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Formel E stellt Gen4-Rennwagen mit bis zu 600 kW (816 PS) vor

06.11.2025 in Motorsport von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

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Bilder: Formula E

Die Formel E und die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) haben das neue Gen4-Rennfahrzeug vorgestellt. Der Elektro-Bolide wird in der Saison 2026/27 der ABB FIA Formula E World Championship debütieren und soll neue Maßstäbe setzen.

Der Gen4 bietet 600 kW Leistung, was 816 PS entspricht, sowie Allradantrieb in jeder Phase des Rennens. Laut den Verantwortlichen ist er „das herausforderndste Formel-E-Auto, das es zu beherrschen gilt, ausgelegt für Rad-an-Rad-Kämpfe und atemberaubende Momente für die Fans“. Jedes Merkmal des Gen4, vom aktiven Allradantrieb bis zum aktiven Differential, demonstriere Technologien, die Elektroautos bieten, und mache den Rennwagen für Hersteller und ihre zukünftigen Fahrzeuginnovationen relevant.

Der Gen4 soll das nachhaltigste Rennfahrzeug im Motorsport sein, mit zirkulärem Design auf allen Ebenen. Die Konstruktion besteht demnach vollständig aus recycelbaren Materialien, mit mindestens 20 Prozent Anteil an bereits recycelten Bestandteilen. Von den Batteriesystemen über die Reifen der nächsten Generation bis hin zur Karosserie werde jede Komponente der Lieferkette nach Kriterien wie ethischer Beschaffung, Recyclingfähigkeit und reduziertem Umwelteinfluss ausgewählt, heißt es.

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Technisch bietet der Gen4 zwei unterschiedliche aerodynamische Konfigurationen: eine High-Downforce-Variante für das Qualifying und eine Low-Downforce-Variante für Rennen. Das Elektroauto der Formel E zeigt in der neuesten Generation erhebliche Verbesserungen. Der Gen4 liefert regulär bis zu 450 kW (612 PS) und 600 kW (816 PS) im „Attack Mode“ für Überholmanöver. Zuvor waren es 300 beziehungsweise 350 kW (408/476 PS). Die regenerative Bremsleistung wurde auf 700 kW verbessert. Die im Rennen verfügbare Batteriekapazität steigt um 43 Prozent auf bis zu 55 kWh.

Nach der ersten Präsentation mit Fotos und Videos wird der Gen4 nun von den in der Formel E engagierten Autoherstellern getestet. Porsche, Nissan, Stellantis, Jaguar und Lola Cars werden ihre eigenen Technologien im Bereich Antrieb und Energiemanagement einsetzen, um die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs auszureizen. Ziel sei es, die Expertise aus der Serie in den Rennsport zu übertragen und die Relevanz der Formel E für Automobilhersteller zu bestätigen.

Jeff Dodds, CEO der Formel E: „Der Gen4 ist weit mehr als ein Rennwagen. Er repräsentiert über ein Jahrzehnt Fortschritt, Innovation und Ambition im elektrischen Rennsport. Co-entwickelt mit der FIA, steht er als fortschrittlichste, anspruchsvollste und nachhaltigste Maschine, die wir je gebaut haben.“

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Via: Formula E
Tags: Formel EUnternehmen: FIA
Antrieb: Elektroauto

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Formel-E,-GEN4,-2025

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. CJuser meint

    06.11.2025 um 12:01

    Die Randbedingungen (Kurse, Leistung, Sound) sind gut. Leider scheint die FIA sich aber keine Mühe beim vermarkten zu geben.

    Antworten
    • Martin meint

      06.11.2025 um 18:58

      Weil das niemand sehen möchte.
      Die Formel 1 wird hat teilweise zwischen 250.000 und 400.000 Besucher an einem Renn Wochenende.

      Antworten
  2. Calimator meint

    06.11.2025 um 11:32

    Die Formel E wird endlich erwachsen. Jetzt fehlen nur noch Slick-Reifen, dann wäre man nicht mehr weit von Formel-1 Rundenzeiten entfernt.

    Antworten
    • Mäx meint

      06.11.2025 um 11:55

      Bis zur F1 fehlt aber doch noch einiges an Rundenzeit.

      Slicks werden den größten Anteil daran haben, aber die Wagen haben auch deutlich weniger Downforce.
      Mit dem Gen4 ist man wohl irgendwo im Bereich der GT3 oder etwas mehr.
      Dafür hat man dann deutlich mehr Leistung und Allrad.
      Bleiben wir mal bei Monaco
      Formel 3 1:34
      Porsche Supercup 1:33 (> weniger Abtrieb als GT3)
      Formel-E 1:29
      Formel 2 1:21
      Formel 1 1:10
      Und das ist eben nur Monaco wo der Abtrieb der Formel 1 überhaupt nicht greift, aber die Vorteile von Beschleunigung der Formel E Fahrzeuge.

      Für Gen 4 könnte ich mir vorstellen, dass man in Richtung Formel 2 kommt (in Monaco), mit Slicks wäre man dann vermutlich schneller.
      Und das alleine ist an sich auch schon eine Leistung, weil vieles gibt es nicht mehr, was schneller ist, darüber sind nur noch Indycar und Formel 1.

      Antworten
      • tutnichtszursache meint

        06.11.2025 um 12:43

        Geschwindigkeit/Rundenzeit verursacht gerade in Monaco die Lang­wei­lig­keit, weil selbst in der Formel 3 kein Überholen möglich ist, wenn man sich die beiden Formel e Rennen in Monaco dieses Jahr ansieht, sieht man was die besten Rennen waren – nämlich die Formel e und ganz am Ende die Prozession der Formel 1.

        Antworten
        • Mäx meint

          06.11.2025 um 16:14

          Da stimme ich zu.
          Aber auch die Größe der Fahrzeuge hat damit zu tun
          > F1 ist einfach zu groß für Monaco geworden.

          Aber das ist eben die einzige Strecke bisher, wo Formula E und F1 auf genau der gleichen Strecke fahren und nicht einer Variante.

      • Elvenpath meint

        06.11.2025 um 12:52

        Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie schnell diese neuen Gen 4 mit Slicks, wie in der Formel 1 wären. Vielleicht könnte man das mal zu Demonstrationszwecken machen.
        Laut Aussagen der Verantwortlichen ist es jedenfalls Ziel, dass die Gen 4 in etwa Formel 2 Niveau haben soll. Und das ohne Slicks.

        Natürlich sind Einheits-Chassis nicht so leistungsfähig, wie die Formel 1 Chassis in die enorm viel Entwicklungsarbeit und Geld gesteckt wird. Die werden ja sogar während der Saison weiterentwickelt von den fähigsten und besten Ingenieuren die es in der Renn-Welt gibt.

        Antworten
    • Elvenpath meint

      06.11.2025 um 12:57

      Dann müsste man den Fokus etwas weg von der Nachhaltigkeit und Kostenreduzierung legen. Slicks verschleißen schneller und man bräuchte dann zusätzlich noch Regenreifen.

      Antworten
  3. Elvenpath meint

    06.11.2025 um 11:24

    Also ich freue mich auf die nächste Formel E Saison!

    Antworten

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