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BMW baut neuen Batteriestandort in Niederbayern in „Bavarian Speed“

23.04.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 15 Kommentare

BMW Werk Irlbach-Strasskirchen-2026-2

Bild: BMW

In den Gemeinden Irlbach und Straßkirchen ist ein neues BMW-Werk für Hochvoltbatterien der sechsten Generation entstanden. Der Standort ist eines von fünf neuen Werken der BMW Group weltweit. Der Neubau wurde laut dem bayerischen Premiumhersteller erstmals vollständig digital geplant, gebaut und übergeben.

Das Projekt stehe exemplarisch für „Bavarian Speed“ mit kurzen Wegen, enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und einem digitalen Werkzeugkasten, der Planung und Umsetzung beschleunigt, so BMW. Der digitale Ansatz endet demnach nicht mit der Fertigstellung. Auch im Facility- und Energiemanagement kommen Datenplattformen, Künstliche-Intelligenz-gestützte Prozesse und neue Tools zum Einsatz, die über den gesamten Lebenszyklus messbare Verbesserungen bringen sollen.

„Digitale Plattformen sind der Schlüssel, um komplexe Bauvorhaben in vorgegebener Zeit, Qualität und Kosten zu realisieren. Sie vernetzen alle Beteiligten, schaffen Transparenz und stellen sicher, dass Planung, Bau und Betrieb nahtlos ineinandergreifen“, sagt Nicole Haft-Zboril, SVP Real Estate Management bei der BMW Group.

Im Immobilienmanagement setzt der Konzern auf „Building-Information-Modeling“ (BIM) und „Lean Construction Management“. Lean Construction soll Abläufe klar strukturieren und Verzögerungen vermeiden. BIM bündelt fast sämtliche Informationen eines Bauwerks in einem dreidimensionalen Modell, auf das alle Projektbeteiligten zugreifen können. Dadurch sollen Fehler reduziert und Zeit eingespart werden.

BMW Werk Irlbach-Strasskirchen-2026-1
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: BMW

Für das Werk Irlbach-Straßkirchen wurde erstmals ein durchgängiger „One Model“-Ansatz umgesetzt. Der digitale Zwilling in der Cloud vereinte alle Pläne und Modelle in einem Datenraum mit einheitlichem Zugriff. „Einzigartig dabei ist, dass 62 Fachmodelle in einem Koordinationsmodell vereint wurden“, unterstreicht BMW. „Dies bedeutet, dass die jeweils einzelnen Modelle und Pläne der Projektbeteiligten, wie Architekten, Statiker, Tragwerkplaner etc. in einem einzigen Gesamtbauwerksmodell zusammengefasst wurden. Dadurch entfielen rund 25.000 manuelle Informationsanfragen, da alle Partner und Gewerke jederzeit denselben Planungsstand vorliegen hatten.“

Silvia Meyer, Projektverantwortliche für Bau, Facility Management und Sicherheit bei der BMW Group, beschreibt den Wechsel so: „Früher haben wir Informationen mühsam zwischen einzelnen Planungsständen abgeglichen. Heute arbeiten alle Beteiligten im selben digitalen Modell.“ Das reduziere Planungsschleifen massiv und mache das Projekt schneller, robuster und skalierbar.

Zusätzliche Präzision liefern autonome Drohnen, die regelmäßig über die Baustelle fliegen, den Ist-Zustand dokumentieren und die Daten automatisch mit dem digitalen Zwilling abgleichen. Abweichungen werden schneller erkannt, manuelle Prüfschritte verkürzen sich. Das soll Baugeschwindigkeit, Qualität und Sicherheit steigern.

Hinzu kommt eine vollständig papierlose Dokumentation, deren Informationen digital verfügbar bleiben und nahtlos in den Betrieb übergehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig als Standard dienen, um Folgeprojekte schneller, konsistenter und mit höherer Datenqualität umzusetzen.

