Der Renault-Konzern löst seine 2021 ins Leben gerufene Mobilitätssparte Mobilize auf. Das bedeutet auch das Aus für zwei elektrische Kleinstfahrzeuge. Der Mobilitätsdienst Zity wird ebenfalls abgewickelt. Erhalten bleibt von Mobilize das Geschäft mit Ladedienstleistungen und Ladetechnik sowie der damit verbundene Finanzdienstleistungsbereich. Diese Bereiche werden in die Verwaltung der Renault-Gruppe überführt.
Geleitet werden diese Aktivitäten künftig von Renault-Markenchef und Gruppenvorstand für Wachstum (Chief Growth Officer) Fabrice Cambolive. Er sagte laut der Automobilwoche, die neue Organisation verbessere das Kundenerlebnis. Unklar ist dem Branchenportal zufolge, wie das Finanzdienstleistungs-Geschäft der Gruppe organisiert wird. Denn auch diese Sparte sei bei Mobilize integriert worden. Der Markenname Mobilize werde aber künftig für den Bereich Mobilize Financial Services genutzt.
Mobilize habe als bislang vierte Konzernmarke neben Renault, Dacia und Alpine seine Aufgaben erledigt, erklärte der französische Automobilkonzern. „Sie erfüllte ihre Rolle als Inkubator und Innovationsmotor, indem sie das Know-how der Gruppe in neuen Bereichen stärkte, vielversprechende Chancen identifizierte und entwickelte und weniger relevante Wege einstellte.“
Die meisten der von Mobilize entwickelten Aktivitäten werden nun eingestellt, „entweder weil sie nur begrenzte Rentabilitätsaussichten haben oder weil sie nicht direkt den strategischen Prioritäten der Gruppe dienen“. So werden der Duo als Nachfolger des elektrischen Kleinstfahrzeugs Renault Twizy und seine Nutzfahrzeug-Variante Bento sowie der Carsharing-Dienst von Zity in Mailand ersatzlos eingestellt. Auch die Aktivitäten von Zity in Madrid soll ab 2026 auslaufen.
Neben dem Geschäft mit Ladetechnik und Ladedienstleistungen wird das neue Geschäft mit Energieversorgern per bidirektionalem Laden (Vehicle to Grid) nun von Renault direkt vorangetrieben. „Das Energie-Geschäft bleibt eine Priorität für die Renault-Gruppe“, erklärte Cambolive. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens gut eine Million ausgebaute Ladepunkte in Europa und ein Kundenstamm von knapp 90.000 Nutzern.

TripleNiner meint
Händler in Belgien tun als ob nichts wär.
mal gespannt ob es einen Ausverkauf zum reduzierten Preis gibt
und auch gespannt ob die das Projekt verkaufen und jemand übernimmt. wäre ja zu schade
Wolle meint
Wagnis, Zukunftsperspektiven, Risikobereitschaft, sind alles Tugenden, die wir nach China exportiert haben. Ohne Rücknahmeoption.
FrankyAC meint
Prinzipiell finde ich solche Flitzer klasse. Zumindest die 80 Km/h Variante, da man mit 45 nicht im Verkehr mitschwimmen kann und es für den Fahrer unnötig gefährlich wird.
Aber warum sind diese Dinger immer so spartanisch? Wenigstens eine vollwertige Heizung sollte man ihnen mitgeben.
Dunkel-O meint
Ich weiß nicht wie es in anderen Städten aussieht, aber in Wuppertal sind weite Teile der innerstädtischen B7 bereits Zone 30 und natürlich mit entsprechenden Blitzern versehen. Da kann man selbst mit einem E-Bike locker im Verkehr mitschwimmen.
Future meint
Geely hat den Smart#2 ja jetzt bestätigt. Wenn der in einem Jahr zu einem guten Preis kommt, dann haben Kleinstfahrzeuge und Leichtfahrzeuge wie Duo, Micro und Rocks dagegegen vermutlich keine Chance.
ID.alist meint
Smart war nie günstig, wieso sollte es jetzt sein.
Future meint
Mal sehen, wie es mit den Zöllen weiterget – davon wird der Preis natürlich entscheidend abhängen.
Future meint
Damit überlässt man das Multimilliardengeschäft mit Kleinstwagen k ampflos den Chinesen.
Europa erneut am Abgrund.
Future meint
Natürlich, Europa muss man sich wie einen Berg vorstellen. Wer den Berg nicht kennt, der landet schon mal im Abgrund. Das kann man überall in der Literatur nachlesen oder man fragt mal beim Bergführer nach, gell Future.
Daniel meint
Verstehe ich nicht. Günstiger kann man wohl nicht unterwegs sein, und hier lese ich immer, Geld regiert die Welt.
Außerdem lese ich hier immer, dass alle händeringend auf möglichst kleine und günstige Elektroautos warten, weil ja eh niemand weiter als 35 km fährt.
Kleinelektroautofan meint
Sehr schade!
War ein interessantes Konzept. In der Schweiz schon konfigurierbar und bestellbar. In dieser Preisklasse und mit ansprechender Sicherheitsausstattung (Airbag) gibt es nichts Vergleichbares!
CaptainPicard meint
Lustig, genau jetzt wo die EU ja eine neue Fahrzeug-Kategorie schaffen möchte wo ein solches Fahrzeug wohl genau reingepasst hätte.
Aber ja, im Vergleich zum originalen Twizy hat man vom Duo ja praktisch nichts gehört, wird sich wohl praktisch nicht verkauft haben.
IDFan meint
Das ist keine gute Nachricht für dieses Segment. Denn der Duo hatte in Tests gut abgeschnitten, hatte sogar mit Airbag eine gewisse Sicherheit, war aber bis zum Schluss in Deutschland nicht erhältlich.
Axel Poeschmann meint
Aber die gute Nachricht für das Segment ist, dass im 2. Halbjahr 2026 der Linktour Alumi, zurzeit in Italien in der Einführung, auf den deutschen Markt kommen soll. Ein bestens ausgestatteter und optisch sehr ansprechender E-Kleinstwagen (Klasse L6/7)zwischen 9 und 12.000 Euro!
Future meint
Der Linktour Alumi ist ein kompaktes, vollelektrisches Micro-Car aus China, das auf der IAA Mobility 2025 vorgestellt wurde und mit seiner Aluminium-Chassis-Bauweise, stylischem Design und smarten Funktionen (Apple CarPlay, Android Auto) den europäischen Markt für Stadtfahrzeuge erobern will. Er kommt in zwei Varianten (L6e für 45 km/h und L7e für 90 km/h) und zielt auf Familien, junge Fahrer und als Zweitwagen ab, mit einem geschätzten Startpreis um die 10.000 €. Renault wird da keine Chance mehr sehen für das Duo-Konzept.
Future meint
Der heisst wirklich Linke Tour.
Falls jemand fragt.
TripleNiner meint
Ja, der ist mega und macht es erträglicher, dass der Duo eingestellt ist.
allerdings keine Sitzheizung