Die Zahl der Elektroautos in Europa wächst. Laut einer aktuellen Prognose der Unternehmensberatung Inovev wird die Stromer-Flotte bis Ende 2025 europaweit auf 15 Millionen Fahrzeuge anwachsen. Die Schätzung basiert auf den Neuzulassungszahlen der vergangenen zehn Jahre sowie einer Hochrechnung für die zweite Jahreshälfte, berichtet Electrified.
Damit wird Europa, inklusive EU, Großbritannien, Norwegen und Schweiz, fast halb so viele reine E-Autos und Plug-in-Hybride auf den Straßen haben wie China, das bei 31,4 Millionen liegt. In den USA sollen 6,4 Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs sein, während der Rest der Welt auf etwa 3 Millionen kommt. Weltweit wird die Zahl der Stromer somit voraussichtlich 56 Millionen erreichen.
Auch die aktuellen Zulassungszahlen in Deutschland zeigen einen deutlichen Anstieg. Im September wurden 45.495 Elektro-Pkw neu zugelassen, was einem Zuwachs von 31,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Die rein elektrischen Autos kommen damit auf einen Anteil von 19,3 Prozent an den Gesamtzulassungen.
Besonders stark stieg die Zahl der Plug-in-Hybride: Insgesamt wurden 27.685 der Teilzeitstromer mit Stecker in Deutschland neu zugelassen, ein Plus von 85,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an den Gesamtzulassungen beträgt damit 11,8 Prozent.

Gernot meint
Schaut man in die Medien, dann bekommt man immer den Eindruck, dass sich Elektroautos nicht verkaufen. Deswegen finden auch so viele die Forderung nach dem VerbrennerAusAus plausibel, denn die Elektroautos will ja scheinbar kaum jemand haben.
Nun schauen wir mal auf die Fakten. Für den Zeitraum Jan-Sep 2025 lag der BEV-Anteil an den Neuzulassungen ein D bei 18,1%. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind BEV-Zulassungen um 38,3% gewachsen. Dieses Wachstum ist offenbar so unspektakulär, dass das kaum jemand erwähnt.
Und nun kommt der interessante Punkt: Wenn dieses unspektakuläre Wachstum einfach so weiter geht, es keinen Boost gibt, sind wir Ende 2030 (5,25 Jahre bis dahin) rechnerisch bei 99% BEV-Anteil an den Neuzulassungen (18,3% * 1,383^5,25 = 99,3%). Tatsächlich wird es noch einen Boost geben. Zum einen wird es eine neue Fördermaßnahme geben. Es geht nur noch um das Wie (Kaufprämie, Social Leasing, ..) und nicht um das Ob. Und BEV für 25.000 Euro gibt es von großen Herstellern wie VW, Toyota, Skoda noch gar nicht. Die kommen erst in den nächsten 2 Jahren und erschließen Elektromobilität noch mal für neue Käufergruppen.
Deshalb ist es auch krank, dass VerbrennerAusAus zu diskutieren. Absehbar wird niemand bei Verstand 2035 noch einen Verbrenner kaufen. Die Dinger werden mit Unterschrift unter den Kaufvertrag 50% Wertverlust haben. Unter den o.g. Annahmen werden wir Ende 2030 ca. 11 Mio. BEV in Deutschland haben. Ende 2035 wäre die Hälfte des Fahrzeugbestandes batterieelektrisch. Ende 2040 mehr als 3/4. Längst hat dann ein drastisches Tankstellensterben eingesetzt und man wird nicht mehr komfortabel überall tanken können. Welchen Restwert soll dann ein 5 Jahre alter Verbrenner noch haben?
Frank von Thun meint
15 Millionen E-Autos und trotzdem vermute ich dass der CO2-Ausstoß vom Verkehr wieder gestiegen ist. Diese Behauptung geisterte auch bereits im letzten Jahr durch die Medien.
Jeff Healey meint
Kein Wunder, offensichtlich emittieren die steuerlich subventionierten, so „erfolgreichen“ PHEV in Wahrheit fünf mal so viel CO2 wie von den Datenblättern her erwartet wurde.
Politik und Industrie verbindet seit Jahrzehnten eine unheilvolle Allianz, die Muster und die Farben der Protagonisten sind immer die gleichen.
South meint
Natürlich muss man die Zahlen im Vergleich zum Gesamtbestand sehen, dass nivelliert selbst die zig Mio. BEV… denn, die PHEV sind eh nur ein Feigenblatt… aber die Zahl hat sich in wenigen Jahren aufgebaut und die BEV Zulassungen steigen weltweit rasant….
hu.ms meint
soso – wie hoch war denn der BEV-anteil an den gesamtneuzulassungen weltweit 2024 ?
South meint
soso … bin ich die Auskunft?…schau doch selber nach…
RH meint
Von 17,4 (BEV+PHEV) waren 10,8 Mio reine BEV.