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Via: BMW
Tags: Batterie, ProduktionAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. elektromat meint

    25.04.2026 um 09:24

    Warum muss man ein Werk auf den fruchtbarsten Boden stellen den Deutschland hat, das ging doch auch in einem Bayerischen Hügelland – andere Donauseite Bayerwald – vorland z.B. oder Hügelland südlich von Landau/Dingolfing, aber nein der Lößboden wird überbaut, dann nicht mal ein Gleisanschluss – alles über die Straße. Das macht ja sogar VW in Gyor besser. Warscheinlich kommt jetzt auch noch ein ebenerdiger Parkplatz dazu statt ein Parkhaus und öpnv für die Mitarbeiter?? Hauptsache der Reibach für Quandt und Klatten passt – Unternehmerische Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber – Fehlanzeige!

    Antworten
    • M. meint

      25.04.2026 um 16:57

      Nein, falsch.
      Den kostbaren Lößboden hat man abtransportiert, und eben nicht überbaut.

      „Man setze sich beim Bau des Werkes für eine sinnvolle Weiterverwendung des Oberbodens ein, heißt es bei BMW. In enger Abstimmung mit lokalen Institutionen plane man, diesen von der eigenen Baustelle auf landwirtschaftliche Betriebe der Region umzuverteilen.“

      Jüngere Meldungen bitte selbst raussuchen, das nächste mal am besten vor der Verbreitung von FUD.

      Antworten
    • M. meint

      25.04.2026 um 16:58

      Der Link fehlt noch…
      https://www.automobil-produktion.de/produktion/bmw-darf-batteriewerk-in-bayern-bauen/1007179

      Antworten
    • Joe meint

      27.04.2026 um 09:36

      Kannst ja gerne mal versuchen ein Werk mit 100 Hektar Größe in den Bayerischen Wald zu stellen. Viel Spaß bei den Erdbewegungen, die bestimmt nochmal einen dreistelligen Millionenbetrag an Mehrkosten ausmachen. Der besagte Gleisanschluss scheitert im Übrigen an der Bahn, die aktuell auf der Strecke nichts ausbauen lässt
      Typisch deutsch. Statt dass man sich freut, dass vor Ort in eine nachhaltige Zukunftstechnologie investiert wird muss sofort wieder gejammert werden.
      Zum Thema Nachhaltigkeit übrigens noch so viel: Auf der Fläche wurde vorher übrigens Biogas-Mais angebaut. Die PV Anlagen auf den Dächern der BMW erzeugen mehr Strom als vorher rauskam.

      Antworten
      • ID.4 statt Golf meint

        28.04.2026 um 07:37

        @Joe: Auf dem Titelbild sowie auf Google Maps kann man gar keine PV Module auf dem Dach der Fabrik sehen! Schaut man in die Umgebung findet man aber sehr viele freiflächen Solarparks – geschätzt etwa die doppelte Fläche im Vergleich zum Werksgelände. Statt also das Dach teuer zu bauen mit der Stützlast für PV wird hier gesparrt und einfach noch die Fläche neben an mit PV versiegelt. Übrigens, am Werk in Ungarn sieht es fast genau so aus – nur dass man dort auch keine freiflächen PV findet. In Ungarn gibt es zum großteil Atomstrom mit dem sich BMW als CO² neutral brüstet. Quelle: eigene Recherche per Google Maps.

        Antworten
  2. MK meint

    23.04.2026 um 16:31

    Wäre mal interessant zu verstehen, was BMW jetzt genau anders gemacht hat bei seinem „Digitalen Zwilling“.
    Dass jedes Gewerk seine CAD-Dateien erstellt und über Programme wie Microstation gleichzeitig live die Planungen und Änderungen der anderen Gewerke sieht, ist ja bei jeder großen Fabrikplanung seit bald 20 Jahren absoluter Standard in Deutschland.
    Die Drohnen und das automatische Abgleichen der Aufnahmen mit der Planung sind natürlich tatsächlich recht neu. Wäre aber mal interessant, wie viel die erkennen. Aus der Luft dürfte z.B. kaum eine Nachverfolgung einzelner Strom- oder Netzwerkleitung gegeben sein, wenn diese mit dutzenden anderen zusammen auf einer Kabelbrücke liegt.

