doubt).
      Wenn es bei 25% YoY Wachstum bleibt, wären es ca. 280k.
      Das wäre realistischer.

      Antworten
      • M. meint

        03.09.2025 um 12:48

        Die entscheidende Frage ist ja, ob sie schwarze Zahlen erreichen, bevor das Geld alle ist.
        Ich will nicht sagen, dass sie das nicht schaffen, aber das wird knapp. Noch 5 Quartale, dann wissen wir’s.

        Antworten
    • Future meint

      03.09.2025 um 17:09

      Wichtig ist nur genügend Risikokapital.
      Das war und ist bei anderen Startups doch auch nicht anders. Auch Amazon hat jahrelang kein Geld verdient. In Deutschland kennt man sowas halt nicht, deshlab sind die großen Unternehmen auch alle so uralt.

      Antworten
      • M. meint

        03.09.2025 um 18:13

        Quak, quak, quak.
        Deutschland alles schlecht. China toll!
        Ein Startup sollte ein überzeugendes USP, das das trägt.
        Hat Nio nicht. Alles ganz nett, aber gibt es alleine in China 100x.
        Vom Rest der Welt ganz zu schweigen.

        Antworten
        • Future meint

          03.09.2025 um 20:51

          Es gibt viel zu wenig Risikokapital in Deutschland. Ja, das ist ein Problem für die Startups hier. Förderungen vom Staat reichen da nicht und sind auch nicht populär. Nicht jedes Startup wird das neue Apple oder Tesla – aber wenn nicht gegründet wird, dann gibt es eben auch nix neues und zu wenig Konkurrenz am Markt. So hat Deutschland dann die überhöhten Preise.

        • M. meint

          04.09.2025 um 00:09

          Viel Meinung schützt nicht vor wenig Ahnung.
          https://www.fuer-gruender.de/blog/die-16-besten-start-ups-aus-ganz-deutschland-2024/

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