Die Kunden von Lamborghini wollen weiter V8- oder V12-Verbrennermotoren haben, wie CEO Stephan Winkelmann im Gespräch mit dem US-Fernsehsender ABC erklärte. Elektroautos spielen daher bei der italienischen Luxusmarke bis auf Weiteres keine Rolle.
Zwar hat die Audi-Tochter ihre beiden Supersportler Revuelto und Temerario auf Plug-in-Hybridsysteme umgestellt und auch das SUV Urus fährt künftig teilelektrisch, reine Stromer ergeben für das Unternehmen aktuell laut Winkelmann aber keinen Sinn. „Wir könnten ein sehr leistungsstarkes, sehr schnelles vollelektrisches Auto bauen, aber es geht nicht darum, was wir können, sondern darum, die Träume der Kunden zu erfüllen“, sagte er.
„Die Kunden wollen Verbrennungsmotoren“, betonte der Manager. V12-Motoren werde das Unternehmen daher solange weiter anbieten, wie es unter den gesetzlichen Bestimmungen möglich und technisch realisierbar ist.
Lamborghini hat sich bereits auf ein erstes Elektroauto vorbereitet und mit dem Lanzador einen Ausblick auf ein geplantes Serienmodell gegeben. Doch die Einführung wurde verschoben, weil der Markt ein solches Modell derzeit nicht verlangt. Deshalb könnte das finale Fahrzeug auch einen Plug-in-Hybridantrieb haben. Die Akzeptanz von E-Autos in der Automobilwelt flache ab, so Winkelmann. Dies gelte umso mehr für Supersportwagen.
Auch das SUV Urus wird in der nächsten Generation als Plug-in-Hybrid vorfahren. Eigentlich sollte mit dem Modellwechsel auf reinen E-Antrieb umgestellt werden. „Für uns ist die Elektrifizierung vorerst aufgeschoben. Wenn man die Kunden heute fragt, was sie wollen, dann wollen sie einen Verbrennungsmotor“, sagte der Lamborghini-Chef. „Die Plug-in-Hybride funktionieren perfekt – sie bieten den Kunden die Möglichkeit, mit der Batterie noch mehr Leistung zu erzielen. Und obendrein reduzieren wir die CO2-Emissionen.“
Die Marke könnte ein sehr schnelles, leistungsstarkes Elektroauto bringen, erklärte Winkelmann. Es gehe aber nicht darum, was man tun kann, sondern um die Erfüllung der Träume der Kunden. Bei Lamborghini gehe es um Design und Leistung, das sei am wichtigsten. „Es geht immer darum, jemand zu sein, der Grenzen verschiebt und mutig ist. Andererseits muss man immer sich selbst treu bleiben. Das ist es, was wir weiterhin verfolgen müssen.“
Was die Zukunft bringen werden, müsse sich noch zeigen, so der Manager. Die aktuelle Situation sei herausfordernd, da es neue Technologie, neue Regeln, geopolitische Krisen und Kriege gebe. Lamborghini müsse sich ständig anpassen, um kontinuierlich Lösungen für Probleme zu finden. Dazu gehört auch, dass rein elektrische Autos vorerst keine Priorität hat.

Leon meint
Wer 500.000 € oder mehr für ein Auto ausgeben möchte, kann sich dann auch in der Apotheke E-Fuel besorgen. Völlig okay, für den Massenmarkt hat das keine Relevanz.
M. meint
So ist es.
Energiepreise spielen dort keine Rolle. Und den Einfluss auf das Klima kann man auch vernachlässigen, dafür sind das zu wenige.
Powermax meint
Bei 97% Verbrenner PKW und 100% Verbrenner LKW ist deine Schlußfolgerung koplett falsch.
Vor 2045 sehe ich deine Prognose als Falsch an da did Realität anders ist.
Jörg2 meint
Ich habe verstanden, dass M sich auf die paar Stück von diesem Hersteller bezieht.
Ich vermute auch: die Summe aller „Super-Sportler“ auf der Strasse und deren oftmals geringe Jahresfahrleistung spielt tatsächlich eine untergordnete Rolle. Da ist vielleicht der CO2-Ausstoß jeder grillenden Kleingartenanlage höher….
M. meint
Im Bestand, nicht in der Ersatzbeschaffung.
Der Unterschied scheint dir nicht geläufig zu sein, selbst nach 100-facher Erklärung nicht.
Und Deutschland ist nicht die Welt. Kann man gut finden, kann man schlecht finden – tut aber den Fakten keinen Abbruch.
Verbrennerabsatz rückläufig,
BEV-Absatz ansteigend.
E-LKW gibt es, tausende, damit KANN der Anteil der Diesel-LKW gar nicht mehr 100% sein. Das ist Mathe, Herr Kollege.
Und das sind Fakten.
M. meint
Zustimmung zu Jörg2.
Kommt ja aktuell nicht oft vor.
Die paar Lambos machen nichts aus, und nur um sowas geht es.
Millionen Golf-Klasse Autos und Allerwelts-SUVs sind ein ganz anderes Thema.
Gerd Heinrich meint
“Sich selbst treu bleiben…” bis zum bitteren Ende um dann festzustellen das nichts bleibt ausser Design und Markenname?
Was steckt denn drin im Lamborghini der Zukunft?
Egal, Nischenmarkt, unwichtig! Plattenspieler werden auch noch verkauft.
eBikerin meint
„Plattenspieler werden auch noch verkauft.“
Korrekt – und dann schau mal was Leute bereit sind zB für einen Acoustic Solid auszugeben, dazu natürlich noch der passenden MacIntosh (hat nix mit Apple zu tun) Verstärker und weils so schön ist noch Tidal Boxen.
Halber Akku meint
Dazu dann noch den passenden Tonabnehmer jenseits der 4.000,– €. Selbst bin ich bescheidener und begnüge mich mit einem Technics SL1210GR mit einem AT OC9EN an einer komplett revidierten fast 40 Jahre alten Nakamichi CA/PA5 Kombi mit fast 30 Jahre alten T+A TB140 Standsäulen. Beschallung des kompletten Viertels ist sichergestellt, dabei ist der Stromverbrauch interessanterweise immer noch wesentlich niedriger, als wenn unser Junior seinen Gaming PC anschmeisst.
eBikerin meint
Ja der gute Technics – aber echt Liebhaber haben den 1200 nicht den 1210 ;-) Bei deiner Ausführung bin ich mir sicher, dass du den „gigantischen“ Unterscheid kennst ;-)
M. meint
Für richtige Beschallung braucht man allerdings Hörner.
Dann wackelt das Viertel auch, für den gleichen Strom.
Tinto meint
Apple musste 10 Jahre Linzenzgebühren an McIntosh bezahlen um den Namen verwenden zu dürfen. Hat Steve Jobs 1 Jahr Überredungskunst gekostet. Hätte es nicht geklappt, würde jeder Mac heute „Bicycle “ heißen:-)
eBikerin meint
Das mit der Lizenz wusste ich, aber „Bicycle“ war mir neu. Nette Anekdote zum Wochenende,
Future meint
Er hätte die Macs mal von Anfang an Mac nennen sollen, dann hätte er sich die Lizenzen für den Macintosh sparen können.
Tinto meint
Ja, aber der McIntosh ist eine leckere Apfelsorte, das hat schon gut gepasst. Mit Apple Records musste er sich auch vor Gericht einigen.
eBikerin meint
Und mit ApfelKind ;-)