    Antworten
  3. hconny meint

    23.04.2026 um 16:18

    Clever – fast: Eigene Batt-Prod ist wichtig: Kosten „in House“ dann kostest „der BMW“ gleich mal 5000€ weniger ? Hoffe, die fertigen das wie TESLA – mit „eigenem“ Lithium-Hydroxid? Oder wieder Vorlieferant? – schade- nur 4000€ weniger. Fertigungstechnik dann verbessert ( Gigacastings- wie Tesla, XPENG… ) ? Nein ? Wieso nicht? – dann halt nur 2500€ weniger… Software – vergiss es oder Apple / China-Prompts ? Hach, wieder 1000 weniger Marge. 48 V Technik, Steer-by-wire, Ethernet statt CAN … Egal, dann wird die Karre halt NICHT günstiger. Was bleibt ? Der BAB- Konzern ( BENZ-AUDI-BWM ) mit dem Vorlieferanten „VW“ . So wie F. Dudenhöffer das schon 2015 vorhergesagt hat ( sein lesenswertes „Wer kriegt die Kurve?“ -Buch ) . Schade- Kein BMW mit sooo einem schönen Kühlergrill mehr… Wenn Robotaxis in 2-3 Jahren rumfahren ( in D: etwas später ;-) ) dann iss sowieso vorbei. Aber dann überlebt wenigstens die Batteriefabrik . Wieviel GW sind denn geplant ? 10 ? 20 ? toll – das reicht ja für 150 / 200.000 E-Autos. DAS wird die Produktions-Stückzahl ab 2030 werden ? Was für ein Ziel… Schade um die Mitarbeiter…

    Antworten
    • hu.ms meint

      23.04.2026 um 17:22

      Das wird keine zell-fertigung !
      Sondern eine weiterverarbeitung von gekauften zellen zu fahrzeugakkus.

      Antworten
      • Future meint

        23.04.2026 um 18:44

        Den Unterschied zwischen Zellproduktion und Akkufertigung haben viele im alten Europa nicht verstanden. Das Thema ist halt noch neu für die Menschen.

        Antworten
    • eBikerin meint

      23.04.2026 um 17:47

      Ehrlich – ich kann deinen Post irgendwie nicht folgen. Hättest du nicht einfach schreiben können: alle anderes sind super – BMW ist total doof. Dann wäre es einfacher gewesen und man hätte nicht so viel lesen müssen .

      Antworten
      • M. meint

        23.04.2026 um 18:14

        Du hast diesen Buchstabensalat ernsthaft gelesen?
        Das ist einer unserer visionären Teslafans, mit neuem Nick.
        Da steht ganz sicher nichts drin, was die nicht schon 650x gepostet haben.

        Antworten
      • Markus meint

        24.04.2026 um 08:34

        Er wollte nur schreiben das sich nach wie vor nichts ändert.
        Die Zellen kommen nach wir vor aus China, wir in Europa stecken eigentlich nur mehr Teile zusammen. Der Zug ist schon lange für Europa abgefahren.
        Uns Arroganz und Festhalten an alten Technologien fällt uns jetzt auf den Kopf.

        Antworten
        • M. meint

          25.04.2026 um 17:02

          Vielleicht wollte er das, dann ist das aber falsch, weil die Zellen nicht nur von unterschiedlichen Lieferanten kommen können, sondern einer der Lieferanten die in Zukunft auch hier in Europa bauen will.

    • David meint

      23.04.2026 um 18:32

      Mein lieber Tesla Fan mit verwirrter Sprachausgabe, RoboTaxis fahren schon. Jede Woche, 1 Million bezahlter Taxifahrten. Nur bei Tesla nicht.

      Aber seit man Erfahrungen mit diesen autonom fahrenden Taxis hat, sieht man auch, es ist nicht finanziell so der große Bringer. Der Fahrer fährt nämlich nicht nur, er passt auch auf das Fahrzeug und die Fahrgäste auf, hält das Fahrzeug sauber und füllt die Betriebsstoffe auf. Er braucht dafür nicht spezielle Betriebshöfe. Und sein Lohn ist nicht überall in der Welt so teuer, wie in Europa und den USA.

      Das Unglück ist, dass Waymo, die ganz vorne sind, zu Alphabet gehören. Die werden über Quersubventionierung und Deep Pockets den Markt so lange fluten, bis Autonomie zur Commodity wird. Anders gesagt: es ist nicht das Schlimmste für Tesla, dass sie nur bei Level 2 sind, sondern dass Alphabet den Markt beherrscht.

      Antworten
    • Freddy K meint

      23.04.2026 um 22:53

      Mir dünkt du weißt nicht um was es hier geht…

      Antworten

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