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Hyundai baut Ioniq 3 ab 2026 in der Türkei

17.09.2025 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

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Bild: Hyundai

Hyundai wird sein kommendes Elektroauto, den Kompaktwagen Ioniq 3, in der Türkei produzieren. Das verkündete nicht das Unternehmen selbst, sondern Murat Berkel, General Manager von Hyundai Türkiye, in einem Interview auf der Messe IAA in München.

„Wir werden ab nächstem Jahr mit der Produktion unseres Modells Ioniq 3 beginnen. Dies wird das erste Elektrofahrzeug sein, das Hyundai in Europa in der Türkei produziert“, erklärte Berkel gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Agency. „Es wird auch das erste Elektrofahrzeug sein, das nach Togg aus der Türkei nach Europa exportiert wird.“ Togg ist eine neue, vom Staat forcierte türkische Elektroauto-Marke, die nach dem Start im Heimatmarkt nun Deutschland im Visier hat.

Als Hauptmärkte für den Ioniq 3 nannte Berkel Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die Produktion soll im Werk im türkischen İzmit stattfinden, das bisher hauptsächlich Verbrenner-Kleinwagen wie den i10, i20 und Bayon fertigt. Hyundai plant laut dem Portal Electrive, im Zuge des Umbaus der Fabrik für E-Autos die Produktionskapazität vorübergehend von 245.000 auf 190.000 Fahrzeuge jährlich zu reduzieren.

Der Ioniq 3 wurde bisher noch nicht als Serienmodell gezeigt. Hyundai präsentierte auf der IAA als Ausblick die Designstudie Concept Three. Es handelt sich um ein sportlich gezeichnetes Kompaktmodell mit 4,29 Metern Länge, 1,94 Metern Breite und 1,43 Metern Höhe. Technische Details wurden auf der Messe nicht genannt, im Fokus stand das Design, das typische Elemente der E-Auto-Familie Ioniq wie die Pixel-Leuchten zeigt.

Zur technischen Basis des Ioniq 3 äußerte sich Berkel ebenfalls. Das Fahrzeug werde auf der Electric Global Modular Platform (E-GMP) entwickelt. „Dank E-GMP können viele Elektromodelle vom A- bis zum E-Segment auf derselben Infrastruktur produziert werden. Hyundai wird der erste ausländische Hersteller sein, der diese Technologie in die Türkei bringt“, so der Manager. Ob dabei die 400-Volt- oder die 800-Volt-Variante der Plattform zum Einsatz kommt, wurde nicht bestätigt. Aufgrund der Fahrzeugklasse ist jedoch die 400-Volt-Version mit Akkupacks von 60,3 oder 81,4 kWh und bis zu 160 kW/218 PS starkem Frontantrieb naheliegend.

Hyundai fertigt in Europa bereits Elektroautos: Im tschechischen Nosovice wird der Kona Elektro produziert. Die Fahrzeuge der Ioniq-Reihe hingegen, darunter auch der neue Kleinwagen Inster, werden weiterhin aus Südkorea importiert. Nun soll der Ioniq 3 auch die Produktion eines Modells der Ioniq-Familie nach Europa bringen.

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Via: Electrive
Tags: Hyundai Concept Three, ProduktionUnternehmen: Hyundai
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. brainDotExe meint

    18.09.2025 um 07:26

    „1,43 Metern Höhe“

    Das wäre mal eine Ansage in der Klasse und sehr zu begrüßen.
    Viele Elektroautos, besonders in den niedrigen Klassen, kranken an zu viel Höhe.

    1,43 Meter wären niedriger als ein aktueller Verbrenner Golf und deutlich besser als der ID.3.

  2. stueberw meint

    17.09.2025 um 22:52

    Hä,
    der KONA Elektro wird schon seit 2018, unter anderm, in Tschechien gebaut. Liegt das nicht mehr in Europa?

  3. Thorsten 0711 meint

    17.09.2025 um 18:39

    „Wir werden ab nächstem Jahr mit der Produktion unseres Modells Ioniq 3 beginnen. Dies wird das erste Elektrofahrzeug sein, das Hyundai in Europa in der Türkei produziert. “

    Interessant, der 3er wird also in Ostthrakien produziert.

    • Matthias meint

      17.09.2025 um 22:21

      Das Werk ist bei Izmit in Anatolien. Die haben einen dehnbaren Begriff von Europa.

      • Thorsten 0711 meint

        17.09.2025 um 23:51

        Ich sehe, du hast meine Ironie verstanden 👍

    • Hasan Yanar meint

      17.09.2025 um 23:55

      Uralgebirge gehört auch zur Europa!

      • Thorsten 0711 meint

        18.09.2025 um 08:53

        Das Uralgebirge liegt allerdings in der russischen Föderation, welche ca. zu einem Viertel in Europa liegt, der Ural bildet die Grenze zwischen Europa und Asien. Dort, im europäischen Teil Russlands, leben auch die meisten Russen.
        Bei der Türkei sind es etwa 3% der Landfläche. Außerdem liegt die Wiege der Turkvölker in Zentralasien.

        Was wollen sie damit sagen Herr Hasan?

  4. hu.ms meint

    17.09.2025 um 16:29

    Kompakter mit 84 kwh akku und 160 kw motor für ab 33K macht eben jetzt hyundai und nicht die amis. Kann in europa ein harter konkurrenz für den ID.3 werden. (4,27m; 79 kwh, 150 kw, 39K).

    • RudiFaehrtTesla meint

      18.09.2025 um 07:14

      Du musst wegen des Kursanstieges schon viel Geld verloren haben……

      • hu.ms meint

        18.09.2025 um 13:30

        Habe keine hyundai-aktien.
        Andere firmen gerne in einem zutreffenden thema.

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