Porsche orientiert sich bei der Entwicklung der neuen, rein elektrischen 718-Modelle an Hyundai und untersucht dabei besonders virtuelle Klänge und Schaltvorgänge. Frank Moser, Vizepräsident für die Sportwagen-Baureihen 718 und 911, erklärte laut The Drive, er habe den Hyundai Ioniq 5 N mehrfach gefahren und bezeichnete das Erlebnis als augenöffnend für die Marke. Auch GT-Fahrzeuge-Chef Andreas Preuninger zeigte sich beeindruckt.
Moser schilderte, wie er gemeinsam mit Preuninger im Ioniq 5 N unterwegs war. Zunächst skeptisch gegenüber Elektroautos, reagierte Preuninger mit Überraschung, als Moser den „N-Grin-Boost“ aktivierte. Laut Moser hat Hyundai „etwas wirklich Beeindruckendes gemacht“. Der Ioniq 5 N liefert im Grin-Boost-Modus 478 kW/650 PS und 770 Nm, beschleunigt in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 260 km/h. Funktionen wie das simulierte Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und künstliche Fahrgeräusche verstärkten den Eindruck für die Porsche-Männer.
Auf die Frage, ob Porsche von diesen Konzepten lernen wolle, bestätigte Moser, „das ist der Weg“, betonte aber, dass alles abschaltbar sein müsse. Fahrer sollten frei zwischen Stille und virtuellen Klängen eines Sechszylinders samt künstlicher Gangwechsel wählen können. Dies zeichne die Entwicklungsrichtung für die kommenden Jahre vor.
Porsche analysiere grundsätzlich andere Marken, erklärte Moser, was schließlich zur intensiven Bewertung des Ioniq 5 N geführt habe. Das Fahrzeug sei gerade wegen seiner Klang- und Schaltsimulation ein wichtiger Referenzpunkt geworden.
Der elektrische Porsche 718 soll Anfang 2027 erscheinen. Zwar falle das Modell etwas schwerer aus als sein benzinbetriebenes Pendant, doch Porsche arbeite stark an der Gewichtsreduzierung, so Moser. Er betonte: „Für ein Elektroauto ist es ein wirklich leichtes Auto“, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Es wird erwartet, dass Porsche neben der neuen Generation von Boxster und Cayman mit reinem Elektroantrieb noch für einige Zeit die bisherigen Modelle mit Verbrennungsmotor anbieten wird. Die Stuttgarter haben ihre einst ambitionierte E-Auto-Strategie wegen der nicht ausreichend vorhandenen Nachfrage gebremst. Die Sportwagenmarke wird nun wieder länger und weitere Verbrennerfahrzeuge verkaufen.

David meint
Was soll man sagen? Nachdem die Verbrenner Fraktion so dermaßen resilient ist, wird man mit solchen Tricks arbeiten müssen. Warum soll man nicht offen sagen, dass man sich von Hyundai inspirieren lässt? Gerade bei der Elektromobilität gab es eine große Zusammenarbeit beider Konzerne, denn die 800 V Technik hat Hyundai von Porsche. Jeder guckt nach rechts und links. Mal kauft man was, mal lässt man sich nur inspirieren, aber keiner geht ganz für sich alleine.
Future meint
Porsche und Hyundai sollen bei der Elektromobilität kooperiert haben?
Hat sich Dav id das vielleicht ausgedacht?
Die 800-Volt-Technologie hat Hyundai doch nicht von Porsche übernommen, sondern beide haben unabhängig voneinander früh auf diese Technologie gesetzt. Sowohl Hyundai (mit der E-GMP-Plattform) als auch Porsche (mit dem Taycan) waren Vorreiter und nutzen 800-Volt-Systeme.
CJuser meint
Ich bin den 5 N selber mal Probe gefahren. War schon irgendwie geil, auch wenn es sehr digital klang. War aber vermutlich auch gewollt. AMG hat da gezielter einen echten Verbrennerklang erzeugen wollen. Mal schauen, was Porsche sich da rauspickt.
Future meint
Hyundai ist also wieder mal Benchmark.
Über das Lob aus Zuffenhausen wird man sich freuen in Asien.
M. meint
Beim simulierten Verbrennerklang.
Weiß nicht, ob du diese Einschränkung verstanden hast.
Future meint
Der Hyundai Ioniq 5 war zusammen mit dem Taycan das erste Modell mit 800 Volt in Deutschland. Der Hyundai kostete sogar weniger als die Hälfte. Das war klar Benchmark und Hyundai wurde dafür doch auch abgefeiert in der Kommentarspalte. Die Kunden hat das natürlich wenig interessiert.
M. meint
Thema verfehlt, wie üblich.
brainDotExe meint
Generell muss man sagen, dass Hyundai hier gut vorgelegt hat und wie es aussieht wird das auch in der Branche gewürdigt.
Der Elektro AMG GT soll ja ebenfalls sehr gut diesbezüglich ankommen, siehe Video von Carmaniac.
Genau so überzeugt man Skeptiker!
Mäx meint
Gerade für solche Spaßautos (718) denke ich ist das wichtig.
Die Autos leben nun mal davon den Fahrer beim Fahren irgendwie einzubinden.
Schneller war das PDK auf der Rennstrecke ab dem 1. Tag, dennoch sind die Leute auf die Barrikaden gegangen als der Handschalter beim GT3 weggefallen ist und Porsche hat ihn wieder eingeführt.
Es geht nicht immer nur um maximale Performance, sondern auch um das Fahren.
Am Ende finde ich es okay, wenn es nur im Innenraum stattfindet.
Dann kann jeder entscheiden ob er Sound an machen möchte, oder nicht, ob Schaltvorgänge oder nicht usw.
Kann jeder so fahren wie er möchte.
brainDotExe meint
Vollkommen richtig!
„Es geht nicht immer nur um maximale Performance, sondern auch um das Fahren“
Das vergessen hier leider immer viele Kommentatoren.
Steffen meint
Solange es keine Abgase macht und die nur innen einen Hörsturz kriegen lässt mich das kalt bzw. bewerte ich das positiv. Wer’s fürs Ego oder so braucht…
brainDotExe meint
Da ist ja schon wieder dieser negative Unterton. Warum gehst du davon aus, dass man das fürs „Ego oder so“ braucht?
Warum kannst du nicht einfach akzeptieren, dass sich Leute an solchen Klang erfreuen?
M. meint
Kann er nicht.
Ich brauch‘ das auch nicht (zumindest sag‘ ich das jetzt, bevor ich es getestet habe), aber wenn’s Spaß macht, warum nicht.
Da finde ich Karaoke bei offenem Fenster schlimmer. ;-)
Future meint
Wenn das Leben schon eine Simulation ist, warum sollte es der Krach nicht auch sein.
Steffen meint
Hast du gut erkannt, Brain. Warum kannst du nicht einfach akzeptieren, dass ich solches auf peinliche Äußerlichkeiten fokussierte Verhalten für du_m_m und primitiv halte?
brainDotExe meint
Steffen
Sicher, ich kann deine Meinung akzeptieren. Nur, wie wohl die meisten Autofahrer, nicht verstehen.
Es ist schließlich weder auf Äußerlichkeiten fokussiert, primitiv oder sonstiges, wenn man sich an Technik und Klang erfreut.